Börsenwelt Presseschau I: Gerresheimer und Quanmax unter der Lupe
Platow Derivate erwartet einen charttechnischen Ausbruch der Notierung der Gerresheimer AG und stellt ein passendes Zertifikat vor. Die Prior Börse ist von einer erfolgreichen Zukunft von Quanmax überzeugt. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate erinnern an die Gewinnwarnung bei Gerresheimer Anfang Februar. Der für gewöhnlich konservativ prognostizierende Vorstand erwartete damals, dass die EBITDA-Marge in dem Ende November ablaufenden Geschäftsjahr 2011/12 niedriger sein dürfte als im Vorjahr. Daraufhin beendete der Aktienkurs den Anstieg und veränderte sich seither wenig. Nun gab der Hersteller von Verpackungen vor allem für die Medizinbranche allerdings überraschend gute Zahlen für das erste Quartal des Fiskaljahres 2011/12 bekannt. Zudem erhöhte der Vorstand das Umsatzziel. Mittelfristig könnte das Management die Erwartungen weiter erhöhen, wobei auch der Anfang des Monats bekanntgegebene Kauf eines Pharmaglas-Herstellers aus Indien positiv wirken könnte. Damit baut Gerresheimer schließlich die Position in den Schwellenländern weiter aus. Vor diesem Hintergrund sollte es zu einem charttechnischen Ausbruch kommen, den risikobereite Anleger mit dem Kauf des endlos laufenden Long-Zertifikates (WKN CG9 MR6) der Citigroup auf Gerresheimer bis zu einem Kurs von 0,75 Euro nutzen sollten. Der Stoppkurs sollte bei 0,56 Euro gesetzt werden. Der Schein ist mit einer Basis bei 27,05 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 28,80 Euro und einem Hebel von derzeit 3,8 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Die Verantwortlichen für das Derivate-Musterportfolio möchten 600 Bull-Zertifikate (WKN CK8 0WX) auf Brenntag zu höchstens 2,65 Euro einbuchen und bei 1,95 Euro absichern.
Die Verantwortlichen für das Alpha-Turbo-Musterdepot möchten 1.300 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 TZL) auf das Paar Vorzugsaktie von Drägerwerk/DAX zu maximal 1,20 Euro aufnehmen und den Stoppkurs bei 0,55 Euro setzen. Damit spekulieren sie auf eine bessere Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zum Index. Zudem sollen 4.200 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 T0F) auf das Paar Software AG/DAX zu nicht mehr als 1,15 Euro einbuchen und den Stopp-Loss bei 0,85 Euro platzieren.

Die Prior Börse: Quanmax ist viel zu günstig bewertet
Vor kurzem hat Quanmax das schwer angeschlagene aber in Osteuropa gut aufgestellte IT-Dienstleistungsunternehmen S&T gekauft. Hannes Niederhauser, Vorstandsvorsitzender von Quanmax, hat dabei mit den Banken deren Verzicht auf etwa zwei Drittel der Forderungen an S&T ausgehandelt. Im Interview mit den Experten der Prior Börse prognostizierte Niederhauser für das laufende Jahr einen Umsatz-Sprung von 120 Prozent auf etwa 330 Millionen Euro. Der Nachsteuergewinn dürfte um 25 Prozent auf zirka zehn Millionen Euro zulegen. Wenn S&T erfolgreich saniert ist, geht Niederhauser von deutlich höheren Gewinnspannen aus. Quanmax erlöst mit eigenen Produkten schließlich zwar nur ein Fünftel der Konzernumsätze, erwirtschaftet damit jedoch die Hälfte des Gewinns. Der Börsenwert von 58 Millionen Euro beträgt nur wenig mehr als das Eigenkapital und das KGV beträgt nur 6. Zudem hält das Management des Informationstechnologie-Konzerns 45 Prozent der Aktien.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig orientierte Musterportfolio haben 7.000 Call-Optionsscheine (WKN RCE 1BZ) auf die AMAG Austria Metall AG zu 0,68 Euro eingebucht.
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