Werner Sperber
Die Platow Börse traut den Aktien des Küchenherstellers Rational weiter heiße Gewinne zu. Die Actien-Börse Daily sieht mit Sky und Kabel Deutschland in die Zukunft der "Flimmerkiste". Focus Money lässt die Anteilscheine von Sixt vorfahren. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse verweisen darauf, dass die guten Zahlen für das zweite Quartal dem Aktienkurs von Rational über die Hürde bei 130 Euro geholfen haben. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 84,9 Millionen Euro und der Nettogewinn um 34 Prozent auf 19,7 Millionen Euro. Die Experten der Platow Börse schätzen das KGV für 2010 auf 21 und raten trotz dieser ambitionierten Bewertung dazu, sich mit einer kleinen Position bei dem Küchenhersteller zu engagieren. Der Stoppkurs sollte bei 105 Euro gesetzt werden. Zum einen ist diese Kurs-Gewinn-Vielfache aus historischer Sicht nicht zu hoch, zumal die Prognose für das laufende Jahr gewohnt konservativ wirkt. Der Vorstand erwartet ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich und eine EBIT-Marge auf Vorjahresniveau. Die 200-Tagelinie stützt den charttechnischen Aufwärtstrend des Aktienkurses. Wenn der Widerstand bei 136,90 Euro überwunden wird, ist der Weg nach oben zudem frei.

Die Actien-Börse Daily: Anleger können bei Sky und Kabel Deutschland in die Röhre gucken
Sky Deutschland will mit Kabel-Sendern zusammenarbeiten, um endlich rentabel zu werden. Ob der Bezahlfernsehsender so die benötigten eine Million Abonnenten bekommt, ist umstritten. Allerdings ist der Mehrheitsaktionär Rupert Murdoch mit seiner News Corp. nach Ansicht der Experten von Actien-Börse Daily hartnäckig und enorm konsequent. Wer sein Geld in Aktien von Sky Deutschland anlegt, der wettet darauf, dass es Murdoch doch gelingt Pay-TV in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Kabel Deutschland hat erstmals als börsennotierter Konzern über seine Zahlen berichtet. Die Experten stört allerdings immer noch, dass der Großteil des Erlöses aus dem Börsengang zur Schuldentilgung verwendet worden ist und damit zur Schuldentilgung der Finanzinvestoren, welche Kabel Deutschland überhaupt an die Börse gebracht haben.
Focus Money: Die Aktie von Sixt hat wieder Vorfahrt
Die Werbeauftritte der Autovermietung Sixt sorgen immer für Aufsehen und derzeit ist der ganze Konzern wegen der Halbjahreszahlen im Fokus der Anleger. Da sich das Unternehmen von weniger gewinnträchtigen Geschäften getrennt hat, sank der Umsatz im Jahresvergleich zwar um drei Prozent auf rund 760 Millionen Euro, doch das Nettoergebnis verbesserte sich von minus 25,5 Millionen auf plus 34,8 Millionen Euro. Sixt hat auch von der Konjunkturerholung profitiert. Geschäftsleute fahren wieder mehr mit dem Mietwagen und wenn sie mit dem Flugzeug verreisen, nutzen sie vor Ort ebenfalls zumeist einen Mietwagen. Die Experten von Focus Money verweisen zudem darauf, dass die Notierung der Stammaktien von Sixt die seit Anfang 2007 gültige Abwärtstrendlinie überwunden haben. Einen Aufwärtstrend hat der Kurs zwar noch nicht etabliert, doch die Tagelinien haben die Kurslinie schon von unten her durchschnitten. Mit einem KGV von 12 für 2010 und 9 für 2011 sind die Stammaktien bis zu Kursen von 25,30 Euro kaufenswert. Der Stoppkurs sollte bei 17,70 Euro gesetzt werden.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Eberhard Rohe, Verantwortlicher für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, hat seine 1.250 Anteilscheine der Compugroup mit einem Verlust von einem Prozent zu 8,43 Euro ausgebucht. Dafür will er nun 250 Aktien von Transocean aufnehmen. Manuel Hölzle, zuständig für das Musterdepot der GBC AG, will seine 1.500 Anteilscheine von Sunways ausbuchen und dafür seinen Bestand von 720 Aktien von KTG Agrar um weitere 80 Stück zu höchstens 15 Euro aufstocken. Zudem möchte Hölzle 350 Papiere von Kinghero aufnehmen.
Änderung im Musterdepot des Maydorn-Reports:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 125 ihrer 250 Anteilscheine von JinkoSolar mit einem Gewinn von 67 Prozent zu 24,50 Dollar beziehungsweise 19,41 Euro ausgebucht.
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