Werner Sperber
TradeCentre kürt Volkswagen zum "Aktienbullen der Woche". Der Zertifikate + Optionsscheine Trader setzt auf die Commerzbank und hat zwei passende Derivate parat. Der Austria Börsenbrief sieht Kurspotenzial bei KHD Humboldt. Der Strategie-Report glaubt an eine andauernde Stärke des Dow Jones. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von TradeCentre erklären, Volkswagen sei dem Ziel einen großen Schritt näher gekommen, der weltgrößte Automobilkonzern zu werden: Im ersten Quartal 2011 verkaufte Volkswagen erstmals mehr Fahrzeuge als der Branchenführer Toyota Motor. Das ursprüngliche Ziel des VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn könnte also sieben Jahre früher wahr werden als geplant. Bislang erwartete Winterkorn, die Weltspitze im Jahr 2018 zu erreichen. Mit einem äußerst günstigen KGV von 9 für das laufende Jahr ergibt sich für den "Aktienbullen der Woche" ein Kurspotenzial von 30 Prozent. Das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen beträgt demnach 170 Euro.

Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: Sympathy for the Commerzbank
Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Traders verweisen darauf, dass die Commerzbank wieder für positive Schlagzeilen sorgt. Das Ergebnis für das vergangene Geschäftsjahr ist besser ausgefallen als erwartet. Zudem bekundete der Vorstand den Willen, die Staatshilfen bald zurück zu zahlen. Das hat der Commerzbank vorübergehend Sympathien eingebracht. Mit ersten Informationen zur geplanten Kapitalerhöhung stürzte der Aktienkurs ab. Bei 4,25 Euro bildete sich ein Boden. Wenn der Handel nach der Ausgabe der neuen Aktien Ende Mai normal weitergeht, dürfte sich die Notierung langfristig erholen. Deshalb raten die Experten risikobereiten Anlegern zum Kauf des am 17. August fälligen Call-Optionsscheines (WKN CK0 9NW) der Commerzbank auf die Commerzbank. Der Schein ist mit einer Basis von 4,30 Euro und einem Hebel von derzeit 10,6 ausgestattet. Pessimisten sollten bei dem am 14. September auslaufenden Put-Optionsschein (WKN CM9 QKE) desselben Emittenten einsteigen. Dieser Schein weist eine Basis von 4,50 Euro und einen Hebel von aktuell 9,3 auf.
Der Austria Börsenbrief: Das KHD-Humboldt-Geschäft ist gratis
Ein Kurs von 7,20 Euro für die Aktie von KHD Humboldt entspricht nach Angaben der Experten des Austria Börsenbriefes in etwa dem Netto-Bargeldbestand des Unternehmens pro Anteilschein. Das operative Geschäft ist somit quasi gratis. Bei begrenzten Abwärtsrisiken eröffnet das langfristig orientierten Anlegern ein Kurspotenzial von rund 50 Prozent, also Notierungen von etwa elf Euro. Zudem spricht ein möglicher Aufstieg in den SDAX für den Einstieg. KHD Humboldt erreicht mit einem Börsenwert von zirka 360 Millionen Euro eine höhere Marktkapitalisierung als diejenige der 20 kleinsten SDAX-Unternehmen. Zudem werden die Anteilscheine sehr rege gehandelt.
Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das international ausgerichtete Musterportfolio wollen 2.500 Anteilscheine von KHD Humboldt zu höchstens 7,25 Euro aufnehmen.
Der Strategie-Report: Dow Jones mit Risikopuffer
Der Dow Jones präsentiert sich derzeit sehr stark. Jüngst hat der US-amerikanische Leitindex den Widerstand bei 12.450 Punkten klar überwunden. Allerdings ist nach Ansicht der Experten des Strategie-Reports jederzeit auch zumindest ein kleiner Rücksetzer möglich. Charttechnisch begrenzt die obere Aufwärtstrendkanallinie bei derzeit 13.000 Zählern den weiteren Anstieg. Spätestens dann droht eine Korrektur. Ein Bruch des Aufwärtstrends ist allerdings erst bei einem Schlusskurs von weniger als 12.450 Punkten wahrscheinlich. Die Experten raten vor diesem Hintergrund zum Kauf des am 22. Juni 2012 fälligen Discountzertifikat (WKN BC1 G3V) der Barclays Bank auf den Dow Jones. Das Papier weist ein Cap von 12.000 Punkten auf, das heißt, die Bank zahlt höchstens 120 Euro an den Anleger zurück. Daraus errechnet sich momentan eine maximale Rendite von 8,15 Prozent beziehungsweise 7,25 auf ein Jahr gerechnet.
Änderungen im Musterdepot des Strategie-Report:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 5.188 Long-Zertifikate (WKN UB6 XQB) auf die Allianz zu 1,06 Euro aufgenommen und bei 0,78 Euro abgesichert sowie 4.012 Long-Zertifikate (WKN BN8 RFY) auf International Business Machines (IBM) zu 1,62 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 1,25 Euro gesetzt.
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