Börsenwelt Presseschau I: BHP Billiton sowie Volkswagen, BMW und Grammer unter der Lupe
Börse.de sieht bald ein Potenzial von 145 Prozent für die Aktie von BHP Billiton. Der Aktionärsbrief beschäftigt sich mit Volkswagen, BMW und Grammer. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Börse.de erinnern daran, dass das australisch-britische Unternehmen BHP Billiton zu den drei weltweit führenden Bergbau-Konzernen gehört. Seit der Übernahme der beiden US-Firmen Chesapeake und Petrohawk ist BHP Billiton auch im Geschäft mit Öl und Gas tätig. In den ersten sechs Monaten des Ende Juni ablaufenden Geschäftsjahres 2011/12 stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar. Aufgrund gesunkener Rohstoffpreise, deshalb reduzierter Produktionsmengen sowie der Kosten für den Konzernumbau sank der Gewinn im Jahresvergleich allerdings um sechs Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar. In den vergangenen zehn Jahren legte der Aktienkurs um durchschnittlich 20 Prozent pro anno zu. Daraus leiten die Experten ein Kursziel bis zum Jahr 2017 von 50 Britischen Pfund ab. Anleger sollte allerdings erst einsteigen, wenn die Notierung die 200-Tage-Linie überschritten hat, also erst ab Kursen von mehr als 20,50 Pfund.

Der Aktionärsbrief: Volkswagen, BMW und Grammer mit Chancen
Die deutschen Automobilkonzerne BMW, Daimler und VW dürften aufgrund ihrer starken Marken zu den Gewinnern der nächsten Jahre gehören. Die Experten des Aktionärsbriefes schätzen sogar, dass die schwächere Automobilkonjunktur in Europa diese Unternehmen kaum beeinträchtigen werde, zumal sich das chinesische Marktvolumen bis zum Jahr 2020 beinahe verdoppeln soll. Die Volksrepublik ist bereits heute der weltgrößte Markt. Das US-Marktforschungsinstitut IHS Automotive schätzt weiter, dass Indien Japan von Platz 2 der asiatischen Kfz-Märkte verdrängen wird. Volkswagen ist in Asien, besonders in China, gut aufgestellt. Mit mehr als zwei Millionen verkaufter Fahrzeuge belief sich der Marktanteil im vergangenen Jahr auf etwa 20 Prozent. Die Kurs-Gewinn-Vielfachen für dieses und nächstes Jahr betragen 7,5 und 7. Der "faire Wert" der Vorzugsaktie beträgt etwa 200 Euro. Bei Kursrücksetzern bietet sich ein Einstieg an.
Die Bayerischen Motoren Werke haben das vergangene Jahr mit Rekorden bei Absatz, Umsatz und Ergebnissen abgeschlossen. Der Gewinn je Stammaktie belief sich auf 7,45 Euro. Daraus soll eine Dividende von 2,30 Euro bezahlt werden. BMW ist auch in den ersten beiden Monaten dieses Jahres in der Erfolgsspur geblieben: Der Absatz stieg im Jahresvergleich um 10,5 Prozent auf 239.800 Einheiten. Deshalb sollte auch 2012 ein Rekordjahr werden. Allerdings belaufen sich die Kurs-Gewinn-Vielfachen für dieses und nächstes Jahr auf 9,5 und 9. Charttechnisch droht ein Doppeltopp bei74 Euro. Deshalb sollte die Stammaktie erst bei einer Korrektur auf rund 63 Euro gekauft werden.
Grammer ist nicht irgendein Zulieferbetrieb, sondern der Weltmarktführer für Sitze von Lkws und Bau- und Agrarfahrzeugen sowie für Mittelkonsolen von Pkws. Dabei verkauft Grammer die Mittelkonsolen zu 90 Prozent an die Premium-Autokonzerne. Auch Grammer erwirtschaftete im vergangenen Jahr Rekorde und zudem baute der Konzern die Verschuldung kräftig ab. Die Bilanz ist heute besser als vor zehn Jahren. Nach einem guten Auftakt in das laufende Jahr sollte 2012 auch zum Rekordjahr für Grammer werden, zumal sich auch das Geschäft mit Sitzen für Agrar- und Baufahrzeuge gut entwickeln dürfte. Baumaschinen sind wegen der Infrastrukturprojekte besonders in den Schwellenländern gefragt. Agrarfahrzeuge werden gebraucht, weil weltweit in neue Technik investiert wird, um mehr Nahrungsmittel auf den bestehenden Flächen zu produzieren. Die Bewertung der Aktie von Grammer ist extrem niedrig: Das KBV beträgt etwa 1, die Kurs-Gewinn-Vielfachen für 2012 und 2013 betragen 7 und 6. Das Kursziel beträgt 24 Euro.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben ihren 400 Titeln von Augusta Technologie 400 weitere zu 17,10 Euro hinzugefügt und damit den Einstandskurs bei 17,10 Euro belassen. Zudem haben sie 1.200 Papiere von OC Oerlikon zu 6,52 Euro aufgenommen. Nun möchten sie noch 1.100 Anteile von AT&S Austria einbuchen.
Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot haben 120 Aktien von Adidas zu 59,60 Euro sowie 60 Aktien von LVMH zu 133,10 Euro aufgenommen.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 1.500 Anteile von Jenoptik zu 5,70 Euro eingebucht und bei 4,86 Euro abgesichert.
Änderungen im Musterdepot von Platow Emerging Markets:
Im Musterportfolio sind die 560 Anteile von Newcrest Mining mit einem dividendenbereinigten Verlust von acht Prozent zu 23 Euro ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen haben dafür 620 Aktien von Brasil Foods zu 16,26 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 12,45 Euro gesetzt.
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