Börsenwelt Presseschau II: Die ASML Holding und die Deutsche Post unter der Lupe
Der Frankfurter Börsenbrief erklärt: Die ASML Holding braucht keinen Partner, der Einstieg von Intel ist trotzdem gut. Platow Derivate geht davon aus, dass die Deutsche Post neben Briefen und Paketen auch Gewinne bringt. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Frankfurter Börsenbriefes freuen sich über den Einstieg von Intel bei der ASML Holding. Der weltgrößte Computerchiphersteller will sich beim niederländischen Branchenzulieferbetrieb mit 4,1 Milliarden Dollar engagieren - und so anscheinend den größten Konkurrenten Advanced Micro Devices, AMD, zurückdrängen. In einem ersten Schritt möchte Intel für 2,1 Milliarden Dollar zehn Prozent von ASML kaufen. Das langfristige Ziel ist es, mit dem Einstieg schneller leistungsfähige Chips entwickeln zu können. Intel investiert deshalb 829 Millionen Euro in das Forschungs- und Entwicklungsprogramm von ASML, dabei war der Konzern schon immer einer der innovativsten der Branche. Die Maschinen von ASML, mit denen Halbleiter produziert werden, setzen internationale Standards und ASML braucht niemanden, der antreibt. Wie sonst käme das Management dazu, den eigenen Marktanteil auf 80 Prozent zu schätzen. Trotzdem dürfte der erste Schritt der Beteiligung beiden Konzernen gut tun, da sie von gewissen Synergien profitieren sollten. Das Kursziel beträgt 52 Euro und der Stoppkurs sollte bei 38 Euro gesetzt werden.

Platow Derivate: Die Deutsche Post bringt Gewinne
Die Deutsche Post baut das Engagement in Asien aus und möchte vom Frachtverkehr innerhalb Asiens sowie dem Frachtverkehr zwischen China und Afrika und zwischen China und Lateinamerika profitieren. Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Appel ließ ein neues Fracht-Drehkreuz im chinesischen Shanghai errichten und möchte nun 100 Millionen Euro in insgesamt acht Flugzeuge investieren, die von dort aus die beliebtesten Frachtrouten befliegen sollen. Da sich die Deutsche Post von Randaktivitäten trennen möchte, passt der Einstieg des Baukonzerns BilfingerBerger bei der Immobilien-Tochterfirma Deutsche Post DHL Corporate Real Estate ins Bild. Andererseits stärkt die Deutsche Post mit dem Zukauf der IntelliAd Media GmbH die Kompetenzen bei der Suchmaschinenwerbung. Da offenbar die Neufassung des Postgesetzes in Deutschland verschoben wird, bekommt der DAX-Konzern zunächst keine Wettbewerber im Briefgeschäft. Im Herbst entscheidet der Vorstand über höhere Portogebühren. Die Experten von Platow Derivate verweisen zudem auf die charttechnisch wieder bessere Ausgangslage, nachdem die Notierung in den Anfang Juni begonnenen Aufwärtstrend zurückgekehrt ist. Nun sollte der Widerstand bei 14,50 Euro überwunden werden. Risikobereite Anleger sollten deshalb das endlos laufende Long-Zertifikate (WKN GS8 6B7) von Goldman Sachs auf die Deutsche Post kaufen. Der Schein ist mit einem Basispreis bei 10,74 Euro, einer Totalverlustschwelle bei 11,50 Euro und einem Hebel von derzeit 4,1 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Im Derivate-Musterportfolio sind die 1.150 Call-Optionsscheine (WKN UU1 FVJ) auf L'Oreal mit Gewinn und die 1.600 Call-Optionsscheine (WKN DE9 AGD) auf Adidas mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 330 Long-Zertifikate (WKN GS8 6B7) auf die Deutsche Post zu 3,27 Euro eingebucht und bei 2,50 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 260 Long-Zertifikate (WKN BP2 FBY) auf Dialog Semiconductor zu höchstens 4,25 Euro aufnehmen und den Stoppkurs bei 2,40 Euro setzen.
Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 1.700 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SJT) auf das Paar Linde/DAX mit Verlust ausgestoppt worden. Damit ist die Spekulation auf eine bessere Wertentwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index gescheitert. Dafür haben die Verantwortlichen 1.500 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 TW9) auf das Paar Hamburger Hafen und Logistik AG/DAX zu 1,65 Euro eingebucht und den Stopp-Loss bei 1,10 Euro platziert.
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