Egbert Prior, hat die 1.000 Aktien von Klöckner & Co und die 280 Anteilscheine von Fuchs Petrolub aus dem Musterportfolio ausgebucht. Dafür hat er 1.100 Aktien der GEA Group zu 14,34 Euro und 850 Anteilscheine von Eckert + Ziegler zu 19,22 Euro aufgenommen.
BetaFaktor: Vtion hat es vermasselt
Die Experten von BetaFaktor werten den Börsengang von Vtion Wireless Technology als Reinfall - trotz eines relativ guten Marktumfeldes. Der Aktienkurs fiel am ersten Handelstag unter das Niveau des Ausgabepreises von 10,75 Euro. Vtion ist in China einer der drei führenden Anbieter von Mobilfunkdatenkartenlösungen und der einzige Anbieter von internetbasierten Datenservices. Der in China gerade beginnende Boom im 3G-Bereich, also von UMTS und verwandten Technologien, dürfte ein starker Wachstumstreiber sein. 150 Mitarbeiter erarbeiteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 39,2 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 12,4 Millionen Euro. Ob die hohe Gewinnmarge von 31 Prozent nachhaltig erzielt werden kann, ist für die Experten fraglich. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres hat Vtion zwar schon beinahe den Umsatz des gesamten Jahres 2008 erreicht aber nur zehn Millionen Euro verdient. Der Vorstand prognostiziert für das Gesamtjahr 2009 einen Gewinn von rund 16 Millionen Euro, was bei einem aktuellen Börsenwert von zirka 165 Millionen Euro einem KGV von rund 10 entspricht. Sofern die gelieferten Zahlen ein realistisches Bild der Lage abliefern, ist die Aktie angesichts der Wachstumsstory sicher nicht teuer. Erfahrungsgemäß braucht ein Wert, der schnell unter das IPO-Niveau fällt, aber lange, um wieder darüber zu steigen. Die Experten raten deshalb erst zum Kauf, wenn der Aktienkurs entweder wieder höher liegt als der Ausgabepreis oder, wenn er noch weiter deutlich abgegeben hat.
Frankfurter Börsenbrief: Tognum kann Gas geben
Der Aktienkurs von Tognum hat sich seit dem Tief in diesem Jahr bereits verdoppelt, doch nach Ansicht der Experten des Frankfurter Börsenbriefes besteht langfristig noch immer deutliches Potenzial. Tognum ist eine regional breit aufgestellte Weltmarkt-Größe bei Großmotoren, Antriebssystemen und auch dezentralen Energieanlagen, die in Schiffen oder Land- und Schienenfahrzeugen verwendet werden. Der Vorstand erwartet für das laufende Jahr einen rezessionsbedingten Umsatzrückgang von 15 bis 20 Prozent. Die Kosten sollen um 100 Millionen Euro gesenkt werden, obwohl der Konzern in der Forschung und Entwicklung deutlich mehr ausgeben dürfte, denn Tognum zielt auf neue Geschäftsfelder ab. Der Fokus in der Unternehmensstrategie sind Förderanlagen für Öl und Erdgas. Dafür will das Unternehmen das Automobil-Geschäft, etwa mit Gelenkwellen, aufgeben. Die Experten halten die Aktie ab einem Kurs von 12,11 Euro mit einem Kursziel von 15 Euro für kaufenswert. Der Stoppkurs sollte bei 10,40 Euro gesetzt werden.
Platow Derivate: SAP bringt kurzfristig Short-Chancen
Die Experten von Platow Derivate halten die Aktie des Softwarekonzerns SAP langfristig für durchaus aussichtsreich. SAP zählt hinsichtlich Wachstumsaussichten, Risiken und Aktienbewertung nicht nur laut einer aktuellen Studie von Morgan Stanley zu den attraktivsten Werten der Softwarebranche. Das Unternehmen wird aus der aktuellen Krise, die laut Vorstandschef Leo Apotheker noch nicht beendet ist, wohl gestärkt hervorgehen. Doch bleibt natürlich auch der deutsche Marktführer von den Folgen der Rezession nicht gänzlich verschont. Probleme dürfte es vor allem bei der für das Startquartal 2010 geplanten Einführung der neuen Software „Business By Design“ geben. Es ist zu befürchten, dass sich genau dann die Anzeichen verdichten, dass es sich bei der aktuellen Konjunkturerholung noch nicht um eine nachhaltige Trendwende zu deutlich besseren Zeiten handelt. Das würde dann die Investitionsbereitschaft der SAP-Kunden spürbar bremsen. Kurzfristig jedoch ist die beachtliche relative Schwäche der Aktien in jüngster Zeit auffällig. Bei 33,65 Euro befindet sich ein charttechnischer Widerstand, den die Notierung auch diese Woche nicht überwinden konnte. Nun sollte die Aktie weiter an Wert verlieren, vielleicht bis an die massive Unterstützung bei 31,20 Euro. Die Experten raten deshalb zum endlos laufenden Wave-Put-Optionsschein (WKN DB8 RG4) der Deutschen Bank auf SAP. Der Stoppkurs sollte bei 0,33 Euro gesetzt werden, was einem Aktienkurs von zirka 34,62 Euro entspricht. Der Schein ist mit einer Basis bei 37,96 Euro, einer Knockout-Schwelle bei 36,10 Euro und einem Hebel von derzeit 6,6 ausgestattet.
Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben die Hälfte ihrer Bestände an Short-Positionen auf die Deutsche Postbank (Short-Zertifikat, WKN TB7 GS7) und Merck KGaA (Put, WKN DB6 LU3) mit Verlusten von 20 Prozent beziehungsweise 13 Prozent ausgebucht. Zwischenzeitlich haben die Verantwortlichen sich mit einer Wette auf sinkende Ölpreise verspekuliert. Das entsprechende Turbo-Bear-Zertifikat ist mit einem Verlust von 26 Prozent ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen haben zudem 750 Call-Optionsscheine (WKN DB6 6ZT) der Deutschen Bank auf das Währungspaar Euro/Japanischer Yen zu 9,96 Euro eingebucht. Zudem haben sie 15.000 Put-Optionsscheine (WKN DB8 RG4) der Deutschen Bank auf SAP zu 0,44 Euro aufgenommen.
Änderungen im Millionendepot:
Gerd Weger, Verantwortlicher für Das Millionendepot, hat 5.000 von ursprünglich 10.000 Anteilscheinen von Medigene sowie 2.169 von zuvor 3.669 Aktien von Vectron Systems ausgebucht und erwägt bei niedrigeren Kursen die Positionen wieder aufzustocken. Die Tradingposition von 5.000 KUKA-Aktien ist mit Verlust ausgebucht worden. Auch die Restpositionen von 15.000 Aktien von Constantin Medien, 1.000 Anteilscheinen von BayWa und 5.020 Titeln der Compugroup sind ausgebucht worden. Bei tieferen Kursen der Compugroup ist ein Neueinstieg möglich.
Änderungen im Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das langfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 2.500 Anteilscheine von Integralis zu 6,90 Euro mit einem Gewinn von 72,5 Prozent ausgebucht.