Börsenwelt Presseschau: Sixt, Commerzbank und LinkedIn, Zooplus sowie Hawesko und Enernoc unter der Lupe
Der Zertifikate & Optionsscheine Trader fährt mit einem Derivat auf Sixt ab. Der Aktionärsbrief ist bei der Aktie der Commerzbank sehr viel vorsichtiger als die Kollegen von der Actien-Börse aus dem eigenen Verlag. Der Aktionärsbrief kürt außerdem die Aktie von LinkedIn zum "Bären der Woche". Aktien-Strategie macht ein Minus bei Zooplus. Börse Online stößt mit der Aktie der Hawesko Holding auf das heiße Smart-Grid-Eisen Enernoc an. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Traders erklären, die Stammaktie von Sixt habe den Widerstand bei 36,69 Euro überwunden. In den nächsten Wochen sollte sich der Aufwärtstrend bis zu Notierungen von 40,30 Euro fortsetzen. Darüber hinaus besteht Potenzial bis zu einer früheren Trendlinie, die aktuell bei 43,40 Euro verläuft. Risikobereite Anleger sollten deshalb den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DE5 UJ6) der Deutschen Bank auf die Stammaktie von Sixt kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 28,17 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 30,90 Euro und einem Hebel von derzeit 3,8 ausgestattet.

Der Aktionärsbrief: Die Commerzbank ist kein Bulle, LinkedIn ist ein Bär
Die Commerzbank muss die neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung für extrem günstige 2,18 Euro anbieten. Nach dieser Maßnahme werden sich rund 5,4 Milliarden Anteilscheine im Umlauf befinden, wobei der Bankenrettungsfonds SoFFin noch eine Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie halten wird. Nach Angaben der Experten des Aktionärsbriefes verdoppelt sich der Börsenwert der Commerzbank durch diese Kapitalerhöhung auf mehr als 16 Milliarden Euro. Das ist Verwässerung pur. Allerdings sinkt die jährliche Zinsbelastung von fast 1,5 Milliarden Euro auf nur noch zirka 171 Millionen Euro. Das wird den Gewinn ab dem Jahr 2012 entsprechend erhöhen. Ab dem Jahr 2013 kommen die Synergien aus der Übernahme der Dresdner Bank in Höhe von 2,4 Milliarden Euro voll zum Tragen. Insgesamt dürfte die Kapitalerhöhung die Aktie noch einige Wochen weiter belasten. "Je tiefer sie jetzt aber noch fällt, umso interessanter wird die sich daran anschließende Spekulation. Wer mutig ist, setzt einen Fuß schon mal in die Tür."
Die Experten des Aktionärsbriefes sprechen beim Aktienkurs von LinkedIn von Bewertungswahnsinn und küren das Unternehmen zu "Bären der Woche". Das Karriere-Onlineportal ist in der vergangenen Woche mit einem Knalleffekt an die Börse gegangen. Am ersten Handelstag verzeichneten die Papiere Kursaufschläge von bis zu 171 Prozent. Nach Börsenschluss hatte sich das Papier des US-amerikanischen Konkurrenten der deutschen Xing mit einem Kurs von mehr als 94 Dollar im Wert verdoppelt. Einer Marktkapitalisierung von acht Milliarden Dollar stehen ein Umsatz von 243 Millionen Dollar und ein Gewinn von 15,4 Millionen Dollar aus dem vergangenen Jahr gegenüber. Würde Xing genauso hoch bewertet, müsste der Kurs von aktuell rund 53 Euro auf mehr als 600 Euro steigen. Demzufolge ist entweder Xing ein Geschenk oder LinkedIn dramatisch überbewertet, wobei letzteres wahrscheinlicher ist.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben 120 Anteilscheine der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG zu 79,20 Euro aufgenommen und bei 60 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 1.000 Aktien der Dr. Hönle AG einbuchen. Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot haben ihre 300 Titel von ENI mit einem Verlust von drei Prozent zu 17,10 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 200 Papiere von Imtech zu 25,50 Euro eingebucht.
Aktien-Strategie: Zooplus hat die "faire Bewertetung" für 2014 erreicht
Zooplus hat im ersten Quartal 2011 einen Umsatz von 56,3 Millionen Euro erzielt. Das sind 49 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Da das Online-Handelsunternehmen für Heimtierbedarf in den Ausbau des Geschäfts und vor allem in ein neues Logistikzentrum investiert, belief sich das bereinigte EBIT auf minus 0,4 Millionen Euro und das Nettoergebnis auf minus eine Million Euro. Der Vorstand prognostiziert für das Gesamtjahr einen Erlösanstieg von 29 Prozent auf 250 Millionen Euro. Der Umzug in das neue Logistikzentrum soll vier Millionen Euro kosten, weshalb das Management einen niedrigen einstelligen Millionen-Verlust beim EBIT erwartet. Bis zum Jahr 2014 soll die Gesamtleistung mindestens 500 Millionen Euro und die Vorsteuerrendite im Bestandskundengeschäft acht bis zehn Prozent betragen. Die Experten von Aktien-Strategie schätzen die EBIT-Marge bis dahin aufgrund hoher Ausgaben für Reklame auf fünf Prozent, das EBIT also auf 25 Millionen Euro. Sie verweisen darauf, dass der Aktienkurs zwar weiter im Aufwärtstrend ist. Trotz der guten Wachstumsaussichten sind die Papiere dennoch teuer. Der "faire Wert" für das Jahr 2014 entspricht etwa dem aktuellen Kurs. Auch wenn die Übernahmefantasie berücksichtigt werden, sind zu viele Vorschusslorbeeren eingepreist, weshalb die Experten die Aktie nicht kaufen würden.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 500 Anteilscheine von Init Innovation in Traffic Systems mit einem Gewinn von 29 Prozent zu 18,29 Euro ausgebucht. Inklusive der Dividende von je 0,60 Euro beträgt das Plus sogar 33 Prozent. Nun möchten sie 1.800 Aktien von PVA Tepla zu höchstens 4,60 Euro aufnehmen.
Börse Online: Hawesko spritzt konjunkturbedingt nach oben, Enernoc charttechnisch
Das Geschäft der Weinhandelsgruppe Hawesko ist ein Spiegelbild der Konjunktur. Wenn die Wirtschaft schlecht läuft, sparen die Kunden, wenn es gut läuft, genießen sie edle Tropfen. Im ersten Quartal 2011 setzte Hawesko aufgrund des florierenden Konsumverhaltens 92,9 Millionen Euro um. Das sind 14,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das EBIT stieg um 16,3 Prozent auf 4,6 Millionen Euro. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr allerdings kein Wachstum des EBITS, da der Konzern investiert, um möglicherweise in den schwedischen Markt einzutreten. Nach Ansicht der Experten von Börse Online sollten sich diese Ausgaben langfristig auszahlen. Kurzfristig sichert die Dividende von 1,50 Euro plus 0,25 Euro Bonus pro Anteilschein nach unten ab, welche nach der Hauptversammlung am 20. Juni ausgeschüttet werden soll. Das entspricht einer attraktiven Dividendenrendite von 4,5 Prozent. Charttechnisch ist der Weg nach oben frei, nachdem der Kurs auf Allzeithoch notiert. Stabile mittelfristige Aufwärtstrendlinien bei 33,50 Euro und 36 Euro sichern nach unten ab. Anleger sollten die Aktie mit einem Kursziel von 50 Euro mit einem Stoppkurs bei 31,50 Euro kaufen.
Die Experten von Börse Online bezeichnen die im US-amerikanischen Freiverkehr gehandelten Aktien des Smart-Grid-Spezialisten Enernoc als heißes Eisen. Aufgrund eines Kaufsignals des Indikators MACD auf Wochenbasis dürfte der Börsenwert von rund 350 Millionen Euro in den kommenden Wochen allerdings deutlich steigen. Eine derzeit bei 11,50 Euro verlaufende Aufwärtstrendlinie sichert nach unten ab. Das Kursziel beträgt 17 Euro, der Stoppkurs sollte bei 11,10 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:
Die Verantwortlichen für das dynamisch aufgestellte Musterportfolio haben 150 Bonus-Zertifikate (WKN TB6 GD5) auf Lanxess zu 58,85 Euro aufgenommen und bei 52,50 Euro abgesichert. Im Trend-Musterdepot sind die 500 Anteilscheine der ING Groep mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 8,15 Euro ausgestoppt worden und die 450 Aktien von Solarworld mit einem Minus von neun Prozent zu 9,40 Euro. Anscheinend sind auch die 5.000 Bull-Zertifikate (WKN AA1 URP) auf den Index FTSE-MIB mit einem Verlust von 34 Prozent zu 0,37 Euro ausgestoppt worden. Dafür möchten die Verantwortlichen 350 Papiere von Enernoc zu höchstens 13,20 Euro einbuchen.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 625 Anteilscheine von Douglas mit einem Gewinn von einem Prozent zu 38,95 Euro ausgebucht. Die 457 Aktien von Klöckner & Co sind mit einem Verlust von zehn Prozent zu 21,46 Euro ausgestoppt worden.
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