Werner Sperber
Der CdC Aktiensnapshot findet Gefallen an QSC. Der Zertifikate und Optionsscheine Trader geht vorerst von einer Korrektur bei Wirecard aus. Der Austria Börsenbrief beschäftigt sich mit SAP, HP und Best Buy. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von CdC Aktiensnapshot lobt die finanziell gute Ausstattung von QSC. Der Konzern richtet sich neu aus und möchte vom reinen Netzbetreiber zum Serviceanbieter werden. Dabei sollen die Gewinnspannen steigen, wobei sich die Ergebnisse zuletzt bereits deutlich verbessert haben. Zudem hat der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr 2010 angehoben und angekündigt, für das Jahr 2011 erstmals eine Dividende zu zahlen. Das TecDAX-Unternehmen bietet ein breites Leistungsangebot der Sprach- und Datenkommunikation für vorwiegend mittelständische Kunden. Dabei verfügt QSC über ein eigenes, bundesweites IP-Netz und betreibt auf der sogenannten "letzten Meile" bis zum Endkunden über die Tochtergesellschaft Plusnet ein DSL-Netzwerk. Die Sparte "Managed Services" bietet vor allem größeren und mittelständischen Unternehmen beratungsintensive, maßgeschneiderte Telekommunikationslösungen auf der Grundlage IP-basierter virtueller privater Netze an. Dazu gehört beispielsweise der Betrieb softwarebasierter Telefonanlagen. Das Segment "Produkte" bietet ein Portfolio für die Sprach- und Datenkommunikation für kleine und mittlere Betriebe. In der Sparte "Wholesale/Reseller" vermarktet QSC DSL-Leitungen sowie damit verbundene Mehrwertdienste von nationalen und internationalen Carriern, Internet-Service-Providern und Telekommunikationsanbietern unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung. Die Bedeutung traditioneller Produkte wie Call-by-Call oder DSL nimmt insgesamt ab, unter anderem aufgrund eines verschärften Preiswettbewerbs mit anderen Anbietern sowie einer zunehmenden Sättigung am Markt. Als Serviceanbieter ist QSC im margenstärkeren IP-Geschäft tätig, das Umsatzrückgänge in den traditionellen Produktbereichen bereits weitgehend abfedern kann und mit dem mittlerweile rund zwei Drittel des Umsatzes erzielt werden. Das Management von QSC erwartet für das Gesamtjahr 2010 einen Umsatz- und Ergebnisanstieg, einen Free Cashflow von 25 Millionen Euro und einen Gewinn von mehr als 16 Millionen Euro.
Änderung in einem Musterdepot des CdC Aktiensnapshot:
Die Verantwortlichen für das Champions-League-Musterportfolio haben im Rahmen der Kapitalerhöhung der Deutschen Bank, zu ihren 25 Stück weitere 12 Aktien des Finanzinstituts zu 33 Euro eingebucht. Der Mischkurs für die nun 37 Anteilscheine beträgt 33,60 Euro.

Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: Wirecard ist sehr stabil
Der Aktienkurs von Wirecard ist jüngst auf zehn Euro angestiegen. Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader verweisen darauf, dass die Notierung des Anbieters von elektronischen Bezahl-Systemen seither nicht recht vorangekommen ist. In der vergangenen Woche haben sich lediglich sogenannte Doji-Kerzen im Candlestick-Chart gebildet, was ein Zeichen für Unentschlossenheit ist. Die Kurse bewegen sich zwar während der Handelszeiten an der Börse, doch sind Eröffnungskurs und Schlusskurs (beinahe) identisch. Die Kerze hat also keinen oder nur einen sehr kurzen Körper. Die Experten halten es für natürlich, wenn Anleger nach der Kursrallye von Wirecard Gewinne mitnehmen und später günstiger wieder einsteigen. Dementsprechend ist es wohl erst nach einer Korrektur ratsam, den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DE2 3PL) der Deutschen Bank auf Wirecard zu kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 8,02 Euro, einer Knockout-Schwelle bei 8,85 Euro und einem Hebel von derzeit 4,8 ausgestattet.
Der Austria Börsenbrief rät zu "Buy" bei SAP, HP und Best Buy
Klaus Tschira, Mitbegründer von SAP und Eigentümer von 8,4 Prozent der Aktien, hat den Softwarekonzern als Übernahmeziel und Microsoft, IBM oder Cisco Systems als mögliche Käufer bezeichnet. Nachdem SAP im Februar Léo Apotheker der Stuhl des Vorstands-Vorsitzenden vor die Tür gestellt hat und Apotheker auf diesem Stuhl nun überraschend bei Hewlett-Packard (HP) sitzt, wird auch HP ein Interesse unterstellt, SAP zu kaufen. Neben der Chance auf nachhaltige operative Verbesserungen kommt mit der Übernahmefantasie nun ein weiterer möglicher Kurstreiber ins Spiel. Die Experten des Austria Börsenbriefes raten aufgrund des derzeit gefälligen Chance-Risiko-Verhältnis zum Einstieg bei SAP. Bei HP scheint der Kursdruck zunächst ausgestanden zu sein, wobei nun abzuwarten ist, was Apotheker sich einfallen lässt, um den Computerkonzern nach vorne zu bringen. Allerdings spricht bereits die Prognose von Apothekers Vorgänger Mark Hurd für das Jahr 201 dafür, dass die Anteilscheine moderat bewertet sind. Hurd erwartete einen Umsatz von 131 bis 133 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von bis zu 5,15 Dollar, was einem KGV von 8 entspräche. Die Kurs-Gewinn-Vielfache von SAP für 2011 beträgt 15.
Die Papiere von Best Buy werden für die Ende Februar ablaufenden Geschäftsjahre 2010/11 und 2011/12 mit KGVs von 13 und 12 bewertet. Nach Ansicht der Experten ist der Anbieter von Markenprodukten, wie etwa Elektronikartikel, Computern und anderen Homeoffice-Ausrüstungen, Elektrogeräten sowie Unterhaltungssoftware, schon einen Schritt weiter, wenn es darum geht, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Der Aktienkurs dürfte allerdings erst, wenn sich abzeichnet, dass der Konzern die Unternehmensziele erreichen wird.
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