Werner Sperber
Der Aktionärsbrief beschäftigt sich wacker mit dem "Bullen der Woche" und dem "Parkettgeflüster" und somit mit Baugeräten und Chemie. Aktien-Strategie ist nur von der "verflixten Charttechnik" bei Joyou etwas verunsichert. Börse.de geht davon aus, dass es auch in den nächsten fünf Jahren bei Fuchs Petrolub flutscht. Börse Online erwartet, dass die Aktie von Adidas wie ein Puma zum Sprung ansetzt. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Aktionärsbriefes erklären, Wacker Neuson wird völlig unterschätzt. Der "Bulle der Woche" stellt Baumaschinen und Baugeräte her, wobei das Geschäft nach der Rezession wieder gut anläuft. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 355 Millionen Euro und im zweiten Quartal um 31,2 Prozent. Die Wachstums-Dynamik nimmt also deutlich zu. Zudem verdiente Wacker Neuson 5,2 Millionen Euro und schaffte damit den Turnaround. Der Vorstand erhöhte daraufhin die Prognose und erwartet nun im Gesamtjahr 2010 einen Erlöszuwachs von wenigstens zehn Prozent und eine operative Marge vor Abschreibungen von mindestens neun Prozent. Die Experten schätzen, dass der Vorstand die Prognose wieder anhebt, wenn er am 12. November die Zahlen für das dritte Quartal präsentiert. Dass Wacker Neuson eine auf 20 Jahre angelegte Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Baumaschinenhersteller Caterpillar vereinbart hat, gilt zum einen als "Ritterschlag" und zum anderen schätzen Branchenkenner, dass der Branchenprimus mittelfristig eine Übernahme von Wacker Neuson planen könnte. Bilanziell ist der nettobankschuldenfreie Konzern mit einer Eigenkapitalquote von fast 80 Prozent kerngesund. Der Buchwert beträgt 11,70 Euro je Aktie und der Gewinn je Anteilschein sollte bis zum Jahr 2012 wieder deutlich höher als ein Euro liegen. Der "faire Wert" der Aktie beläuft sich demnach auf mindestens 14 Euro und der Stoppkurs sollte bei 9,15 Euro gesetzt werden.
"Parkettgeflüster": Operativ läuft das Geschäft von Wacker Chemie glänzend. Gerüchten zufolge hat ein Wettbewerber großes Interesse daran, Wacker Chemie zu übernehmen, wobei es schon im Sommer entsprechende Spekulationen gab. Nun sollen die Verhandlungen schon sehr weit fortgeschritten sein, wobei ein Einstieg zunächst wohl nur über die Familie Wacker möglich ist, die 55 Prozent der Aktien hält. Den Gerüchten zufolge soll die Familie bereit sein, zu 165 Euro je Anteilschein zu verkaufen.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Im spekulativ ausgerichteten Musterportfolio sind die 4.000 Anteilscheine von Muehlhan zum Einstandskurs von 2,78 Euro ausgestoppt worden. Nun wollen die Verantwortlichen die 1.200 Aktien von Cenit ausbuchen. Zudem sollen 1.000 Papiere von Wacker Neuson aufgenommen werden. Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot wollen 70 Anteilscheine von Siemens einbuchen.

Aktien-Strategie: Bei Joyou ist alles super, nur der Chart nicht ganz
Joyou hat den für die Experten von Aktien-Strategie nicht nachzuvollziehenden Kursturz nach den Zweitquartalszahlen zwischenzeitlich zum Großteil wieder aufgeholt. Die Charttechnik lässt aber nicht erkennen, ob es sich um eine kurzfristige Erholung handelt oder um eine Trendwende. Das hohe Handelsvolumen spricht allerdings dafür, dass in den vergangenen Tagen ein paar "größere" Investoren eingestiegen sind. Das wäre sinnvoll, denn der Konzern ist gut aufgestellt und die Bewertung mit einem KGV von 12 für das laufende und einer Kurs-Gewinn-Vielfachen von 10 für das kommende Jahr ist extrem günstig.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Wolfgang Braun, Verantwortlicher für das Musterportfolio, hat 600 Anteilscheine von SMT Scharf zu 12,55 Euro aufgenommen und bei 10,70 Euro abgesichert.
Börse.de: Fuchs Petrolub legt im Jahr 30 Prozent zu
Fuchs Petrolub hat sich seit der Gründung vor 79 Jahren zum weltgrößten von Ölkonzernen unabhängigen Schmierstoffspezialisten entwickelt. Die Produktpalette umfasst mittlerweile mehrere tausend Öle und Schmierfette, die in Autos, im Maschinen- und Bergbau genauso wie in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen. Insbesondere dank der anziehenden Nachfrage aus den Schwellenländern laufen die Geschäfte nach Ansicht der Experten von Börse.de wieder sehr gut. Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 701 Millionen Euro. Der Gewinn verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 86,5 Millionen Euro. Der Kurs der Vorzugsaktie erhöhte sich seit dem Jahr 2000 um jährlich durchschnittlich 28 Prozent und das bei einem moderaten Risiko und einer hohen Stetigkeit. Zudem hat der Konzern mit Sitz in Mannheim die Dividende seit Jahren kontinuierlich angehoben. Die Dividendenrendite beträgt aktuell 2,1 Prozent. Aufgrund eines erzeugten Kaufsignals raten die Experten zum Einstieg mit einem Kursziel von 250 Euro bis zum Jahr 2015.
Börse Online: Adidas ist auf dem Sprung
Sobald sich der Aktienkurs von Adidas der Marke von 44 Euro genähert hat, ist es seit Juni zu Verkäufen gekommen. Auch jetzt streben die Notierungen diesem Widerstand zu, doch diesmal erwarten die Experten von Börse Online den Ausbruch. Denn die charttechnischen Unterstützungen der Aufwärtstrendlinie seit Februar sowie der 200-Tagelinie stiegen mit nach oben auf Werte von nun 39,75 bis 40,15 Euro. Deshalb sollte die Aktie mit einem Kursziel von 50 Euro und einem Stoppkurs bei 39,75 Euro gekauft werden.
Änderungen in einem Musterdepot von Börse Online:
Die Verantwortlichen für das Trend-Musterportfolio haben 2.500 Anteilscheine von QSC zu 1,64 Euro aufgenommen und bei 1,39 Euro abgesichert. Zudem haben sie 1.500 Capped Call-Optionsscheine (WKN BN5 MFT) auf E.on zu 2,18 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 1,89 Euro gesetzt.
Änderung im Musterdepot des Chart Trader:
Die 181 Anteilscheine der Deutschen Bank sind mit einem Verlust von neun Prozent zu 46,10 Euro ausgestoppt worden.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.