Börsenwelt Presseschau II: Grupo Bimbo und Daimler unter der Lupe
Platow Emerging Markets feuert den Kursofen für die Grupo Bimbo an. TradeCentre würde gerne bei Daimler einsteigen. Zudem gibt es Änderungen in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Emerging Markets sind über die Zahlen der Grupo Bimbo für das erste Quartal des laufenden Jahres enttäuscht. Vor allem die Aufwendungen für die Eingliederung der übernommenen Firmenteile von Sara Lee in den USA haben den mexikanischen Backkonzern belastet. In den USA sank das operative Ergebnis um 72,9 Prozent. Insgesamt stieg zwar der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 38,7 Prozent (organisch um 11,6 Prozent) auf 40,9 Milliarden Mexikanische Peso (2,35 Milliarden Euro), jedoch sank der Nettogewinn um 47,3 Prozent auf 601 Millionen Peso (34,5 Millionen Euro). Die Ergebnisse in Lateinamerika profitierten dagegen von der Ausweitung des Geschäfts und der Turnaround wurde geschafft. Der Cashflow wurde genutzt, um Schulden zu tilgen. Im laufenden Gesamtjahr sollte Grupo Bimbo von den gesunkenen Rohstoffkosten unter anderem für Weizen profitieren. Wenn die Integration der ehemaligen Firmen von Sara Lee erfolgreich ist, dürfte der Aktienkurs deutlich steigen. Nur risikobereite Investoren sollten deshalb bis 1,70/1,65 Euro einsteigen und den Stoppkurs bei 1,34 Euro setzen.

TradeCentre: Bei Daimler einzusteigen wäre schön
Die Verantwortlichen für das Real-Musterdepot von TradeCentre freuen sich angesichts der Korrektur an den Börsen über einen Baranteil von 60 Prozent im Portfolio. Der soll bald für Zukäufe genutzt werden, wobei die Aktie von Daimler ein Kaufkandidat ist. Der Aktienkurs sinkt seit zwei Monaten, wohl auch wegen der Querelen mit dem Großaktionär (Anmerkung der Redaktion: Gemeint ist wohl der Fonds Aabar Investments PJSC aus Abu Dhabi, der neun Prozent an Daimler hält und anscheinend verkaufen möchte). Daimler versucht verzweifelt Marktanteile im Vergleich zu BMW und Audi zu gewinnen, wofür Daimler unbedingt jüngere Käufer braucht. Die neue A-Klasse ist diesbezüglich ein erster Schritt in die richtige Richtung. Beachtenswert ist auch die Dividende des Konzerns, welche Analysten für das Jahr 2012 (Ausschüttung im Jahr 2013) auf drei Euro je Aktie schätzen. Falls die Notierung weiter in Richtung 35 Euro sinkt, könnte es sein, dass die Depotverantwortlichen kaufen.
Änderungen im Realdepot des TradeCentre:
Im Real-Musterportfolio sind die 1.500 Anteile von TUI mit einem Verlust von 19 Prozent zu 5,02 Euro ausgestoppt worden. Zudem haben die Verantwortlichen die 800 Aktien von Grammer mit einem Gewinn von 21 Prozent zu 17 Euro verkauft.
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