Börsenwelt Presseschau: SMT Scharf, Metro, Newmont Mining und Goldcorp. unter der Lupe
Die Euro am Sonntag findet bei SMT Scharf Stabilität und Kursfantasie zu einem attraktiven Preis. Die Börse am Sonntag wagt mit einem Derivat den Einstieg bei Metro. Der Strategie-Report sieht Kurschancen bei Newmont Mining. Der Anlegerbrief performaxx hält einen Kauf von Aktien von Goldcorp. charttechnisch und fundamental für aussichtsreich. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Lars Winter, Experte der Euro am Sonntag, erklärt, SMT Scharf entwickelt und baut Transportausrüstung für den Einsatz in Tunneln und im Bergbau. Das Unternehmen profitiert derzeit vom weltweiten Rohstoff-Boom. Die Auftragslage ist entsprechend gut und dürfte auch so bleiben, was zu weiterem starkem Wachstum führt. Die Bilanz ist solide und die Dividendenrendite beträgt rund fünf Prozent. Mit einem KGV von 8 für das kommende Jahr ist die Aktie zudem günstig bewertet. Risikobereite Anleger sollten den Nebenwert mit einem Kursziel von 28 Euro und einem Stoppkurs bei 14,80 Euro kaufen.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Im offensiv ausgerichteten Musterportfolio sind die 1.440 Anteilscheine von Derby Cycle ebenso mit Verlust ausgestoppt worden wie die erst aufgenommenen 1.660 Stammaktien von Sixt. Dafür hat der Depot-Verantwortliche Joachim Spiering 365 Titel von Delticom zu 66,27 Euro aufgenommen und bei 60 Euro abgesichert. Weiter sind neu im Portfolio: 6.180 Papiere von M.A.X. Automation (Einstandskurs 3,95 Euro, Stoppkurs 3,40 Euro), 4.000 Anteilscheine von Sino (Einstandskurs 5,07 Euro, Stoppkurs 4,50 Euro), 510 Aktien von Adidas (Einstandskurs 50,10 Euro, Stoppkurs 45 Euro) und 370 Titel von Fresenius (Einstandskurs 69,06 Euro, Stoppkurs 62 Euro). Nun möchte Spiering noch 2.420 Put-Optionsscheine (WKN CG1 S7M) auf den TecDAX sowie 2.680 Bonus-Zertifikate (WKN BN4 REG) auf die Deutsche Telekom aufnehmen. Jens Castner, zuständig für das defensiv orientierte Musterdepot, möchte seine 150 Anteilscheine der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway wohl mit Verlust ausbuchen und dafür 1.200 Aktien der KWG Kommunale Wohnen AG zu höchstens 5,20 Euro einbuchen.

Die Börse am Sonntag: Vorsichtig bei Metro einsteigen
Die Zahlen des Handelsunternehmens Metro werden durch die schlechte Stimmung der Kunden in Europa belastet. Angesichts der sich verschärfenden Staatsschuldenkrise zeichnet sich auch keine Besserung der Lage ab. Besonders schwach schnitten die Elektronik-Marken Media Markt und Saturn ab. Zudem setzte der Konzern aufgrund des Super-GAUs in Japan und den Unruhen in arabischen Ländern weniger um. Der Vorstand reduzierte deshalb die Ziele für das zweite Halbjahr 2011 und auch die neue Prognose scheint einigen Analysten noch immer zu optimistisch. Die Experten der Börse am Sonntag erkennen zwar Chancen auf eine Kurserholung bis 33 Euro. Allerdings ist eine nachhaltige Trendwende ebenso unwahrscheinlich, wie ein längerer Kursverfall auf deutlich weniger als 30 Euro. Aufgrund der vorherigen starken Kursschwankungen bieten Teilschutz-Zertifikate nun eine verbesserte Rendite. Die am 22. Juni 2012 fällige Aktien-Anleihe (WKN VT2 G80) der Bank Vontobel auf Metro erreicht eine Rendite von 8,5 Prozent beziehungsweise 10,4 Prozent auf ein Jahr gerechnet. Allerdings darf die Aktie von Metro dafür am Laufzeitende nicht bei 25 Euro oder weniger notieren.
Der Strategie-Report: Nur die Stimmung drückt Newmont Mining
Der Preis für Gold, als vermeintlich "sicherem Hafen", steigt. Die Kurse von Goldminen-Unternehmen werden nach Ansicht der Experten des Strategie-Reports nur vom schwachen Gesamtmarkt zurückgehalten. Das ist auch bei Newmont Mining noch der Fall. Allerdings hat die Notierung die mittelfristige Abwärtstrendlinie bereits deutlich überschritten. Wenn der Kurs nun noch den hartnäckigen Widerstand bei 60 Dollar überwinden kann, sind Notierungen von zunächst 65,17 Dollar möglich. Anleger sollten demnach die Aktie ab einem Kurs von 60,47 Dollar kaufen und ihr Engagement bei 56,45 Dollar absichern.
Der Anlegerbrief performaxx: Bei Goldcorp ist alles in Ordnung
Seit Ende des Jahres 2008 und Kursen von rund 14 Dollar befindet sich der Aktienkurs von Goldcorp in einem Aufwärtstrend. Derzeit verläuft die Notierung in einer Rechtecks-Formation, welche die untere Begrenzung bei 46 Dollar und die obere beim Allzeithoch von 56 Dollar hat. Da die Experten des Anlegerbriefes performaxx die fundamentale Lage bei Goldcorp für aussichtsreich einschätzen, sollte diese Formation eher nach oben aufgelöst werden. Bei einem nachhaltigen Kursrutsch unter die Marke von 46 Dollar dürfte die Notierung bis 35 Dollar sinken. Deshalb sollten Anleger ab einem Kurs von 56 Dollar kaufen. Das Kursziel beträgt 75 Dollar.
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