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Börsenwelt Presseschau II: Barrick Gold und die Commerzbank unter der Lupe

Werner Sperber

Fuchs Kapitalanlagen geht von goldenen Zeiten für Barrick Gold aus. Das Zertifikatejournal rät zum vorsichtigen Einstieg bei der Commerzbank und stellt ein passendes Derivat vor.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erinnern daran, dass Barrick Gold im Frühjahr einen chinesischen Bieter ausgestochen, den Kupfer-Produzenten Equinox Minerals übernommen und damit die Anleger verärgert hat. Die Kritiker befürchteten eine Verwässerung der Unternehmens-Strategie. Mittlerweile sind jedoch die guten Unternehmens-Ergebnisse wieder in den Vordergrund gerückt. Der weltgrößte Goldminenkonzern legte sehr gute Zahlen für das dritte Quartal 2011 vor. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 45 Prozent auf einen Euro. Auch die Dividende steigt, wobei eine solche Anhebung bei dem reservenstarken, kanadischen Unternehmen bereits Tradition hat. Barrick kann den steigenden Goldpreis wie kaum ein anderer großer Konkurrent in höhere Gewinne ummünzen. Das ist nicht einfach, weil die Produktionskosten permanent klettern. Außerdem verlangen die Investoren Wachstum. Bei Barrick bekommen sie das auch. Dabei expandiert die Gesellschaft bereits von einem hohen Niveau aus. Der Vorstand geht für das laufende Gesamtjahr von einer Fördermenge von mindestens 7,6 Millionen Unzen Gold aus und bis zum Jahr 2015 sollen es neun Millionen Unzen werden. Diese Prognose könnte zu niedrig sein. Charttechnisch nähert sich der Aktienkurs dem Ende vergangenen Jahres erreichten Allzeithoch von 40,90 Euro. Diese Hürde dürfte demnächst überwunden werden und bei einem KGV von 9 für das nächste Jahr sollte die Notierung bis auf 47,44 Euro steigen können. Der Stoppkurs sollte bei 32,70 Euro gesetzt werden.

Das Zertifikatejournal: Die Commerzbank ist günstig    

Die Buchhalter der Commerzbank haben den Wert der griechischen Staatsanleihen um weitere 798 Millionen Euro niedriger angesetzt, als noch im zweiten Quartal 2011. Im dritten Quartal stehen diese Staatspapiere mit einem durchschnittlichen Betrag von 48 Prozent des Nominalwertes in der Bilanz der zweitgrößten deutschen Privatbank. Das trug zu einem Quartalsverlust von 687 Millionen Euro bei, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 113 Millionen Euro nach dem Bilanzierungsstandard IFRS ausgewiesen worden ist. Auch das Ergebnis des Investmentbankings war im dritten Quartal 2011 schwach. Das Geschäft mit den Privatkunden läuft dagegen gut. Vorstandsvorsitzender Martin Blessing senkte daraufhin die Ziele für das Gesamtjahr. Um kein Geld des Steuerzahlers annehmen und die damit einhergehenden Einschränkungen hinnehmen zu müssen, möchte Blessing die Eigenkapitalquote aus eigener Kraft erhöhen. Dazu soll das Kreditgeschäft außerhalb Deutschlands und Polens ebenso eingestellt werden, wie das Neugeschäft der Hypotheken- und Staatsfinanzierungs-Tochterfirma Eurohypo. Zudem will die Commerzbank Finanzbeteiligungen verkaufen, die nicht dem Kerngeschäft angehören. Die Tochterfirmen Comdirect und die polnische Bank Rozwoju Eksportu (BRE) möchte Blessing nach Angaben der Experten des Zertifikatejournals allerdings behalten. Charttechnisch scheint sich der Aktienkurs bei 1,50 Euro stabilisiert zu haben. Fundamental sind die Anteile so günstig wie nie. Deshalb sollten risikobereite Anleger das am 23. Dezember 2013 fällige Discount-Zertifikat (WKN DE1 YPJ) der Deutschen Bank auf die Commerzbank kaufen. Die Deutsche Bank zahlt maximal 1,50 Euro zurück, was einer Rendite von 50 Prozent entspräche beziehungsweise 21,2 Prozent auf ein Jahr gerechnet.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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