Börsenwelt Presseschau: Puma und der DAX, QSC, Anglo American sowie Kohle, Öl und Gas unter der Lupe
Platow Derivate geht davon aus, dass der Puma weiter springt als der DAX und setzt mit einem Zertifikat auf die Outperformance der Sportartikelaktie. Der Frankfurter Börsenbrief hält den Weg für strategisch richtig, den QSC eingeschlagen hat. Fuchs Kapitalanlagen erklärt, Minenwerte, wie Anglo American, verhalten sich wie die Konjunktur und die ist robust. Das Zertifikatejournal investiert etwas widerstrebend in Kohle, Öl und Gas. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate erinnern an die jüngsten Quartalszahlen von Puma, welche zu einem Kurssprung der Aktie geführt haben. Damit hat sich die Trendwende bestätigt. Nachdem es im Anschluss zu einer leichten Konsolidierung kam, zog die Notierung in den vergangenen Tagen wieder an. Das gleiche Bild zeigt sich auch im Ratio-Chart. Die Zeit der schlechteren Kurs-Entwicklung als der DAX scheint sehr bald beendet zu sein. Risikobereite Anleger sollten deshalb jetzt darauf spekulieren, dass sich der Kurs der Puma-Aktie nun besser entwickelt als der DAX. Dafür eignet sich das am 15. Juni 2012 fällige Alpha-Turbo-Long-Zertifikat (WKN DZ2 QNY) der DZ Bank auf das Paar Puma/DAX. Der Hebel beträgt derzeit 6,6.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Im Derivate-Musterportfolio sind die 220 Long-Zertifikate (WKN AA2 T1Y) auf Gold mit hohem Gewinn ausgestoppt worden sowie die 850 Long-Zertifikate (WKN BN8 URC) auf Gildemeister und die 1.800 Bear-Zertifikate (WKN CK0 MEU) auf IVG Immobilien mit jeweils erheblichem Verlust. Dafür haben die Verantwortlichen 1.300 Put-Optionsscheine (WKN DE5 PME) auf den DAX zu 5,74 Euro aufgenommen und bei 5,30 Euro abgesichert sowie 1.250 Call-Optionsscheine (WKN DE5 RHN) auf das Währungspaar US-Dollar/Japanischer Yen zu 3,94 Euro (Stoppkurs bei drei Euro) und 2.000 Long-Zertifikate (WKN DZ3 2UD) auf Sky Deutschland zu 1,01 Euro (Stoppkurs bei 0,60 Euro) eingebucht. Nun möchten sie noch 1.000 Short-Zertifikate (WKN TB9 65K) auf ADVA Optical Networking zu höchstens 3,06 Euro aufnehmen und den Stopp-Loss bei 2,40 Euro platzieren. Die Verantwortlichen für das Alpha-Turbo-Musterdepot haben ihre 3.900 Alpha-Turbo-Short-Zertifikate (WKN DZ2 QQ6) auf eine schlechtere Wertentwicklung der Aktie von MTU Aero Engines als der DAX mit einem Verlust ausgebucht. Dafür haben sie 4.500 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QNR) auf das Paar Krones/DAX zu 1,75 Euro aufgenommen und bei 1,45 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 3.600 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 QT1) auf das Paar Siemens/DAX zu höchstens 1,17 Euro sowie 2.500 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QNY) auf das Paar Puma/DAX zu maximal 1,11 Euro einbuchen.

Frankfurter Börsenbrief: Der Strategiewechsel von QSC trägt Früchte
Früher war QSC vor allem ein Daten-Netzbetreiber, der über eines der größten Richtfunk-Zugangsnetze in Deutschland verfügt. Das Netz von QSC ist in etwa 200 Städten verfügbar, womit etwa 70 Prozent aller deutschen Unternehmensstandorte und grob 50 Prozent der Privathaushalte in Deutschland abgedeckt werden. Außerdem steht QSC für ein bundesweites Sprachnetz. Doch der Vorstand hat die Unternehmens-Strategie geändert und sucht die künftigen Chancen in der Sprach- und Datenkommunikation. Dabei richtet sich der Fokus besonders auf mittelständische Kunden. QSC vereint verschiedene Technologien in der Breitband-Technologie und kann den Kunden entsprechend ein breites Produktsortiment anbieten. Vor wenigen Tagen meldete QSC die Übernahme des IT-Spezialisten Info AG. Der Erfolg dieser Änderungen lässt sich nach Angaben der Experten des Frankfurter Börsenbriefes bereits an den Zahlen für das erste Quartal 2011 ablesen. Der Umsatz sank im Jahresvergleich zwar um 0,8 Prozent, doch die operative Marge hat sich von 3,7 auf 7,7 Prozent mehr als verdoppelt. Auch der Gewinn hat sich auf 6,5 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Mit einer Eigenkapitalquote von etwa 57,7 Prozent und einer Netto-Liquidität von 32,8 Millionen Euro macht auch die Bilanz einen guten Eindruck. Insgesamt dürfte QSC in der Lage sein, für das Jahr 2011 eine Dividende zu zahlen. Da QSC auf einem strategisch richtigen und guten Weg ist und auch die Charttechnik für einen Einstieg ab Notierungen von 2,86 Euro spricht, sollten Anleger die Aktie dann auch kaufen. Das Kursziel beträgt vier Euro und der Stoppkurs sollte bei 2,38 Euro gesetzt werden.
Fuchs Kapitalanlagen: Anglo American mit ehrgeizigen Plänen
Anglo American fördert vor allem in Australien, Afrika und Südamerika Industrierohstoffe, die von der Wirtschaft momentan besonders stark nachgefragt werden. Ein Drittel des operativen Ergebnisses erwirtschaftet das Unternehmen mit Kupfer, 22 Prozent entfallen auf Eisenerz und 19 Prozent auf Kohle. Daneben holt die Gesellschaft im Wesentlichen Platin, Nickel und Diamanten aus dem Boden. Nach Ansicht der Experten von Fuchs Kapitalanlagen hat sich der Vorstand ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Die Produktion soll bis zum Jahr 2015 um 50 Prozent zulegen. Bei diesem Vorhaben spielt eine neue Erzmine in Brasilien eine bedeutende Rolle, denn mit ihr könnte die Fördermenge mittelfristig verdoppelt werden. Der Aktienkurs steht momentan unter Druck. Nach den Unwettern in Australien verringerte sich die Produktionsmenge. Das dürfte sich allerdings bald wieder ändern. Charttechnisch ist es wichtig, dass die Unterstützung bei 2.800 Britischen Pence beziehungsweise 32,50 Euro nicht unterschritten wird. Anleger sollten die Aktie mit einem Kursziel von 43,20 Euro und mit einem Stopp-Loss bei 28,70 Euro kaufen.
Änderung im Musterdepot von Fuchs Kapitalanlagen:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 4.000 Anteilscheine von Vodafone mit einem Gewinn von 39 Prozent zu 1,90 Euro ausgebucht.
Das Zertifikatejournal: Es hilft nichts, Kohle, Öl und Gas müssen her
Beim Verbrennen von Kohle, Öl und Gas wird Kohlendioxid freigesetzt, das maßgeblich zur gefährlichen globalen Erwärmung beiträgt. Die Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) erhob mit dem Protokoll vom Treffen im japanischen Kyoto im Jahr 1997 den Kohlendioxid-Ausstoß zum Klimaindikator. Die fossilen Energieträger gelten seither als Klimakiller. Die Politiker verpassten dafür der Atomkraft, als kohlendioxidarmer Energiequelle, einen "grünen" Anstrich. Doch der drohende Super-GAU im japanischen Fukushima zeigt, dass Kohlendioxid nicht die einzige Gefahr für unsere Umwelt ist. Für die Experten des Zertifikatejournals ist die Forderung nachzuvollziehen, sich lieber früher als später von der Kernkraft zu trennen. Das wirft allerdings die Frage nach den Alternativen für den stetig zunehmenden Energieverbrauch auf, wobei erneuerbare Energien diesen Verbrauch wohl auf absehbare Zeit nicht vollkommen decken können. Als Zwischenlösung kommen die viel gescholtenen fossilen Energieträger zurück. Schließlich beherrschen Kohle, Öl und Gas unverändert den Energiehaushalt, sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern. In Deutschland deckt das fossile Dreiergespann fast 80 Prozent des Primärenergieverbrauchs ab, in den USA liegt der Anteil bei 84 Prozent. Hochrechnungen zufolge reichen die Ressourcen an fossilen Energieträgern höchstens noch 40 Jahre. Allerdings darf dafür nicht mehr Energie verbraucht werden als heute. Doch der Verbrauch dürfte weiter steigen. Die Structured Solutions AG setzt mit dem Aktienindex Solactive Fossil Energy Mix auf das Festhalten an fossilen Brennstoffen mangels Alternativen. Der neue Index bildet die Kursentwicklung von Unternehmen ab, die aktiv im fossilen Energiebereich tätig sind. Das Barometer enthält die weltweit jeweils fünf größten Unternehmen aus den relevanten Sektoren Kohle, Öl und Gas. Anfänglich werden 15 gleichgewichtete Werte geführt. Die meisten Unternehmen kommen aus den beiden Ländern, die auch die meiste Energie verbrauchen: Die USA stellen fünf Aktien im Index, aus China kommen vier Werte. Das rohstoffreiche Australien ist mit zwei Unternehmen vertreten und jeweils eines kommt aus Brasilien, Russland, Großbritannien und den Niederlanden. Die Zusammensetzung wird jährlich überprüft und so angepasst, dass die Werte wieder gleichgewichtet sind. Anleger können nun mit dem endlos laufenden Zertifikat (WKN VT2 EME) der Bank Vontobel auf den Solactive Fossil Energy Mix setzen. Die Zeichnungsfrist endete am 11. Mai.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das langfristig orientierte Musterportfolio haben 400 ihrer 1.200 Vorzugsaktien von Sixt mit einem Gewinn von 144 Prozent zu 28 Euro ausgebucht.
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