Werner Sperber
Die Prior Börse stuft die Aktie der Douglas Holding für so günstig bewertet ein, wie im Rezessionsjahr 2009. Die Platow Börse wettet auf Nokia. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse machen wertorientierte Anleger auf die Douglas Holding aufmerksam. Das Unternehmen kostet mit einer Milliarde Euro beziehungsweise 27 Euro je Anteil jetzt wieder soviel wie im Krisenjahr 2009. Das Eigenkapital der Drogeriemarkt-Kette beträgt 750 Millionen Euro. Zudem könnten Insider weiter Aktien kaufen. Die Lobelia Beteiligungsgesellschaft, ein Unternehmen des Douglas-Firmengründers, erwarb am 18. Oktober 26.500 Anteile zu 28,60 Euro. Die Familie Kreke hält nun zwölf Prozent des Grundkapitals. Die Familie Dr. August Oetker besitzt 26 Prozent an Douglas und die Familie Müller (vom konkurrierenden Drogeriemarkt Müller) zehn Prozent. Die Bank Sarasin sowie Blackrock haben sich acht beziehungsweise fünf Prozent an Douglas gesichert. Douglas-Vorstandsvorsitzender Henning Kreke hat für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2010/11 bereits bekannt gegeben, dass der Umsatz von 3,3 Milliarden auf fast 3,4 Milliarden Euro gestiegen ist. Das Vorsteuerergebnis soll von 131 Millionen auf knapp 140 Millionen Euro zugelegt haben. Der Konzern erzielt zwei Drittel des Umsatzes in Deutschland und ein Drittel im Ausland. In den Schuldenstaaten Italien, Spanien und Portugal brach die Nachfrage ein. Auch im klassischen Buchhandel gaben die Erlöse nach. Dafür erhöhte Kreke die Beteiligung an der börsennotierten Onlinetochter Buch.de. Die Experten schätzen den Nettogewinn auf 80 Millionen Euro, was einem billigen KGV von 12 entsprechen würde. Dazu kommt noch die Dividende von vielleicht 1,15 Euro pro Anteil, was einer Rendite von 4,3 Prozent gleichkommen würde.
Änderungen in einem Musterdepot der Prior Börse:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio möchten ihre 10.000 Anteile der Heidelberger Druckmaschinen AG 731400 ausbuchen und dafür 4.000 Aktien von IVG Immobilien 365338 einbuchen.
Die Platow Börse: Die Wette auf Nokia
"Top oder Flop?" Nokia möchte in dieser Woche ein Windows-basiertes Smartphone vorstellen und damit anfangen, den weiten Abstand zur Konkurrenz in diesem Endgeräte-Segment zu verringern. Wenn dieses Gerät überzeugt, könnte das finnische Unternehmen nach Ansicht der Experten der Platow Börse auch wieder Gewinne erwirtschaften. Diese Hoffnung hat zuletzt auch den Aktienkurs beflügelt. Charttechnisch bildet sich ein Boden aus und seit Juni entwickelte sich die Notierung besser als der Index EuroSTOXX 50. Das KGV für das nächste Jahr beträgt zwar hohe 20, doch sollten risikobereite Investoren auf eine Fortsetzung der laufenden Kurserholung spekulieren. Das Kursziel beträgt sechs Euro. Der Stoppkurs sollte bei 3,75 Euro platziert werden.
Änderung im Musterdepot der Platow Börse:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 18.000 Anteile von Nokia zu 4,87 Euro aufgenommen und bei 3,75 Euro abgesichert.
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