Global Performance: Solarworld strahlt heller als der TecDAX
Die Aktie von Solarworld hat von der Börsenrallye seit März klar unterdurchschnittlich profitiert. Nach Ansicht der Experten von Global Performance sind die kurzfristigen Perspektiven für die Photovoltaik-Branche zu undurchsichtig. Doch einige gute Nachrichten von US-Wettbewerbern reichten nun aus, um auch das Papier des TecDAX-Konzerns aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Die Chancen stehen gut, dass sich die positive Kursentwicklung fortsetzt, denn langfristig führt kein Weg an Solarenergie vorbei. Solarworld ist im Markt gut aufgestellt, was sich an den bislang vorgelegten Zahlen zeigt, die weit besser ausfielen als bei Branchenkollegen. Selbst im zweiten Quartal des laufenden Jahres hat der Konzern eine operative Rendite von 19 Prozent erzielt. Die Experten gehen zwar davon aus, dass die Margen in den nächsten Jahren sinken, das Wachstum dürfte sich aber fortsetzen. Die Aussichten für die Aktie von Solarworld sind demnach besser als bei den meisten anderen TecDAX-Titeln und trotzdem ist das KGV von 14 noch deutlich niedriger als der Index-Schnitt von 21. Die Experten raten deshalb zum Einstieg bei Solarworld. Da die Papiere in einem fallendem Gesamtmarkt wohl auch unter Druck kommen, wird zu einer Absicherung mit einem Stoppkurs geraten.
Änderungen im Musterdepot von Global Performance:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio sind nach wie vor nicht von dem Aufschwung an den Börsen überzeugt. Er sei ausschließlich liquiditätsgetrieben. Anscheinend gibt es immer noch viele institutionelle Investoren, welche die Rallye bislang nicht mitgemacht haben und nun jeden Rückschlag nutzen, um einzusteigen. Überwindet der DAX den Widerstand bei 5.575 Punkten sind Indexstände von 5.800 bis 6.000 Zähler möglich. Die Situation ähnelt der um die Jahrtausendwende, als der Börsenaufschwung viel länger gedauert hat als erwartet und der darauf folgende Absturz entsprechend bitter war. Die Verantwortlichen setzen deshalb den Stoppkurs bei dem zu 76,52 Euro neu aufgenommenen ShortDAX-Zertifikat eng bei 71,80 Euro. Der ebenfalls neue Bestand an Xetra-Gold, der zu 21,53 Euro eingebucht worden ist, wird bei 20,70 Euro abgesichert.
Börse Online: Anleger finden wieder Geschmack an Symrise
Symrise ist weltweit der viertgrößte Hersteller von Riech- und Geschmacksstoffen. Die Produkte des Konzerns finden sich in Zahnpasta, Getränken, Süßigkeiten, Fertiggerichten oder Parfüms. Trotz Rezession und hoher Rohstoffkosten hat Symrise im ersten Halbjahr eine bereinigte EBITDA-Marge von 19 Prozent erreicht, nach 21 Prozent im Vorjahreszeitraum. Gemessen an diesem vergleichsweise erträglichen Ertragseinbußen sind die Kursabschläge seit Mitte 2007 heftig. Seit März 2009 steigen die Notierungen jedoch wieder und die Charttechnik verbessert sich weiter. Nach Ansicht der Experten von Börse Online geraten in den kommenden Wochen vor allem die Aktien der Unternehmen in den Fokus der Anleger, die bisher zurückgeblieben sind. Allerdings sollten die entsprechenden Konzerne ein stabiles Geschäftsmodell vorweisen, wie Symrise. Der neue Vorstandsvorsitzende Heinz-Jürgen Bertram baut den Konzern derzeit um, und schafft so die Grundlage für einen Ergebnissprung im kommenden Jahr. Auch wenn der Markt in diesem Jahr insgesamt schrumpfen dürfte, erwartet der Konzernchef für 2009 eine wieder stärkere Nachfrage. Die Experten empfehlen die Aktie von Symrise wegen des Nachholbedarfs mit einem Kursziel von 14 Euro und einem Stoppkurs bei 9,80 Euro zum Kauf.
Der Aktionärsbrief: Cancom ist für weitaus weniger als den Buchwert zu haben
Die Experten von der Der Aktionärsbrief erklären: Die Investoren haben die IT-Systemhäuser wiederentdeckt. Ein profitables IT-Haus notiert niemals dauerhaft bei weniger als dem Buchwert. Das ist reine betriebswirtschaftliche Logik. Die Nummer 3 bei den IT-Häusern in Deutschland ist Cancom. Der Konzern wächst in erster Linie durch Übernahmen. So soll im laufenden Jahr der Umsatz um 27 Prozent auf 437 Millionen Euro zulegen. Das EBIT dürfte aber um 40 Prozent auf 4,2 Millionen Euro sinken und unter dem Strich wird ein klarer Gewinn erwartet, der einem KGV um 12 entspricht. Ab dem kommenden Jahr ist mit ersten Synergieeffekten aus den Akquisitionen der Sysdat sowie der Home of Hardware zu rechnen. Der Gewinn je Aktie soll Analysten-Schätzungen zufolge bis auf 0,27 Euro steigen, was einem KGV von 10 entspräche. Anhand des Buchwertes lässt sich die Unterbewertung von Cancom noch deutlicher aufzeigen. Dieser Wert beträgt etwa 3,90 Euro je Aktie. Nachdem sich das Ende der charttechnischen Bodenbildung abzeichnet, sind die Aktien bis zu Abstauber-Notierungen von 2,45 Euro ein Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 2,10 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot des Aktionärsbriefes:
Im spekulativ ausgerichteten Musterportfolio ist der Bestand an 1.000 Aktien von I:FAO ohne Nachrichten mit einem Verlust von 21 Prozent zu 7,17 Euro ausgestoppt worden. Dafür sollen 3.000 Aktien von Cancom zu höchstens 2,45 Euro eingebucht werden.
Trade24.de: Kurszunahme dank Gewichtsabnahme
Vivus, Hersteller von Medikamenten gegen sexuelle Funktionsstörungen und Fettleibigkeit, hat positiv bewertete Ergebnisse einer klinischen Studie der Phase III für das Präparat Onexa veröffentlicht. Die rund 3.750 Patienten, die das Medikament einnahmen, haben im Vergleich zur Gruppe, welche Placebos erhielt, statistisch signifikant Gewicht verloren. Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Vivus als „Top-Favorit spekulativ“ zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 11,50 Kanadischen Dollar gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot des Hanseatischen Börsendienstes:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 350 Aktien von Hotel.de zu 11,50 Euro aufgenommen und wollen weiterhin 100 Vorzugsaktien von Sto zu höchstens 44 Euro einbuchen. Als neue Transaktion beabsichtigen sie 400 Anteilscheine von SMT Scharf zu höchstens 8,90 Euro aufzunehmen.