Börsenwelt Presseschau I: Nestlé sowie Telefónica, ENEL, France Telecom und andere Dividenden-Werte unter der Lupe

Werner Sperber

Der Strategie-Report möchte aus dem charttechnischen Nest bei Nestlé nach oben wegfliegen. Der Zürcher Finanzbrief setzt auf Dividenden-Papiere.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Strategie-Reports erinnern daran, dass der Aktienkurs von Nestlé eine bärische Trendwende sowie eine seit Mitte des Jahres 2010 gültige Abwärtstrendlinie überwunden hat. Dabei hat die Notierung im Verlauf der vergangenen Monate einen Aufwärtstrendkanal etabliert, welcher den Kurs bis zum Hoch bei 54,80 Schweizer Franken gebracht hat. Danach konsolidierte der Kurs in einer bullischen Flaggenformation bis zur überwundenen Abwärtstrendlinie. Wenn die Notierung nun wieder anzieht, würde ein größeres Kaufsignal bestätigt und die Rallye wohl fortgesetzt. Anleger sollten den bullischen Ausbruch aus dieser Flagge jedoch abwarten und erst ab einer Notierung von 53,45 Franken einsteigen. Die ersten Kursziele betragen 54,80 Franken und 56,00 Franken. Der Stoppkurs sollte bei 52,25 Franken gesetzt werden.


Der Zürcher Finanzbrief: Fünf 30-Prozent-Chancen      

Eine zweistellige Dividendenrendite plus einen prozentual zweistelligen Kursgewinn zu erzielen, ist das Ziel. Die Experten des Zürcher Finanzbriefes halten das für möglich, aber das Zeitfenster dafür wird eng. Es ist aufgrund der Ertragslage sehr wahrscheinlich, dass Energieversorgungs-Unternehmen bei ihrer bisherigen Dividendenpraxis bleiben. Telekom-Konzerne schütten für gewöhnlich ebenfalls viel Geld aus. Die Experten haben eine Liste von Aktien zusammengestellt, welche in der Schuldenkrise massiv unter Druck geraten sind. Dafür gab es wenig faktische Gründe, aber eine Menge Angst der Anleger, die bis jetzt noch vorhanden ist. Die geschätzten Dividenden dieser Aktien ergeben im Schnitt 9,6 Prozent Rendite. Das durchschnittliche Erholungspotenzial dieser Aktien beträgt vorsichtig geschätzt 20,6 Prozent, woraus sich wiederum eine Rendite von insgesamt 30 Prozent ableiten lässt. Da die Aktienkurse den Dividendenabschlag in den darauffolgenden Wochen üblicherweise wieder aufholen und die Unternehmen die Ausschüttung meist im Mai oder Juni vornehmen, können Anleger in rund 15 Monaten sogar zweimal die Dividende kassieren und das Kurspotenzial dazuzählen. Die Experten raten dazu zum Einstieg bei der: Telefónica, Dividendenrendite 11,4 Prozent, Kurspotenzial bis 15,90 Euro; bei ENEL, Dividendenrendite 9,1 Prozent, Kurspotenzial bis 3,72 Euro; bei der France Telecom, Dividendenrendite 12,2 Prozent, Kurspotenzial bis 14,15 Euro, bei der Telecom Italia,  Dividendenrendite 7,5 Prozent, Kurspotenzial bis 0,90 Euro und bei der Electricité de France (EdF), Dividendenrendite 7,0 Prozent und Kurspotenzial bis 21,18 Euro.

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