Werner Sperber
TradeCentre sieht die Sonne für den Aktienkurs aufgehen, wenn die Manz AG einen Solar-Großauftrag erhalten sollte. Die Euro am Sonntag hält SAF-Holland für eine attraktiv bewertete Turnaround-Chance. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von TradeCentre verweisen auf den Großauftrag für die Manz AG A0JQ5U im Wert von 33 Millionen Euro. Dafür liefert das Unternehmen Systeme, mit denen Teile für die Herstellung von Flachbildschirmen (FPD, flat panel displays) gefertigt werden. Das Unternehmen wächst stark in der Sparte FPD und hat gute Aussichten im Geschäft mit Lithium-Ionen-Batterien. Der Vorstand von Manz hat bei der Bekanntgabe der Bestellung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Technologie für diese FPD-Systeme im Segment "kristalline Solarindustrie" entwickelt worden ist. Damit möchte das Management anscheinend die hohen Investitionen in die Solarsparte entschuldigen, welche sich bislang noch nicht ausgezahlt haben. Die Börsenbrief-Experten fragen sich, ob Manz mit der Solarbranche langfristig auf die richtige Technologie gesetzt hat. Dennoch könnte sich der Aktienkurs auf 45 Euro rund verdoppeln - wenn das Geschäft in der Solarsparte endlich anspringen sollte. Die Ungewissheit darüber, ob im Solarsegment wieder Aufträge eingehen werden, dürfte den Aktienkurs aber weiterhin belasten. Wenn Manz allerdings irgendwann einen Großauftrag in der Solarsparte bekannt gibt, sollten Anleger sofort die Aktie kaufen.
Änderungen im Realdepot von TradeCentre:
Die Verantwortlichen für das Real-Musterdepot haben 6.000 Anteile der Commerzbank zu 1,90 Euro gekauft. Nun möchten sie noch 1.500 Aktien von TUI zu höchstens 6,35 Euro erwerben.

Die Euro am Sonntag: SAF-Holland zieht weiter an
Im vergangenen Jahr haben die Angst vor einer Rezession sowie die Schuldenkrisen den Aktienkurs von SAF-Holland belastet. In diesem Jahr gehören die Anteile bislang zu den größten Gewinnern. Die Experten der Euro am Sonntag verweisen auf die Fortschritte des Nutzfahrzeug-Zulieferbetriebes im operativen Geschäft, wobei SAF-Holland im vergangenen Jahr wieder einen Nettogewinn erreicht haben dürfte. Zwar ist das Nutzfahrzeug-Geschäft sehr konjunktursensibel, doch angesichts der günstigen Bewertung mit einem KBV von 0,6 und einem KGV von 7 für das laufende Jahr sollten risikobereite Anleger die Anteile kaufen. Das Kursziel beträgt 8,50 Euro und der Stoppkurs sollte bei 3,05 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat seine 198 Papiere von Xing sowie seine 1.700 Anteile von Balda wohl jeweils mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 2.100 Aktien von USU Software zu 4,73 Euro sowie 335 Vorzugsaktien von WMF zu 29,50 Euro aufgenommen. Nun möchte er seine 3.583 Titel von Praktiker wohl mit hohem Gewinn ausbuchen und durch 500 Papiere von Euromicron ersetzen.
Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, hat seine 1.200 Anteile der KWG Kommunale Wohnen ausgebucht, um dafür 600 Aktien der Deutschen Post zu 12,96 Euro einzubuchen. Nun möchte er seine 200 Titel von AstraZeneca und seine ebenfalls 200 Papiere von Gilead Sciences ausbuchen. Dafür sollen 200 Anteile von Nestlé zu höchstens 46,50 Euro sowie 120 Aktien von Sanofi zu maximal 56,50 Euro aufgenommen werden.
Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterportfolios, hat seine 275 Aktien von KLA-Tencor ausgebucht und dafür 186 Titel von Lanxess zu 54,02 Euro aufgenommen. Nun möchte er noch seine 475 Anteile von Nuance Communications ausbuchen und dafür Aktien von Fossil aufnehmen.
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