Börsenwelt Presseschau II: Illumina, Life Technologies sowie Nokia unter der Lupe
Die Euro am Sonntag hält die Biotechnologie-Branche und hier vor allem die Konzerne, welche sich mit der Gen-Sequenzierung beschäftigen, für interessant. Das Zertifikatejournal hält die Abschiedsrede für Nokia. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Euro am Sonntag erklären, Anleger sehen derzeit wieder verstärkt auf die Biotechnologie-Branche und hier auf die Unternehmen, welche sich mit der Gen-Sequenzierung beschäftigen. Bei der DNS-Sequenzierung werden die Bestandteile des Gens analysiert. Daraus wiederum lassen sich Therapien entwickeln, welche für einen speziellen Patienten angepasst sind. An der Börse ist das wieder ein Thema geworden, seitdem der Schweizer Pharmakonzern Roche versucht, die US-Firma Illumina zu kaufen. Roche hat signalisiert, das Angebot eventuell noch einmal zu erhöhen. Sollte die Übernahme wider Erwarten dennoch scheitern, drohen Kursrücksetzer für Illumina. Deswegen sollte diese Aktie lediglich mit einem Kursziel von 45 Euro und mit einem Stoppkurs bei 37,50 Euro gehalten werden.
Die Aktie des wesentlich günstiger bewerteten Konkurrenten Life Technologies ist dagegen mit einem Kursziel von 44 Euro und einem Stopp-Loss bei 31 Euro kaufenswert. Die Technologie dieses ebenfalls als Übernahmekandidaten gehandelten US-Konzerns ist ebenfalls führend, allerdings ist die Produktpalette breiter als die von Illumina.
Eine weitere Alternative ist die auf Gen-Diagnostik spezialisierte Firma Genomic Health.
Für konservativere Anleger, welche das Risiko einer Anlage in nur eine Aktie nicht eingehen wollen, bieten sich zwei Fonds an. Der DWS Biotech Typ 0 (WKN 976 997) investiert das Fondsvermögen zu 90 Prozent in den USA. Die Wertentwicklung über ein, drei und fünf Jahre ist gut. Der Unisector Biopharma A (WKN 921 556) von Union Investment wird vom Mediziner Markus Manns verwaltet und ist solide und erfolgreich.
Änderungen in einem Musterdepot der Euro am Sonntag:
Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterportfolios, hat seine 321 Anteile von Fastenal und seine 1.766 Aktien von Micron wohl jeweils mit Gewinn ausgebucht. Nun möchte er sich noch von seinen 111 Titeln von F5 Networks trennen. Dafür plant er die Aufnahme von Papieren der Gildemeister AG.

Das Zertifikatejournal: Ein Abgesang auf Nokia
Der Markt für Mobiltelefone ist hart umkämpft. Dabei steht auf der einen Seite Apple mit dem iPhone und auf der anderen Seite Samsung mit dem Android-Betriebssystem. Den Experten des Zertifikatejournals zufolge, gibt derzeit Samsung den Ton an. Nokia bildet die dritte Seite mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows für das Modell "Lumia 900" - noch. Die Zeiten als Nokia eine führende technologische Rolle einnahm sind lange vorbei. Nach Achtungserfolgen mit guten Kritiken und guten ersten Verkaufszahlen für das "Lumia 900" war die Markteinführung in den USA eine Katastrophe: Ein Softwarefehler sorgte für Probleme bei der Nutzung des Internets. Nokia tauschte schnell die Geräte um oder zahlte 100 Dollar je Kunde, um den Schaden für den guten Ruf möglichst gering zu halten. Eine aktualisierte Fassung der Software soll zudem rasch die Probleme lösen. Doch die Käufer sind zumindest vorerst abgeschreckt. Dazu kommen noch überraschend schwache Zahlen für das erste Quartal 2012 und ein ebenso schwacher Ausblick auf das zweite. Daraufhin brach der Aktienkurs ein und die Talfahrt dürfte anhalten. Nokia hat den technologischen Anschluss verpasst und wird den Rückstand nicht mehr aufholen. Nokia wird es in dieser Form in einigen Jahren nicht mehr geben. Deshalb sollten Anleger sämtliche Long-Investitionen für Nokia verkaufen.
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