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Börsenwelt Presseschau II: Kraft Foods und die Allianz unter der Lupe

Werner Sperber

Fuchs Kapitalanlagen glaubt, dass Teilen bedeutet, die Kurschancen von Kraft Foods zu erhöhen. Das Zertifikatejournal glaubt an die Stärke der Allianz und stellt ein passendes Zertifikat (Anleihe) vor.

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Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen verweist darauf, dass Irene Rosenfeld, Vorstandsvorsitzende von Kraft Foods, plant, den Konzern in diesem Jahr in zwei Unternehmen aufzuspalten. Dabei soll das US-Geschäft, mit dem der Lebensmittel-Konzern die Hälfte der Erlöse erzielt, vom besonders wachstumsträchtigen internationalen Geschäft abgetrennt und einzeln an der Börse geführt werden. Mehrheitlich erzielt das in Deutschland vor allem durch Milka-Schokolade und Jacobs-Kaffee bekannte Unternehmen diese internationalen Umsätze in Schwellenländern. Wer also heute Aktien von Kraft Foods kauft, dürfte spätestens im nächsten Jahr an zwei Gesellschaften beteiligt sein. Dabei könnten die einzelnen Einheiten insgesamt höher bewertet werden als es der Gesamtkonzern heute wird. Zwar schätzen Analysten, dass der Gewinn in diesem Jahr vor allem aufgrund der Kosten für die Konzern-Aufteilung sinken wird, doch im nächsten Jahr sollen die Ergebnisse wieder zulegen. Das KGV für das nächste Jahr soll 14 betragen, was günstiger ist, als für die meisten anderen führenden Lebensmittelunternehmen. Außerdem wächst Kraft Foods derzeit schneller als der größte Rivale, Weltmarktführer Nestlé. Kraft Foods könnte den Gewinn pro Jahr um acht Prozent steigern. Deshalb sollten Anleger die Aktie mit einem Kursziel von 37,65 Euro und einem Stopp-Loss bei 25,77 Euro kaufen.


Das Zertifikatejournal: Weil die Allianz stark ist    

Die Allianz SE hat für Mittwoch, 9. Mai, zur Hauptversammlung nach München geladen. Dabei dürfte Vorstandsvorsitzender Michael Diekmann erste Anhaltspunkte bezüglich der Geschäftsentwicklung im ersten Quartal und eine Prognose für das Gesamtjahr 2012 geben. Für Dienstag, 15. Mai, ist die Vorstellung der endgültigen Erstquartalszahlen geplant. Im vergangenen Jahr brach der Gewinn vor allem aufgrund der Schadenersatzkosten für Naturkatastrophen und der Abschreibungen auf Finanzanlagen, wie etwa Staatsanleihen von Griechenland, um mehr als 46 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro ein. Da zu befürchten ist, dass die Zahl und Intensität der Naturkatastrophen steigt, sind Aktien von Versicherungskonzernen derzeit nicht besonders stark gefragt. Charttechnisch erholte sich die Notierung seit dem Tief im vergangenen September bei weniger als 60 Euro deutlich. Bei etwas mehr als 90 Euro sind jedoch die Käufe geringer geworden. Bei 80 Euro befindet sich allerdings eine ordentliche Unterstützung. Deshalb sollten Anleger nach Ansicht der Experten des Zertifikatejournals eine vorsichtigere Herangehensweise wählen, und ein erst jüngst begebenes Zertifikat (WKN LB0 MDZ) auf die Allianz kaufen, welches vom Emittenten, der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), als Aktien-Anleihe bezeichnet wird. Das Papier mit einem Nominalwert von 1.000 Euro wird am 28. Juni 2013 fällig. Die Bank zahlt für diesen Betrag Zinsen in Höhe von sieben Prozent pro anno. Wenn die Aktie zum Ablauf des Derivates 68 Euro oder mehr kostet, tilgt die Bank den Nominalwert in bar. Ist die Notierung niedriger als 68 Euro bucht die Bank 14,705882 Aktien pro 1.000 Euro Nominalwert in das Depot des Anlegers, wobei Bruchteil-Anteile in bar ausgeglichen werden. Mittel- bis langfristig dürfte der Kurs der Aktie steigen. Es ist zu berücksichtigen, dass von dem Aktienkurs bis zur Fälligkeit des Derivates zwei Mal eine Dividende abgezogen wird. Dennoch dürfte das Papier zum Nominalwert getilgt werden, da einerseits der Abstand zum Basispreis von 68 Euro groß ist und anderseits die Aktie ausreichend Substanz besitzt. Konservative Anleger sollten das Derivat deshalb kaufen.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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