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Börsenwelt Presseschau: Verbund, Seven Principles, Solar Millennium, Kontron und Las Vegas Sands unter der Lupe

Werner Sperber

Der Zertifikate und Optionsscheine Trader hat sich Schulter-Kopf-Schulter in den Verbund verliebt und bietet ein passendes Derivat. CdC Aktiensnapshot findet Seven Principles anch der Restrukturierung wieder interessant. TradeCentre kürt Solar Millennium zum "Aktienbullen der Woche". Der Anlegerbrief performaxx bescheinigt Kontron Stabilität in der Weltwirtschaftskrise und Wachstumspotenzial. Trade24 setzt auf Las Vegas Sands.

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Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader erkennen im Aktienchart der  Österreichischen Elektrizitätswirtschafts AG (Verbundgesellschaft) eine sich bildende inverse, also sich umkehrende, Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS). Das sich daraus ableiten lassende Kursziel beträgt mindestens 36,30 Euro. Auch der MACD-Indikator könnte in Kürze ein Kaufsignal liefern. Mit einem Stoppkurs bei 27,70 Euro bietet sich also der Einstieg an. Kurzfristig orientierte und risikobereite Anleger sollten mit dem endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DB7 EU6) der Deutschen Bank auf den Verbund auf einen Anstieg bis zur Nackenlinie der umgekehrten SKS-Formation bei  31,97 Euro spekulieren. Der Schein ist mit einer Basis bei 22,54 Euro, einer Knock-Out-Schwelle bei 24,75 Euro und einem Hebel von derzeit 3,8 ausgestattet.

Der CdC Aktiensnapshot: Nach dem Umbau ist 7P wieder interessant               

Der Vorstand von Seven Principles (7P) positioniert die Firma neu als Unternehmensberatung mit dem Fokus auf Informationstechnologie. Dabei deckt 7P die Bereiche Organisation und Prozesse, Produkt- und Projektmanagement, SAP-Beratung, Enterprise Application Integration sowie Test- und Qualitätsmanagement ab. Die Experten des CdC Aktiensnapshot gehen davon aus, dass 7P sich nach der strategischen Neuausrichtung auf einem guten Weg befindet und gegen den Markttrend ohne Zukäufe wachsen kann. Wenn der IT-Markt wieder wächst, dürfte sich die Profitabilität von 7P stabilisieren. Der Konzern ist in der Vergangenheit sowohl organisch als auch durch verschiedene Akquisitionen stark gewachsen, was im Jahr 2007 eine umfassende organisatorische und auch strategische Neuausrichtung erforderlich machte. Im Jahr 2008 gelang der Turnaround und in den ersten neun Monaten 2009 stieg der Umsatz um 12,4 Prozent auf 49,1 Millionen Euro. Das EBITDA verringerte sich im Jahresvergleich allerdings aufgrund eines derzeit hohen Anteils von eingekauften Dienstleistungen um 16,7 Prozent auf 1,5 Millionen Euro. Der Nettogewinn sank um 20 Prozent auf 0,8 Millionen Euro. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr Erlöse von mehr als 63 Millionen Euro und ein EBITDA von 2,5 Millionen Euro.

TradeCentre: Kursrutsch bietet die Einstiegschance bei Solar Millennium              

Die Aktie von Solar Millennium hat in den vergangenen Wochen rund 40 Prozent an Wert verloren, nachdem die Zeitung "Wirtschaftswoche" dem Konzern "kreative Buchführung" vorgeworfen hatte. Die Experten von TradeCentre sehen in diesem Kursverlust eine gute Einstiegsmöglichkeit für all diejenigen, die bislang keine Aktien des Solarthermie-Unternehmens gekauft hatten. Denn der Kursverlauf hängt von künftigen Erfolgen der Solarthermie-Projekte ab. Dabei haben die US-Behörden den Standort in Nevada mit dem Status "fast track" besetzt, was ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren ermöglicht. Wenn Solar Millenium vor Dezember 2010 mit dem Bau beginnen kann, profitiert das Projekt von Steuererleichterungen von bis zu 30 Prozent, die mit dem US-Konjunkturprogramm beschlossen worden sind. Wenn die Behörden die Genehmigungen erteilen, kann Solar Millennium bis zu neun Solarthermie-Kraftwerke in den USA bauen, was die Aktie für risikobereite Anleger sehr reizvoll macht.

Der Anlegerbrief performaxx: Kontron ist ein solides, attraktives Investment 

Selbst die aktuelle Wirtschaftskrise wirft das Hightechunternehmen Kontron nach Ansicht der Experten des Anlegerbriefes performaxx nicht aus der Bahn. Der Hersteller sogenannter Embedded Computer Systems, also spezieller Computersysteme, die zwar auf Standard-PC-Komponenten basieren, aber für einen genau definierten Funktionsumfang des Kunden entwickelt und angepasst werden, weist volle Auftragsbücher und eine solide Bilanz vor. Zum 30. September stieg der Auftragsbestand um fünf Prozent auf den Rekordwert von 315 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund für die gute Auftragslage sind die extrem vielfältigen Anwendungsgebiete für die Kontron-Produkte, sei es in Schweißrobotern, Herzschrittmachern, Mobiltelefonen oder Windrädern. Dabei ist keine Branche wirklich dominant. Wichtigste Absatzmärkte sind mit jeweils rund 20 Prozent Umsatzanteil die Industrieautomation, Telekommunikation und Infotainment. Jeweils zirka zehn Prozent steuern die Energieversorgung, die öffentliche Hand, die Transportindustrie und die Medizintechnik zu den Erlösen von Kontron bei. Eine ähnlich gute Diversifikation hat Kontron auch in der geografischen Aufteilung der Märkte erreicht: Etwa 40 Prozent der Einnahmen stammen aus Europa, jeweils 30 Prozent aus den Schwellenländern und Amerika. Dabei sind die teils heftigen Schwankungen der US-Währung kein nennenswertes Problem für Kontron, da der in Eching bei München ansässige Konzern ein Großteil des Einkaufs in Dollar abwickelt. Ebenfalls zum 30. September 2009 wies Kontron ein Eigenkapital von 325 Millionen Euro und eine Eigenkapitalquote von 73 Prozent aus. Bei Bankschulden von 23 Millionen Euro beliefen sich die flüssigen Mittel auf 80 Millionen Euro. Bei dieser finanziellen Ausstattung will Kontron weitere Firmen zukaufen, um auch so weiter zu wachsen. Gerade die Rezession eröffnet nach Meinung des Managements dafür attraktive Gelegenheiten. Im Jahr 2009 ist der Umsatz aufgrund eines starken vierten Quartals nur auf 465 Millionen Euro gesunken. Vorstandsvorsitzender Ulrich Gehrmann ist mit Analystenschätzungen einverstanden, die von einem Rückgang des EBITs um ein Drittel auf 32 Millionen Euro ausgehen. Dass Kontron im Jahr 2010 wieder wachsen dürfte, deuten auch die sogenannten Design-Wins an. Darunter werden rechtlich bindende Vorverträge mit Kunden verstanden, die sich bereits für die Kontron-Lösung entschieden haben, aber bei denen Abnahmemenge und -zeitpunkt noch nicht genau feststehen. Bis zum Sticktag 30. September erreichte Kontron 326 Design-Wins, wobei der vorsichtig geschätzte Auftragswert daraus im Jahresvergleich um 19 Prozent  auf 287 Millionen Euro gestiegen ist. Die Experten schätzen den Umsatz im "Übergangsjahr" 2010 auf 500 Millionen Euro und den Gewinn je Aktie auf 0,54 Euro, was einem angemessenen KGV von 15 entspräche. Mittelfristig dürfte Kontron aber den Umsatz wieder um durchschnittlich zehn bis 15 Prozent steigern, womit sich für die Experten Kurse von rund zwölf Euro rechtfertigen lassen. Kontron dürfte am nächsten Wachstumsschub der Brache überproportional teilhaben.

Trade24.de:  Der Aktienkurs von Las Vegas Sands dürfte weiter steigen

Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Las Vegas Sands als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 16,40 Dollar gesetzt werden.

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