Börsenwelt Presseschau II: Gold-Produzenten und Fahrzeug-Hersteller, wie Daimler, VW und BMW unter der Lupe
Die Börse am Sonntag rechnen vor, dass die Aktienkurse von Goldproduzenten steigen müssen. Das Zertifikatejournal zeichnet ein düsteres Bild für die weltweite Autobranche und findet dennoch optimistische Worte zu Daimler, Volkswagen und BMW.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag erinnern daran, dass sich der Goldpreis seit Anfang März wenig verändert hat, während die Aktienkurse von Gold-Produzenten erheblich an Wert verloren haben. Darüber hinaus dürfte die Notierung in den kommenden Monaten stabil bleiben oder sogar steigen. Schließlich werden viele Notenbanken einen Teil ihrer Devisenreserven für weitere Goldkäufe ausgeben, da langfristig ein Zusammenbruch von Währungen nicht völlig ausgeschlossen werden kann. Für eine Erholung des Goldpreises spricht zudem die lockere Geldpolitik der Zentralbanken in Amerika und Europa, die mit hoher Wahrscheinlichkeit beibehalten wird, um die Wirtschaftsentwicklung nicht zu belasten. Unternehmen wie Barrick Gold oder Newmont Mining dürften also weiterhin stattliche Gewinnspannen erwirtschaften. Auch der erfahrene Investor Marc Faber wies jüngst darauf hin, dass Goldaktien extrem über-verkauft und reif für eine Kurserholung sind. Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, mit dem endlos laufenden Zertifikat (WKN 687480) der Royal Bank of Scotland auf den Index NYSE Arca Gold Bugs auf derzeit 16 große Goldkonzerne zu setzen. Dabei handelt es sich um gut positionierte Unternehmen, die auf Terminverkäufe ihrer Produktion verzichten und deshalb von einem steigenden Goldpreis in vollem Umfang profitieren, aber Gewinnrückgänge hinnehmen müssen, wenn das Edelmetall billiger wird.

Das Zertifikatejournal: Die deutschen Hersteller wird es weiterhin geben
Ford hat einen Antrag auf Kurzarbeit zwischen Mai und Oktober gestellt. Opel ist in der Dauerkrise. PSA Peugeot Citroën hat ein Sparprogramm angekündigt. Fiat will ein Fünftel der Produktionskapazitäten aufgeben. All das ist der sinkenden Nachfrage in Südeuropa geschuldet. Denn die Menschen in Italien, Spanien, Portugal oder Griechenland haben derzeit andere Probleme und zudem fehlt das Geld. Die Schuldenkrise belastet also eine von Europas wichtigsten Industrien natürlich einschließlich der Zuliefer-Industrie. Die Experten des Zertifikatejournals erklären: Deutschland ist bislang die Ausnahme. Daimler, Volkswagen und BMW verdienen weiterhin prächtig und verkaufen immer mehr Fahrzeuge. Allerdings kann die verstärkte Nachfrage aus Deutschland und nach deutschen Fahrzeugen die Kaufzurückhaltung im restlichen Europa nicht ausgleichen, weshalb es in der Auto-Branche zu hohen Überkapazitäten gekommen ist. Es ist offensichtlich: Es gibt derzeit zu viele Automobilkonzerne auf der Welt. Die Versuche, die Anzahl zu reduzieren, scheiterten. Die einzige Lösung des Problems ist eine Marktbereinigung. Wer letztendlich vom Markt verschwinden muss, ist offen. Die drei deutschen Autobauer werden aber sicher zu den Gewinnern gehören.
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