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Börsenwelt Presseschau II: Anheuser-Busch Inbev sowie Solarworld und SkySails beziehungsweise Erneuerbare Energien Fonds unter der Lupe

Werner Sperber

Die Börse am Sonntag muss sich die Aktie von Anheuser-Busch Inbev nicht "schön trinken". Der Gold- und Rohstoff-Report beschäftigt sich mit Solarworld und neuen, erneuerbaren Energien.

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Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Börse am Sonntag verweisen darauf, dass Anheuser-Busch Inbev im ersten Quartal 2012 an die steigenden Ergebnisse des vergangenen Jahres angeknüpft hat. Dabei sorgten einmal mehr vor allem die Schwellenländer für das Wachstum des weltgrößten Brauereikonzerns. Doch auch im wichtigen Absatzmarkt, den USA, lief es gut. Angesichts einer auf starken Marken und die wichtigsten weltweiten Märkte konzentrierten Strategie, der weltweit regional breiten Aufstellung sowie strenger Disziplin, was die Kosten anbelangt, dürfte sich dieser Wachstumstrend fortsetzen. Die Kostendisziplin macht Anheuser-Busch zum profitabelsten Konzern der Branche auf Basis der EBITDA-Marge. Das Unternehmen dürfte auch von weiteren Zukäufen profitieren. Dank des starken operativen Cashflows hat Anheuser-Busch Inbev dafür auch genügend Geld zur Verfügung. In den vergangenen Jahren baute der Konzern die Verschuldung ab. Zudem könnten die diesjährigen sportlichen Großereignisse für einen anhaltenden Bierdurst und damit anhaltender Kursfantasie sorgen. Risikobereite Anleger sollten deshalb mit einem Stopp-Loss bei 49,50 Euro einsteigen.


Der Gold- und Rohstoff-Report: Rückenwind für Solarworld und die Rückkehr der Drachenboote 

Seitdem der Aktienkurs von Solarworld am 10. Februar am Widerstand bei 4,45 Euro gescheitert ist, sank die Notierung bis auf 1,43 Euro. Seit diesem Tief erholt sich der Kurs etwas, wobei diese Erholung nach Ansicht der Experten des Gold- und Rohstoff-Reports durchaus länger anhalten und bis auf 2,19 Euro führen dürfte. Der übergeordnete Abwärtstrend wäre auch dann nicht einmal ansatzweise gefährdet. Sollte die Notierung allerdings auf weniger als 1,43 Euro sinken, dürfte es direkt bis 0,87 Euro abwärts gehen.

Die Experten des Gold- und Rohstoff-Reports verweisen darauf, dass Frachtschiffe das wichtigste Transportmittel der Welt sind. Rund 93 Prozent des Welthandels werden über den Seeweg abgewickelt. Dabei belasten die Frachtschiffe das Klima mit mehr als einer Milliarde Tonnen schädlichem Kohlendioxid-Gas pro Jahr, was mehr ist als in ganz Deutschland emittiert wird. Die internationalen Reeder müssen immer mehr für den Schiffstreibstoff ausgeben, also dem sehr schadstoffhaltigen Schweröl und ab dem Jahr 2020 wohl mit dem doppelt so teueren Schiffsdiesel. Die Hamburger Firma SkySails GmbH, als Markt- und Technologieführer für automatisierte Zugdrachensysteme, könnte mit riesigen Drachensegeln die Kosten für die Schifffahrt senken und die Umwelt entlasten. SkySails ist das weltweit erste Unternehmen, das die Zugdrachentechnologie zu einer industriellen Anwendung entwickelt hat. Das 160 Quadratmeter große Segel ähnelt einem Gleitdrachen, der vom Vorschiff aus mit Hilfe eines Teleskopmasts vollautomatisch in den Wind gebracht und über ein aus Kunststoff gefertigtes Hochleistungsseil computergesteuert in der günstigsten Position gehalten wird. Diese Position liegt in 100 bis 300 Metern Höhe, wo der Wind heftiger und stetiger weht als direkt über der Meeresoberfläche. Die neueste Produktgeneration SKS C 320 kostet etwa 400.000 Euro und kann bis zu zwei Megawatt (MW) Antriebsleistung ersetzen. Ein Kreuzfahrtschiff benötigt etwa zehn MW am Tag. Nach zwei bis drei Jahren Betrieb dürfte sich der Drachen für die Reeder rentieren. Jüngstes Projekt der SkySails GmbH ist eine Solar-Yacht mit Zugdrachenantrieb, die in Zusammenarbeit mit dem Solarschiffhersteller SolarWaterWorld AG entwickelt wird. Eine Solar-Yacht mit SkySails-Antrieb fährt leise, aber mit dem Komfort einer Motoryacht. Der Zugdrachen erzeugt pro Quadratmeter Fläche bis zu 25 Mal mehr Kraft als konventionelle Segelantriebe und sorgt damit für eine hohe Geschwindigkeit. Ende dieses Jahres soll der erste Prototyp der Yacht vorgestellt werden und im nächsten Jahr dürfte die solarelektrische Kite-Yacht in Serie gebaut werden.

Die nachstehenden Fonds investieren in Aktien von Unternehmen, die sich überwiegend mit alternativen Energien und Energietechnologie beschäftigen. Der BlackRock New Energy Fund (WKN 630 940) kostet einen Ausgabeaufschlag von fünf Prozent und eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,75 Prozent, wie auch der BlackRock New Energy Fund mit der Wertpapierkennnummer A0M M6Z. Für den Pictet Fund Clean Energy (WKN A0M RNV) müssen Anleger ebenfalls einen Ausgabeaufschlag von fünf Prozent bezahlen, die Verwaltungsgebühr beträgt 1,6 Prozent pro anno.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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