Werner Sperber
Der Rohstoff-Report findet es süß, wenn der Zuckerpreis sinkt. TradeCentre möchte mit Impreglon die Ernte einfahren. Der Austria Börsenbrief geht davon aus, dass Kapsch TrafficCom weiter auf einem guten Weg ist. Focus Money steht wegen CEZ unter Strom. Zertifikate-Kompakt möchte sich gegen die Inflation absichern. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Rohstoff-Report erinnern daran, dass das pound Zucker Anfang Februar mit 36,08 US-Cent den höchsten Preis seit Anfang der 1980er Jahre erreicht hat (Future auf Zucker im Endloskontrakt Kürzel: SB, ISIN: XC0002272240). Seither sinkt der Kurs und dieser Trend dürfte anhalten. Nachdem die Unterstützung bei 25,56 Cent unterschritten worden ist, wurde ein neues Verkaufsignal erzeugt. Das Ziel der laufenden Abwärtsbewegung liegt bei 22,49 bis 22,00 Cent. Darunter befindet sich bei 19,73 Cent die nächste, markante Unterstützung. Sollte der Zuckerpreis jedoch die Hürde bei 28,60 Cent überwinden, wäre der Abwärtstrend gebrochen und das Kursziel beliefe sich auf 36,08 Cent beziehungsweise sogar die 44,80 Cent aus dem Jahr 1980.

TradeCentre: Impreglon soll das Depot veredeln
Die Experten des TradeCentre erklären, Impreglon veredelt Oberflächen, indem Beschichtungen mit besonderen Eigenschaften auf Bauteile von Automobilen, Maschinen und industriellen Produktionsanlagen aufgebracht werden. Vor der Rezession hat das Unternehmen massiv Kapazitäten aufgebaut und die Zahlen haben danach entsprechend gelitten. Aktuell werden diese Kapazitäten zu rund 80 Prozent ausgelastet, wie Vorstandsvorsitzender Henning Claassen im Interview erläuterte. Weiter sagte er: "Das erste Quartal war sehr stark und wir konnten neue Rekordwerte erzielen. Mit diesem Quartal ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht und ich erwarte im weiteren Jahresverlauf zumindest ein weiteres Rekordquartal." In diesem Auftaktquartal setzte Impreglon 18,2 Millionen Euro um. Das sind 47 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das EBIT hat sich auf knapp 2,4 Millionen Euro mehr als verdoppelt und die EBIT-Marge erreichte mit 13,1 Prozent wieder einstige Spitzenwerte. Der Gewinn erhöhte sich um 131 Prozent auf 1,5 Millionen Euro. Der März war der bislang stärkste Monat der Firmengeschichte und Claassen versichert: "Die hohe Nachfrage setzt sich im April fort. Der Auftragseingang ist sehr stark und ich sehe derzeit keine Anzeichen einer Abschwächung." Für das Gesamtjahr 2011 ist das Management bislang von Erlösen von 70 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von zehn Prozent ausgegangen. Nun erwartet es Umsätze von mindestens 73 Millionen Euro bei einer operativen Gewinnspanne von zwölf Prozent. Die Experten schätzen den Gewinn auf wenigstens 5,4 Millionen Euro beziehungsweise 0,70 Euro pro Aktie. Im kommenden Jahr geht Claassen von einem 20-prozentigen Wachstum aus. Dazu kommen noch die Umsätze von möglichen Zukäufen im Jahr 2011. Impreglon will sich in den USA verstärken und beobachtet nach Aussagen des Unternehmenslenkers zwei Firmen intensiv. Insgesamt schätzten die Experten das KGV für die Jahre 2011 und 2012 auf 14 beziehungsweise knapp 10, was einer sehr günstigen Bewertung für die kaufenswerte Aktie entspricht.
Der Austria Börsenbrief: Einsteigen in den Wachstumszug Kapsch TrafficCom
Die Experten des Austria Börsenbriefes gehen davon aus, dass nun ein günstiger Zeitpunkt ist, um bei dem Wachstumswert Kapsch TrafficCom einzusteigen. Der Aktienkurs hat sich zwar noch nicht ganz von dem seit Dezember 2010 gültigen Abwärtstrend lösen können, ist jedoch auf dem besten Weg dazu. Die Notierung ist charttechnisch nicht mehr über-kauft und nähert sich der 200-Tage-Linie. In Kürze sollte der Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden. Die Analysten der Berenberg Bank stufen die Aktie in einer Ersteinschätzung mit "Buy" ein und geben das Kursziel mit 74 Euro an. Die Analysten der Erste Group Research bleiben bei ihrer Kaufempfehlung und sehen den "fairen Wert" bei 84 Euro.
Focus Money: CEZ will gewinne mit Kernkraft, Kohle und erneuerbaren Energien
CEZ, das größte Energieversorgungsunternehmen Tschechiens, betreibt das Atomkraftwerk in Temelin nun sogar bis zum Jahr 2025 und auch das zweite Kernkraftwerk läuft weiter. In den nächsten fünf Jahren möchte CEZ auch in den Kapazitätsausbau von klassischen Kraftwerken, wie etwa Kohle-Kraftwerke, und erneuerbaren Energien investieren. Die Experten von Focus Money schätzen den Gewinn je Aktie für die Jahre 2011 und 2012 auf 3,25 Euro respektive 3,39 Euro, was KGVs von jeweils 11 entspräche. Die Experten raten zum Einstieg bis zu Kursen von 39,80 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 32 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Manuel Hölzle, Verantwortlicher für das Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money, hat 6.000 Anteilscheine von Cinemaxx zu 3,06 Euro aufgenommen. Gerhard Martin, zuständig für das Musterdepot der DAB Bank, möchte 120 Anteilscheine des börsennotierten Index-Fonds (ETF, WKN DBX 1DS) auf den Short-DAX einbuchen.
Zertifikate-Kompakt: Kampf der Inflation
Die europäische Statistikbehörde Eurostat schätzt die Inflationsraten für den Monat März auf 2,6 Prozent, nachdem die Teuerungsrate im Februar noch 2,4 Prozent betragen hat. Die Experten von Zertifikate-Kompakt raten Anlegern, welche sich gegen eine hohe Inflation absichern wollen, die am 19. Mai 2017 fällige Anleihe 5 (WKN CS8 AG2) der Credit Suisse bis zum Freitag, 13. Mai, zu zeichnen. Der Ausgabeaufschlag beträgt 1,5 Prozent. Die Anleihe bezieht sich auf den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone ohne Tabak. Am Ende der sechsjährigen Laufzeit zahlt die Bank 100 Prozent des Nominalbetrages zurück. Neben dem Inflationsschutz bis zu einer Teuerung von 5,5 Prozent pro anno garantiert die Anleihe einen Zins-Kupon von mindestens 3,0 Prozent. Der jährliche Zinskupon beträgt also mindestens drei Prozent, richtet sich allerdings nach dem prozentualen Anstieg des HVPI ohne Tabak im Februar im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat bis zur Obergrenze von 5,5 Prozent.
Änderungen im Musterdepot des Strategie-Report:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen 5.500 Euro verwenden, um Long-Zertifikate (WKN UB6 XQB) auf die Allianz einzubuchen und 6.500 Euro für Long-Zertifikate (WKN BN8 RFY) auf International Business Machines (IBM).
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