Börsenwelt Presseschau I: Roche und HeidelbergCement unter der Lupe
Börse Online hält die Roche Holding schlicht und ergreifend für überzeugend. Platow Derivate sieht derzeit große Nachfrage nach zyklischen Werten und möchte mit einem Zertifikat bei HeidelbergCement einsteigen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Börse Online erinnern daran, dass die Roche Holding jüngst die US-Gesundheitsbehörde FDA überzeugt hat, die Markzulassung für Perjeta zu erteilen. Analysten schätzen den Umsatz dieses Brustkrebsmittels im Jahr 2015 auf 1,1 Milliarden Schweizer Franken. Der Pharmakonzern aus der Schweiz überrascht zudem, denn der angestrebte Verkaufspreis für Perjeta in den USA ist zehn Prozent höher als von den Analysten geschätzt. Roche schafft mit Perjeta rechtzeitig Ersatz für das bisherige Brustkrebsmittel Herceptin, dessen Patent im Jahr 2014 in Europa und im Jahr 2019 in den USA ausläuft. Außerdem lässt sich mit Perjeta der Misserfolg mit Dalcetrapib verkraften. Das Präparat erwies sich erfolglos bei der Regulierung von Blutfetten und Roche stellt die Forschung ein. Da derzeit der Schweizer Franken im Vergleich zum Euro stark nachgeben würde, käme auch das Roche zugute. Charttechnisch hat die Notierung die vor zwei Monaten begonnene Abwärtstrendlinie überwunden. Anleger sollten die Aktie deshalb mit einem Kursziel von 150 Euro und einem Stoppkurs bei 115 Euro kaufen.
Änderungen in einem Musterdepot von Börse Online:
Daniel Saurenz, Verantwortlicher für das Zertifikate-Musterportfolio, hat seine 250 Discount-Zertifikate (WKN UB5 GLC) auf die Deutsche Bank mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 450 Inline-Optionsscheine (WKN SG2 7KA) auf den DAX zu 5,65 Euro eingebucht und 750 Inline-Optionsscheine (WKN SG2 7LS) auf denselben Basiswert zu ebenfalls 5,65 Euro.

Platow Derivate: Derzeit lässt sich gut auf HeidelbergCement bauen
Aktien von Unternehmen aus zyklischen Branchen werden von Anlegern derzeit besonders beachtet und die Kurse reagieren überdurchschnittlich stark - egal ob die Märkte steigen oder fallen. Die Experten von Platow Derivate schließen aus ihrer Erkenntnis, dass sich solche Werte im aktuellen Umfeld sehr gut für eher kurzfristig orientierte Trades eignen. Aus charttechnischen Gründen sollten Anleger auf HeidelbergCement achten. Anfang Juni hat sich ein Doppel-Tief gebildet und die folgende Kurserholung vervollständigt einen zumindest kurzfristig tragfähigen Boden. Ob sich daraus ein mittelfristiger Aufwärtstrend entwickelt ist noch unklar. Allerdings ist eine Fortsetzung der Erholung wahrscheinlich. Fundamental belasten Zementhersteller die immer schwächer werdenden Geschäftsaussichten in Südeuropa. HeidelbergCement ist von diesen Märkten allerdings weniger abhängig als die europäischen Wettbewerber. Zudem überzeugt die Sparpolitik des Konzerns. Die Analysten der Berenberg Bank verweisen auf die historisch unterdurchschnittliche Bewertung der Aktie und sehen gute Chancen für eine Kursrallye. Risikobereite Anleger sollten deshalb das endlos laufende Long-Zertifikate (WKN VT3 Q8N) von Vontobel auf HeidelbergCement zu höchstens 0,74 Euro einbuchen und den Stoppkurs bei 0,43 Euro setzen. Das Limit entspricht einem Aktienkurs von rund 35,50 Euro und der Stoppkurs etwa 32,50 Euro bei der Aktie. Der Schein weist einen Basispreis bei 28,36 Euro, eine Totalverlustschwelle bei 29,72 Euro und einen Hebel von derzeit 4,6 auf.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Die Verantwortlichen für das Derivate-Musterportfolio möchten 1.500 Long-Zertifikate (WKN VT3 Q8N) auf HeidelbergCement zu höchstens 0,74 Euro einbuchen und den Stoppkurs bei 0,43 Euro setzen. Zudem wollen sie insgesamt 4.150 Long-Zertifikate (WKN BP1 4BN) auf Südzucker aufnehmen und bei 0,33 Euro absichern. 1.200 dieser Papiere sollen zu höchstens 0,47 Euro eingebucht werden, weitere 1.350 Stück zu maximal 0,45 Euro und die restlichen 1.600 Scheine zu nicht mehr als 0,43 Euro.
Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind bereits vor vier Wochen die 1.750 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 SJ1) auf das Paar SAP/DAX mit einem Gewinn ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen buchen diese für sie gerade noch gelungene Spekulation auf eine bessere Wertentwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index aber erst jetzt aus. Zudem sind die 2.400 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 R92) auf das Paar CTS Eventim/DAX mit einem Plus ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 2.700 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 TYC) auf das Paar Axel Springer AG/DAX zu 1,21 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,74 Euro gesetzt.
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