Börsenwelt Presseschau: Stada, Beiersdorf, Wacker Chemie, KTG Agrar, Oxford Industries und andere unter der Lupe
Die Prior Börse spekuliert auch auf eine Übernahme von Stada. Platow Derivate lobt den Chart von Beiersdorf und rät zu einem Zertifikat. Der Chart Trader erkennt charttechnische Chancen für Wacker Chemie und empfiehlt zudem ein Derivat. Fuchs Kapitalanlagen will bei KTG Agrar ernten, obwohl zwei Wermutstropfen bitter werden könnten. Trade24 setzt auf Oxford Industries. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Prior Börse erinnern daran, dass es seit vielen Jahren Übernahmespekulationen um Stada gibt. Doch dieses Mal könnte an den Gerüchten, der Hersteller von Nachahmermedikamenten könnte gekauft werden, mehr dran sein. Denn derzeit soll auch der Generikaproduzent Ratiopharm des verstorbenen Unternehmers Adolf Merckle verkauft werden. Zu den Interessenten gehören Beteiligungsgesellschaften, wie EQT, oder Pharmakonzerne, wie Pfizer. Wer bei Ratiopharm nicht zum Zug kommt, könnte auf die Idee kommen, Stada zu kaufen. Fundamental ist die Aktie von Stada noch immer ein Schnäppchen im Vergleich zu den Preisen, welche bei früheren Übernahmen für andere Generikahersteller gezahlt worden sind. Diese Vergleiche würden ein Kurspotenzial von 60 Prozent oder sogar mehr eröffnen. Zudem ist Stada nach einem aufgrund der Rezession und der Gesundheitsreform in Deutschland schwachen Start ins Jahr operativ wieder auf einem guten Weg und könnte im Jahr 2010 Rekordergebnisse erreichen.
Änderungen in den Musterdepots der Prior Börse:
Egbert Prior, Verantwortlicher für das Musterportfolio, will 350 Aktien von Stada aufnehmen.

Platow Derivate: Beiersdorf verhält sich mustergültig
Der Aktienkurs von Beiersdorf befindet sich seit Mitte August in einem Aufwärtstrend. Zwischenzeitliche Kursrücksetzer boten stets eine gute Einstiegschance, denn die Korrekturen endeten mustergültig an dieser Aufwärtstrendlinie. In dieser Woche konsolidierte der Kurs auf 44,40 Euro, wo sich die derzeit wichtige Unterstützung befindet. Insgesamt sieht der Chart für eine Long-Spekulation enorm vielversprechend aus. Deshalb empfehlen die Experten von Platow Derivate risikobereiten Anlegern das endlos laufenden Mini-Long-Zertifikat (WKN CG6 JWK) der Citigroup auf Beiersdorf zum Kauf. Der Schein ist mit einer Basis bei 40,08 Euro, einer Knock-Out-Schwelle bei 42,10 Euro und einem Hebel von derzeit 8,5 ausgestattet. Der Stoppkurs bei der Aktie kann eng bei 43,30 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 1.500 Turbo-Bear-Zertifikate (WKN CM3 1ZQ) auf EADS zu 2,86 Euro eingebucht und bei zwei Euro abgesichert. Zudem kamen 4.000 Call-Optionsscheine (WKN DB8 RD8) auf Bayer zu 1,24 Euro mit einem Stoppkurs bei 0,87 Euro ins Depot, 1.600 Mini-Short-Zertifikate (WKN CG6 AAJ) auf Nokia zu 2,58 Euro mit einem Stopp-Loss bei 1,65 Euro und 700 Mini-Long-Zertifikate (WKN BN3 26C) auf Fresenius Medical Care zu 6,11 mit einer Absicherung bei 3,95 Euro. Nun wollen die Verantwortlichen noch 700 Mini-Long-Zertifikate (WKN BN3 9UL) auf das Währungspaar Dollar/Japanischer Yen zu höchstens 5,35 Euro aufnehmen sowie 9.000 Mini-Long-Zertifikate (WKN CG6 JWK) auf Beiersdorf zu maximal 0,46 Euro.
Der Chart Trader: Wackere Kursgewinne bei Wacker Chemie voraus
Mitte September hat der Aktienkurs von Wacker Chemie eine seit Juni dauernde Konsolidierung beendet, indem die Notierung die Hürde bei 95,50 Euro überwunden hat. Nach einem Anstieg bis auf Kurse von 116,37 Euro folgte eine erneute Korrektur, wobei ein symmetrisches Dreieck entstand, das vergangene Woche nach oben hin aufgelöst wurde. Daraus leiten die Experten des Chart Trader ein mittelfristiges Kursziel von 139,65 Euro ab. Ein Stoppkurs bietet sich bei 109,50 Euro an. Die Experten empfehlen risikobereiten Anlegern zudem das endlos laufende Mini-Future-Long-Zertifikat (WKN AA1 68F) der ABN Amro auf Wacker Chemie zum Kauf. Der Schein ist mit einer Basis bei 86,46 Euro und einer Knock-Out-Schwelle bei 95 Euro ausgestattet.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 500 Aktien von Vita 34 International mit einem Verlust von 14 Prozent zu 4,48 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 185 börsennotierte Fonds (WKN LXY 0AK) von Lyxor Asset Management auf den Index Turkey Titans 20 zu 38,50 Euro aufgenommen und bei 33,13 Euro abgesichert. Nun wollen sie noch 110 Aktien von Wacker Chemie zu höchstens 109 Euro einbuchen.
Fuchs Kapitalanlagen: KTG Agrar bietet zwei Wermutstropfen und viele Chancen
KTG Agrar ist der einzige in Deutschland börsennotierte Produzent landwirtschaftlicher Produkte und der Konzern wächst stürmisch. KTG Agrar bewirtschaftet inzwischen 29.000 Hektar Land, das sich vor allem in Ostdeutschland sowie in Litauen befindet. Etwa 5.600 Hektar davon befinden sich im Eigentum der KTG Agrar, der Rest ist gepachtet. Nach Ansicht der Experten von Fuchs Kapitalanlagen verfolgt der Vorstandsvorsitzende Siegfried Hofreiter eine clevere Strategie. Er lastet seinen Maschinenpark besser aus als kleinere landwirtschaftliche Betriebe. Zum einen baut KTG Agrar Spätfrüchte wie Hirse an, die erst im Sommer gesät werden, sodass auf diesen Feldern zwei Mal geerntet werden kann. Zum anderen nutzt der Konzern seine Erntemaschinen zuerst in Deutschland und danach in Litauen weiter, wo das Getreide später reift. KTG Agrar expandiert darüber hinaus in benachbarte Geschäftsfelder, wie etwa den Betrieb von Biogasanlagen, den Handel mit Agrargütern oder die bezahlte Verwaltung konzernfremder landwirtschaftlicher Betriebe. Die Analysten der DZ Bank erwarten nach guten Steigerungsraten im ersten Halbjahr auch für die kommenden beiden Jahre ein starkes Wachstum. Für 2011 gehen sie von einem Umsatz von 52,6 Millionen Euro und einem Gewinn je Aktie von 1,49 Euro aus, was einem KGV von 9,4 entspräche. Allerdings gibt es auch zwei Wermutstropfen: Zum einen trat der Finanzvorstand zum 30. September zurück, wobei bislang noch kein Nachfolger präsentiert wurde und zum anderen betrugen die Nettoschulden zuletzt 55 Millionen Euro. Die Experten empfehlen die Aktie mit einem Kursziel von 18 Euro und einem Stoppkurs bei fünf Euro dennoch zum Kauf.
Trade24.de: Die Aktien von Oxford Industries dürften weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Oxford Industries als "Internationaler Hot Stock hochspekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 23 Dollar gesetzt werden.
Änderungen in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 4.000 Anteilscheine von IVU Traffic Technologies mit einem Gewinn von 23 Prozent zu 1,90 Euro ausgebucht.
Änderungen im Realdepot des BetaFaktor:
Engelbert Hörmannsdorfer, Verantwortlicher für Realdepot, hat 140 Anteilscheine von Augusta Technologie zu 9,65 Euro gekauft.
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