Börsenwelt Presseschau: QSC, Deutsche Bank und Sky Deutschland, Bauer sowie Anglo American unter der Lupe
Der Zertifikate + Optionsscheine Trader geht davon aus, dass QSC den Aufwärtstrend fortsetzt und stellt ein passendes Derivat vor. 4investors erkennt das nächste Kaufsignal für die Aktie der Deutschen Bank und ist für Sky Deutschland weiter bullish. Focus Money baut auf Bauer, denn der Tiefbaukonzern ist überraschend gut. ÖkoInvest bewundert, wie einst Marilyn Monroe, reinen Kohlenstoff und hat eine passende Diamanten-Aktie parat. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader erinnern daran, dass der Aktienkurs von QSC Mitte des vergangenen Jahres eine Rallye bis zu einer Notierung von 3,84 Euro gestartet hat. In der aktuellen Korrektur erreichte der Kurs die Unterstützung bei 2,93/2,87 Euro. Aktuell drehte der Kurs und überschritt die kurzfristige Abwärtstrendlinie sowie die 50-Tage-Linie. Damit bestätigte der Kursverlauf den übergeordneten Aufwärtstrend und das Hoch bei 3,84 Euro dürfte erneut angegangen werden. Zudem rundet ein Kaufsignal des Indikators MACD das positive Bild ab. Die Experten raten risikobereiten Anlegern auch zum Kauf des endlos laufenden Call-Optionsscheines (WKN DE3 23W) der Deutschen Bank auf QSC. Der Schein ist mit einer Basis bei 2,02 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 2,25 Euro und einem Hebel von derzeit 2,5 ausgestattet.
Änderungen im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 1.397 Call-Optionsscheine (WKN DE4 1GQ) auf ADVA Optical Networking zu 1,95 Euro aufgenommen und bei 1,80 Euro abgesichert sowie 1.455 Bull-Zertifikate (WKN CM7 S9Q) auf Nordex zu 2,06 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 1,40 Euro gesetzt.

4investors: Die Deutsche Bank und Sky Deutschland haben Potenzial
Die Experten von 4investors gehen davon aus, dass der Aktienkurs der Deutschen Bank mit dem gestrigen Anstieg die kleine Konsolidierung beendet hat. Wenn der Widerstandsbereich bei 47,16 bis 47,45 Euro überwunden würde, wäre ein Folge-Kaufsignal erzeugt.
Die Experten von 4investors erklären, der Aktienkurs von Sky Deutschland hat lediglich normal korrigiert. Aus technischer Sicht ist die Tendenz weiterhin bullish. Erst wenn Notierungen von weniger als 3,05 beziehungsweise 2,95 Euro erreicht würden, würde das ein erstes bearishes Zeichen bedeuten. Die nächsten Unterstützungen befinden sich bei 2,80 und bei 2,63 Euro.
Focus Money: Bauer liefert drei Überraschungen
Der Tiefbaukonzern Bauer erzielt drei Viertel seines Umsatzes im Ausland und alleine 40 Prozent aus boomenden Ländern wie China, Indien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach Ansicht der Experten von Focus Money legt die Weltwirtschaft immer weiter zu und Bauer betätigt sich in einem Wachstumsmarkt der Superlative. Allerdings hat die Rezession Spuren bei dem Unternehmen aus Schrobenhausen hinterlassen. Nach dem Rekordjahr 2008 sank der Gewinn im Jahr 2009 um zwei Drittel und im Jahr 2010 dürfte dieses Niveau lediglich gehalten werden; Analysten schätzen den Überschuss auf 35 Millionen bis 40 Millionen Euro beziehungsweise das Ergebnis je Aktie auf 2,18 Euro. In den Jahren 2011 bis 2013 soll der Gewinn pro Anteilschein von drei Euro über 3,68 Euro auf 3,98 Euro zulegen. Das entspräche Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 12 beziehungsweise 10 respektive 9. Die Anleger reagieren nach Angaben der Experten allerdings noch verhalten, dabei wartet der Verkäufer von Baumaschinen, Abwickler von Tiefbauprojekten und Anbieter von Anlagen und Dienstleistungen für Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik mit drei Überraschungen auf: Nach Angaben der Experten würde die Nachfrage schneller steigen als bislang erwartet. Der Markteintritt für den Vertrieb von Tiefbohrgerät sollte gelingen und der Verkauf von drei dieser Maschinen für insgesamt 50 Millionen Euro in diesem Jahr gelingen. Drittens könnte Bauer den "Jahrhundertauftrag" erhalten und den Mosul-River-Staudamm im Irak renovieren. Das würde einem Auftragsvolumen von einer Milliarde Euro verteilt auf sechs Jahre entsprechen. Die Experten raten deshalb zum Kauf der Aktie mit einem Kursziel von 47 Euro und einem Stoppkurs bei 32,50 Euro.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Manuel Hölzle, Verantwortlicher für das Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money, hat seine 400 Anteilscheine von Kinghero mit einem Gewinn von 97 Prozent zu 30,56 Euro ausgebucht. Dafür hat er seinen Bestand von 1.700 Aktien von Greiffenberger um weitere 300 Titel zu 8,59 Euro aufgestockt. Der Misch-Einstandskurs für die nun 2.000 Papiere beträgt 6,95 Euro. Zudem hat Hölzle 2.000 Anteilscheine von Polytec zu 5,82 Euro eingebucht. Nun will er noch weitere 2.000 Euro für Anleihen von Helma Eigenheimbau verwenden und den Bestand auf nominal 3.000 Euro verdreifachen. Eberhard Rohe, zuständig für das Musterdepot der DAB Bank, hat seine 800 Anteilscheine von Augusta Technologie mit einem Gewinn von 38 Prozent zu 17,88 Euro ausgebucht und dafür 1.000 Aktien der Deutsche Wohnen AG zu 10,02 Euro eingebucht. Nun will er seine 250 Titel von Transocean aus dem Portfolio nehmen. Dafür möchte Rohe 500 Papiere von Südzucker und 120 Anteilscheine von Novozymes aufnehmen.
ÖkoInvest: Ein Diamant ist doch nur Kohlenstoffkristall
Kristalle aus reinem Kohlenstoff sind immer eine beachtete Geldanlage und vor allem in Krisenzeiten gelten Diamanten als sicher. Die weltweite Nachfrage nach diesen Edelsteinen hat nach Angaben der Experten von ÖkoInvest zugenommen, wobei in Indien und China vor allem Schmuck-Diamanten begehrt sind. Die Hälfte der geförderten Diamanten wird jedoch von der Industrie etwa für Schneide- und Bohrsysteme benötigt, wobei die Diamantenminen den Bedarf nicht decken können. Deshalb verwendet die Industrie synthetische Diamanten, die meist aus Graphit gepresst werden. Insgesamt ging die Menge der geförderten Diamanten von 2005 bis zum Jahr 2008 um 13 Prozent auf etwa 32 Tonnen beziehungsweise rund 159 Millionen Karat zurück. Ursprünglich war das Karat das Gewicht eines getrockneten Samenkerns des Johannisbrotbaums (Ceratonia siliqua). Im Mittelalter entsprach ein Karat dem Gewicht von drei Gersten- oder vier Weizenkörnern. Das metrische Karat wird in der DIN-Norm 1301-1 beschrieben und wurde im Jahr 1875 nach der Meterkonvention eingeführt. Ein metrisches Karat entspricht demnach 200 Milligramm beziehungsweise 0,2 Gramm. Das Karat hat kein gesetzliches Einheitenzeichen. In Deutschland wird es üblicherweise mit "Kt" abgekürzt und in den Schweiz und in Österreich mit "ct". Die Länder mit der höchsten Fördermenge im Jahr 2008 waren nach Angaben von US Geological Survey Russland mit 37 Millionen Karat, Botswana mit 33 Millionen Karat, die Demokratische Republik Kongo mit 27 Millionen Karat vor Australien mit 16 Millionen, Kanada mit 15 Millionen und Südafrika mit 13 Millionen Karat. Im Jahr 2002 trat das sogenannte "Kimberley-Abkommen" in Kraft, wonach die Herkunft jedes einzelnen Diamanten nachgewiesen werden muss, um die Finanzierung von Kriegen mit Blutdiamanten zu verhindern. Selbst wenn diese Nachweise korrekt sind, besagen sie noch nichts über die sozialen und ökologischen Bedingungen bei der Förderung und Verarbeitung der Diamanten. Innerhalb der Handelskette der Diamanten werden Milliarden umgesetzt, dennoch verdienen Diamantenminenarbeiter etwa in Liberia weniger als einen Dollar pro Tag. Sehr schlechte Arbeitsbedingungen, Unfälle und Kinderarbeit sind an der Tagesordnung. In Indien werden 90 Prozent der Diamanten geschliffen, die Schleifer werden allerdings schlecht bezahlt und ihre Gesundheitsprobleme sind massiv. Der generell stark schwankende Preis für einen sehr gut geschliffenen Diamanten mit einem Karat Gewicht variierte im Januar 2011 von 1.940 Euro inklusive Umsatzsteuer bis hin zu 19.600 Euro, was von der Farbe und der Reinheit des Edelsteines abhängt. Anlagen in kleine Diamantenminen sind aufgrund des schwankenden Fördererfolges sehr riskant. Die Experten raten deshalb zu Investments in große Konzerne wie Rio Tinto, BHP Biliton oder Anglo American. Anglo American ist im Jahr 1917 vom Diamantenhändler Ernest Oppenheimer in Südafrika gegründet worden. Mittlerweile befindet sich der Firmensitz im englischen London und der Konzern mit seinen 107.000 Beschäftigten ist einer der weltgrößten Minengesellschaften. Anglo American fördert auf allen Kontinenten beispielsweise Platin, Eisen oder Mangan. Im Jahr 2009 sank der Umsatzanteil den Anglo American mit Diamanten erzielt hat auf etwa sieben Prozent. Das Unternehmen nimmt dennoch eine bedeutende Stellung am Diamantenmarkt ein, denn es hält 45 Prozent des nicht mehr börsennotierten weltgrößten Diamantenproduzenten und Diamantenhändlers DeBeers. Analysten schätzen das KGV von Anglo American für 2011 und 2012 auf 9 respektive 8.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das langfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 3.000 Anteilscheine der KWG Kommunale Wohnen AG zu knapp sechs Euro aufgenommen.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen ihre 600 Anteilscheine von Centrotec Sustainable ausbuchen, um den Gewinn zu sichern.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 185 Vorzugsaktien von Drägerwerk zu 59,50 Euro aufgenommen und bei 54,10 Euro abgesichert sowie 395 Anteilscheine von E.on zu 24,80 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 21,80 Euro gesetzt. Nun wollen sie noch 2.823 Aktien von QSC zu höchstens 3,25 Euro aufnehmen und den Stopp-Loss bei 2,83 Euro platzieren.
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