Werner Sperber
Der Zertifikate und Optionsscheine Trader sieht die Aktie von RWE im Aufwärtstrend und hat ein passendes Derivat dafür. Der CdC Aktiensnapshot erkennt Turnaround-Chancen für die Aktie von Quanmax. Der Austria Börsenbrief legt sich beim Verbund auf die Lauer. Die Actien-Börse Daily nimmt Stellung zu General Electric. Trade24 setzt auf NYSE Euronext. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader erkennen eine Fortsetzung der Mitte März 2009 begonnenen Aufwärtsbewegung der Aktienkurse von RWE. Auch der MACD-Indikator auf Wochenbasis hat ein neues Kaufsignal geliefert. Schafft es die Notierung über die Hürden bei 67,80 Euro und 69,29 Euro, ist der Weg bis zu Notierungen von zunächst 72,22 Euro und anschließend 74,44 Euro frei. Der Stoppkurs sollte bei 63,50 Euro gesetzt werden. Risikobereiten Anlegern wird zum Kauf des endlos laufenden Call-Optionsscheines (WKN DB7 N2E) der Deutschen Bank auf die Stammaktie von RWE geraten. Der Schein ist mit einer Basis bei 52,05 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 54,60 Euro und einem Hebel von derzeit 4,1 ausgestattet.
Änderungen im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen 274 Call-Optionsscheine (WKN DB5 3) auf den österreichischen Leitindex ATX zu höchstens 9,50 Euro aufnehmen und bei 5,55 Euro absichern. Zudem wollen sie 3.100 Call-Optionsscheine (WKN DB7 RC8) auf die Österreichische Post zu maximal 0,80 Euro mit einem Stoppkurs bei 0,45 Euro einbuchen sowie 355 Call-Optionsscheine (WKN DB4 DQ7) auf den HangSeng, also den Index für in Hongkong gelistete Aktien. Das Limit beträgt hier 7,50 Euro und der Stopp-Loss soll bei 4,45 Euro gesetzt werden.

Der CdC Aktiensnapshot: Quanmax schafft den Turnaround
Quanmax ist aus der defizitären Gericom AG hervorgegangen, die im Jahr 2008 von der taiwanesischen Quanmax Inc. erworben und in die heutige Quanmax AG umfirmiert worden ist. Das österreichische Unternehmen verkauft Notebooks, externe Festplatten und Server an Fachhändler, Geschäftskunden, Handelspartner und zunehmend auch online direkt an den Endverbraucher. Quanmax hat sich zum Ziel gesetzt, vermehrt in Forschung und Entwicklung zu investieren und mit innovativen und margenstärkeren Eigenentwicklungen zu wachsen. Im Jahr 2009 schaffte das Unternehmen nach der erfolgreichen Umstrukturierung den Turnaround. Die Experten des CdC Aktiensnapshot nennen als Beispiele für diese Konzern-Neugestaltung radikale Kostensenkungen, Synergien mit der asiatischen Muttergesellschaft verbunden mit verbesserten Einkaufsbedingungen sowie den Rückzug aus dem verlustreichen Fernsehgeräte-Geschäft. Im Jahr 2009 stieg der Umsatz um 112 Prozent auf fast 60 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich von minus 8,3 Millionen auf plus 1,4 Millionen Euro und das Nachsteuerergebnis von minus 8,2 Millionen auf plus 3,3 Millionen Euro. Der operative Cashflow legte von minus 4,1 Millionen auf plus 1,1 Millionen Euro zu. Der Vorstand prognostiziert für das laufende Jahr, in einem verbesserten konjunkturellen Umfeld, ein Umsatzwachstum von 15 Prozent. Zudem sollten die Kostensenkungen sich noch stärker auf die Erträge auswirken. Das Management geht von Erlösen von bis zu 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2012 aus. Bis 2014 soll das Wachstumspotential vor allem von den margenstärkeren Eigenprodukten herrühren. Aktuell ist die Aktie günstig bewertet und verfügt nach zwei Kapitalerhöhungen im vergangenen halben Jahr über eine solide Eigenkapitalquote von zuletzt knapp 60 Prozent.
Der Austria Börsenbrief: Österreich "stöhnt" unter niedrigen Strompreisen; die Verbund-Aktie steigt, wenn diese Kosten höher werden
Die fallenden Strompreise in Österreich wirken als Bremsklotz für die Aktie der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbund), die dem Markt derzeit hinterherläuft. Zudem waren die Anleger von den Zahlen für das Jahr 2009 enttäuscht. Dabei verweisen die Analysten der Raiffeisen Zentralbank (RZB) auf die sehr konservative Abschreibungspolitik des Verbundes, die wesentlich zu diesem Jahresergebnis beigetragen hat. Auch die Experten des Austria Börsenbriefes haben bereits auf diesen Aspekt hingewiesen und ebenso wie die RZB-Analysten bezeichen sie die Verbund-Aktie als klaren Kauf, wenn die Gaspreise und im Gefolge davon die Strompreise wieder anziehen.
Änderungen in den Musterdepots des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das österreichische Musterportfolio wollen die Gewinne mit der Aktie von RHI sichern und ihre 700 Stück zu mindestens 27 Euro ausbuchen. Die Verantwortlichen für das internationale Musterdepot wollen 700 Anteilscheine von Total aufnehmen.
Die Actien-Börse Daily: General Electric vor dem Kaufsignal
Die Experten der Actien-Börse Daily erinnern daran, dass der Aluminiumkonzern Alcoa die Berichtssaison für das erste Quartal 2010 in den USA eröffnet hat. Wobei nach Ansicht der Experten weniger die Zahlen, als vielmehr der Ausblick der Unternehmen ausschlaggebend sein wird. Für die US-Amerikaner sei aber General Electric die wichtigere Adresse. Das Infrastruktur-Geschäft dieses Mischkonzerns gelte als eine Art Konjunkturaussage. Die Aktie von General Electric würde bei einem Kurs von rund 19,10 Dollar ein neues Kaufsignal generieren. Der Rat der Experten lautet: "Wer investiert ist, bleibt es. Wer nicht investiert ist, hat jetzt Mühe, hinterher zu laufen. Eine Anhebung der Kursziele sehen wir nur im Einzelfall vor. Bitte überprüfen Sie Ihr eigenes Portfolio, wie und wo noch die eine oder andere Möglichkeit gegeben ist. Aus unseren Erfahrungen wissen wir, dass in vielen Depots Stellschrauben zu drehen sind. Verkaufen Sie, was nicht läuft und kaufen Sie, was relative Stärke und Perspektive für das laufende Börsenjahr zeigt."
Trade24.de: Der Aktienkurs von NYSE Euronext dürfte weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von NYSE Euronext als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 31 Dollar gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen ihre 203 Anteilscheine von bwin zu mindestens 44 Euro ausbuchen. Dafür sollen 310 Aktien von Asian Bamboo zu höchstens 35 Euro eingebucht und bei 31,35 Euro abgesichert werden.