Werner Sperber
Der Austria Börsenbrief Rohstoffe schwärmt von BHP Billiton und stellt ein passendes Zertifikat für konservative Anleger vor. Aktien-Strategie beschäftigt sich mit Q-Cells und der Dr. Hönle AG. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Austria Börsenbriefes Rohstoffe verweisen darauf, dass BHP Billiton in diesem Jahr die Investitionen in die Öl-Aktivitäten mehr als verdoppeln und die Fördermenge von Eisenerz auf den Rekordwert von mehr als 159 Millionen Tonnen steigern möchte. Nach der erfolgreichen Suche nach Kupfer- und Eisenerz-Vorkommen, verbunden mit der deutlich ausgeweiteten jeweiligen Menge an Kupfer- und Eisenerz-Reserve ist das gut zu schaffen. Vor diesem Hintergrund schätzen Analysten den Gewinn je Aktie für dieses Jahr auf 3,16 Euro, was einem KGV von 8 entspräche. Auch die Charttechnik spricht für den Einstieg, nachdem die Notierung jüngst die 200-Tage-Linie überwunden hat. Konservative Anleger sollten auch das am 28. September 2012 fällige, währungsgesicherte, capped Bonus-Zertifikat (WKN SG2 JNL) der Société Générale auf BHP Billiton kaufen. Die Bank zahlt maximal 25 Euro zurück, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende die Sicherheitsschwelle von 1.600 Britischen Pence weder berührt noch unterschreitet. Das entspräche einer Rendite von 11,7 Prozent beziehungsweise 17,9 Prozent auf ein Jahr gerechnet.

Aktien-Strategie: Q-Cells am Abgrund und Dr. Hönle mit Rekorden
Der Vorstand von Q-Cells hat weitere Abschreibungen tätigen müssen, weshalb das Eigenkapital des Solarkonzerns aufgebraucht ist. Im Februar ist zudem eine Wandelanleihe fällig. Falls die Gläubiger in den nächsten Wochen Hilfestellungen verweigern, wird der TecDAX-Konzern wohl Insolvenz anmelden müssen. Die Experten von Aktien-Strategie warnen auch vor einem Einstieg bei Q-Cells, selbst wenn es zu einer Einigung kommen sollte. Die Erfahrung aus ähnlichen Fällen zeigt, dass bei den dann zu tätigenden Umwandlungen von Fremd- in Eigenkapital die Verwässerung extrem groß ist. Die Altaktionäre verlieren dabei den Großteil ihres Besitzes.
Die Dr. Hönle AG hat in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 Rekordzahlen erreicht. Der Umsatz des Spezialisten für UV-Technologie stieg um 24 Prozent auf 67,9 Millionen Euro und der Nettogewinn um 50 Prozent auf 6,88 Millionen Euro beziehungsweise 1,30 Euro je Aktie. Wegen der kaum abzusehenden Folgen der Insolvenz von MANRoland dürften Erlös und Ertrag im laufenden Wirtschaftsjahr zwar zurückgehen. Vor allem die Zahlen für das erste Fiskalquartal werden wohl recht schwach ausfallen. Sollte dann der Aktienkurs nachgeben, würde das eine gute Kaufchance darstellen. Denn die Experten von Aktien-Strategie halten diese Probleme nur für kurzfristig. Anleger sollten mit einem Kursziel von 14,50 Euro und einem Stoppkurs bei 7,85 Euro einsteigen.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 2.200 Anteile von PVA Tepla zu höchstens 3,34 Euro aufnehmen.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.