Börsenwelt Presseschau I: Adidas und C.A.T. Oil unter der Lupe
Die Euro am Sonntag hält den Aktienkurs von Adidas für "fit wie einen Turnschuh". Die Börse am Sonntag beschäftigt sich mit einem der besten SDAX-Werte 2012, also mit C.A.T. Oil, und stellt passende Derivate vor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Sven Parplies, Experte der Euro am Sonntag, erinnert an das Jahr 2008, als kurz vor der Fußball-Europameisterschaft der Herren der US-Sportartikelkonzern Nike den britischen Wettbewerber Umbro für 570 Millionen Dollar gekauft hat. Nun möchte Nike Umbro verkaufen, was zu Spekulationen geführt hat, wonach Adidas Umbro kaufen könnte. Da Adidas mit größeren Übernahmen, wie denen von Salomon und Reebok, bestenfalls durchwachsene Erfahrungen gemacht hat, rät Parplies dem Adidas-Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer von dieser Transaktion ab, zumal Umbro nichts Innovatives zu bieten und der Markenname an Glanz verloren hat. Dagegen ist Adidas gut aufgestellt, das Engagement in den Schwellenländern bietet weitere Wachstumschancen und der Ausbau des Vertriebs über eigene Läden dürfte die Profitabilität steigern. Deshalb bleibt die Aktie sehr empfehlenswert. Das Kursziel beträgt 70 Euro und der Stoppkurs sollte bei 53,40 Euro gesetzt werden.
Änderungen in Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat seine 1.180 Anteile von Impreglon wohl mit Gewinn und seine 520 Aktien von Morphosys anscheinend mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 4.545 Titel von Pironet NDH zu 2,18 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 2,05 Euro gesetzt sowie 3.225 Papiere von Nanofocus zu 3,08 Euro aufgenommen und mittlerweile bei 3,20 Euro abgesichert. Nun möchte er noch seine 1.120 Anteile von Drillisch wohl mit Verlust ausbuchen.
Sven Parplies, Betreuer des Momentum-Musterdepots, möchte Anteile von Ross Stores einbuchen.

Die Börse am Sonntag: C.A.T. Oil bohrt nach unten und strebt nach oben
Die Geschäfte von C.A.T. Oil sind im ersten Quartal 2012 glänzend gelaufen. Das Unternehmen hilft vor allem in Russland und Kasachstan dabei mit Reparatur-Bohrungen (Sidetrack Drilling) und der umstrittenen Methode des sogenannten Fracturings, bei dem Wasser und Chemikalien mit Druck in den Boden eingebracht werden, bislang unzugängliche Öl- und Gas-Lagerstätten zu erschließen und bestehende Quellen besser auszubeuten. Die Experten der Börse am Sonntag zitieren Manfred Kastner, den Vorstandsvorsitzenden des Öl- und Gasfeld-Dienstleistungsunternehmens, wonach die vergleichsweise milden Temperaturen in Westsibirien, die allgemein starke Nachfrage und der im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 92.000 Euro gestiegene durchschnittliche Umsatz je Auftrag zu dem jüngsten Erfolg maßgeblich beigetragen haben. So legten die Erlöse in dem üblicherweise schwachen Auftaktquartal um 23,5 Prozent auf 75,3 Millionen Euro zu, das EBITDA um 61,4 Prozent auf fast 14 Millionen Euro und das Nettoergebnis verbesserte sich von minus einer auf plus 2,5 Millionen Euro. C.A.T. Oil hat neun herkömmliche Bohrtürme gekauft, mit denen waagerecht, senkrecht und schräg nach Öl und Gas gebohrt werden kann. Die Kapazitäten sind bereits vermarktet und sollen in diesem Jahr erste Ergebnisbeiträge liefern. Der Vorstand möchte zudem bald die Unsicherheiten der Anleger bezüglich der Entwicklung der Gewinnspannen ausräumen. Demnächst sind demnach gute Nachrichten aus dem Unternehmen zu erwarten.
Risikobereite Anleger sollten deshalb die Aktie mit einem Stoppkurs bei vier Euro kaufen. Wer es noch risikovoller mag, der sollte beim endlos laufenden Long-Zertifikat (WKN TB7 9JA) von HSBC Trinkaus auf C.A.T. Oil einsteigen. Der Schein ist mit einer Basis bei 3,78 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 4,16 Euro und einem Hebel von derzeit knapp 4 ausgestattet. Noch etwas gewagter ist das ebenfalls open end aufgelegte Long-Zertifikat (WKN TB3 4VY) desselben Emittenten. Dieses Papier weist einen Basispreis von rund 4,32 Euro, einer Totalverlust-Schwelle bei 4,75 Euro und einen Hebel von aktuell 6,5 auf. Wer auf sinkende Aktienkurse setzen möchte, sollte das wiederum endlos laufende Short-Zertifikat (WKN TB6 540) wiederum desselben Emittenten kaufen. Dieser Schein weist eine Basis bei 7,18 Euro, eine Knock-out-Schwelle bei 6,64 Euro und einen Hebel von derzeit 2,1 auf.
Änderung im Musterdepot der Platow Börse:
Im Musterportfolio sind die 5.400 Anteile von H&R mit einem Verlust von 15 Prozent zu 13,365 Euro ausgestoppt worden.
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