Börsenwelt Presseschau: Update Software, Burberry, Tognum, Lennar, Lexmark und andere unter der Lupe
Der BetaFaktor empfiehlt Tradern und "Fundamentalisten" bei Update Software einzusteigen. Die Platow Börse gönnt sich den Luxus, Burberry zu empfehlen. Focus Money will die Dieselmotoren der Tognum-Aktie für sich arbeiten lassen. Die Actien-Börse Daily wechselt vom US-Gewerbeimmobilienmarkt mit Lennar in den Privatimmobiliensektor. Trade24 setzt auf Lexmark. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des BetaFaktor verweisen darauf, dass die Aktie von Update Software eine der wenigen ist, welche im Jahr 2009 nicht zugelegt hat. Im ersten Halbjahr rutschte das Unternehmen überraschend in die Verlustzone und erst im dritten Quartal verdiente Update Software wieder 0,05 Euro je Aktie. Nachdem der Vorstand angekündigt hatte, im zweiten Halbjahr zwei Millionen Euro an Personal- und Sachkosten sparen zu wollen, gehen Analysten auch für das vierte Quartal von einem ansehnlichen Gewinn aus. Die Einsparungen sollen im Jahr 2010 die Kosten um vier Millionen Euro senken. Die Experten berufen sich auf "gewöhnlich gut unterrichtete Kreise", welche davon ausgehen, dass die vorläufigen Zahlen für 2009, die am Donnerstag vorgestellt werden sollen, verhältnismäßig gut ausfallen. Der Vorstand würde zudem "strategische Veränderungen" beziehungsweise eine Art "Neuausrichtung" ankündigen, welche sich "positiv auf die Ergebnisse" auswirken soll. Die Experten betrachten die Aktie von Update Software als unterbewertet, denn die flüssigen Mittel des Konzerns betragen fast 1,20 Euro je Aktie, die Verlustvorträge von mindestens 60 Millionen Euro ergäben bei einem angenommenen Körperschaftssteuersatz von 25 Prozent 1,40 Euro je Anteilschein und der Buchwert liegt bei rund 3,40 Euro je Aktie.

Die Platow Börse: Burberry gibt sich die Ehre kaufenswert zu sein
Nachdem während der Weltwirtschaftskrise Luxusgüter eher zurückhaltend gekauft worden sind, scheint dieser Markt nach Ansicht der Experten der Platow Börse langsam wieder attraktiv zu werden. Die beiden Schmuck-Konzerne Richemont und Tiffany haben bereits gute Zahlen und positive Prognosen vorgestellt. Die britische Traditionsmarke Burberry zog nun nach, wobei der Modekonzern von der Rezession ohnehin nicht so stark betroffen war. In den ersten neun Monaten des Ende März ablaufenden Geschäftsjahres 2009/10 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 952 Millionen Britische Pfund. Vorstandsvorsitzende Angela Ahrendts erwartet für das kommende Fiskalquartal 2010/11 einen Anstieg der Erlöse um sechs Prozent auf 1,3 Milliarden Pfund und ein Gewinnwachstum von 13 Prozent auf 36,08 Pence je Aktie. Nach einem Kursanstieg von 185 Prozent seit März 2009 beträgt das KGV für das Geschäftsjahr 2010/11 zwar bereits 17, was aber immer noch etwas weniger ist als der Branchendurchschnitt. Da auch die Bilanz mit einem Nettovermögen von 56 Millionen Pfund und einer Eigenkapitalquote von 52 Prozent solide ist, raten die Experten mit einem Stoppkurs bei 480 Pence zum Einstieg.
Focus Money: Tognum wirft den Winter-Diesel an
Tognum baut große Dieselmotoren und Antriebssysteme für Schienenfahrzeuge, Schiffe, Landfahrzeuge oder Energieanlagen, doch in den ersten neun Monaten fehlte dem Konzern der Auftragsmotor. Im Jahresvergleich sank der Wert der Bestellungen um fast 30 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro und der Umsatz um rund 23 Prozent auf ebenfalls 1,76 Milliarden Euro. Die Experten von Focus Money zitieren Dirk Nettling, Analyst der Commerzbank, der erklärt, dass Tognum im vierten Quartal hohe Rechnungen insbesondere im margenstarken Segment Marine geschrieben hat. Die Refinanzierung von Tognum sei bis zur Mitte des Jahres 2013 zu sehr günstigen Bedingungen gesichert. Zudem könnten sich die Kunden des Konzerns früher als gesetzlich vorgeschrieben emissionsärmere Antriebe kaufen, um beispielsweise von Steuervorteilen zu profitieren. Das wiederum würde das Geschäft von Tognum ankurbeln. Schließlich hat Tognum mit einem ersten Auftrag für ein Notstromaggregat für ein Atomkraftwerk auch den Eintritt in den russischen Markt geschafft. Charttechnisch hat die Aktie den Abwärtstrend seit dem Börsengang 2007 in der Mitte des Jahres 2009 überwunden. Seit Anfang 2009 ist ein Aufwärtstrend gültig. Die nächste Hürde liegt bei 14 Euro. Bei dem von Analysten geschätzten durchschnittlichen Wachstum von 12,5 Prozent jährlich beträgt auch der "faire Wert" 13,94 Euro, liegt also beinahe am technischen Widerstand. Der Stoppkurs sollte bei elf Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Uwe Zimmer, im Börsenspiel von Focus Money verantwortlich für das Musterportfolio der Meridio AG, will seine 400 ADRs von E.on sowie seine 600 Aktien von Oracle ausbuchen. Eberhard Rohe, zuständig für das Musterdepot der DAB Bank, hat seine 8.000 Titel von Advanced Inflight Alliance mit einem Gewinn von zwei Prozent zu 2,32 Euro ausgebucht. Dafür hat er 425 Papiere von Heineken zu 36 Euro aufgenommen. Manuel Hölzle verwaltet das Musterportfolio der GBC AG und hat seine 4.500 Anteilscheine von GWB Immobilien mit einem Gewinn von 20 Prozent zu 2,16 Euro ausgebucht. Dafür hat er 5.000 Aktien von Softline zu 1,59 Euro eingebucht. Zudem möchte Hölzle weitere 800 Papiere von HanseYachts zu höchstens 6,40 Euro einbuchen.
Die Actien-Börse Daily: Mit Lennar spekulativ in den US-Privatimmobilien-Markt
Nach Ansicht der Experten der Actien-Börse Daily sind die Zahlen für den US-amerikanischen Immobilienmarkt eine Enttäuschung. Tatsächlich seien sie sehr schwer zu interpretieren. Denn das Auslaufen der staatlichen Förderungen führt jetzt zu einem ähnlichen Rückschlag für den Immobilienmarkt, wie das Auslaufen der Abwrackprämie im Automobilsektor. Die Verkaufszahlen bestehender Eigenheime sind deutlich gesunken, allerdings sind die Preise gestiegen. Die Experten begründen das mit der Schwemme an gebrauchten Immobilien, die von den Banken auf den Markt geworfen werden, welche die Häuser wiederum aus Zwangsversteigerungen oder sonstigen Übernahmen erhalten haben. Die Banken verramschen diese Häuser, deren Bestand auf rund drei Millionen Stück geschätzt wird, während es üblicherweise nur 1,5 Millionen sind. Der Abbau dieses Überhangs wird dauern. Die Redakteure der Börsenpublikation erklären, dass die Analysten für sämtliche US-Baukonzerne von Privathäusern ein ausgeglichenes oder positives Ergebnis für 2010 erwarten. Die Zeit riesiger Verlust scheint vorüber. Das muss zwar noch bewiesen werden, doch die Börse nimmt solche Entwicklungen voraus. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, darüber nachzudenken vom gut gelaufenen Gewerbeimmobilienmarkt in den Markt für private Eigenheime zu wechseln, wobei die Experten die Aktie des Baukonzerns Lennar als Beispiel für ein Investment anführen.
Trade24.de: Der Aktienkurs von Lexmark dürfte weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Lexmark als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 26,65 Dollar gesetzt werden.
Änderungen im Millionendepot:
Gerd Weger, Verantwortlicher für Das Millionendepot, hat seine 7.939 Anteilscheine von Convisual mit einem Verlust von 18 Prozent zu rund 3,45 Euro ausgebucht. Zudem hat er 2.202 seiner vorher noch 2.500 Aktien von Eckert & Ziegler mit einem Gewinn von neun Prozent zu zirka 21,13 Euro aus dem Depot genommen. Bei Convisual sei der charttechnische Ausbruch in der allgemeinen Marktschwäche nicht nachhaltig gewesen. Bei 3,50 Euro befindet sch zwar eine Unterstützung, doch die könnte im derzeitigen Marktumfeld leicht unterboten werden, was zu Rücksetzern bis zur horizontalen Unterstützung bei drei Euro führen könnte. Die Aktie von Eckert & Ziegler bleibt mittel- und langfristig zwar sehr interessant, doch auch hier könnten in der derzeitigen Korrekturphase an den Börsen noch einmal Kaufkurse erreicht werden, die Weger nutzen möchte, um die Position wieder aufzustocken.
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