Werner Sperber
Nachhaltigkeit & Investment beruft sich auf die Bank Sarasin und weiß um nachhaltige Chancen für Nokia, Cisco Systems, Corning, Huber & Suhner, EMC, IBM, Symantec und McAfee in den Schwellenländern. 4investors beschäftigt sich mit der Commerzbank und der Deutschen Bank. Focus Money will weiter mit Bertrandt wachsen. Trading Kompakt zeigt, wie Anleger mit biologisch angebauten Lebensmitteln sehr gut verdienen können. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Nachhaltigkeit & Investment verweisen auf eine Nachhaltigkeitsstudie der Bank Sarasin mit dem Titel "Megatrend Wissensgesellschaft". Dieser Studie zufolge, sorgt der Wissensdurst in den Schwellenländern für attraktive Anlagechancen. Dabei erweisen sich die Aktien von Nokia, Cisco Systems, Corning, Huber & Suhner, EMC, IBM, Symantec und McAfee als interessant. Wissensdurst eröffnet Investitions-Chancen in die Bildung und die Kommunikationstechnik, wobei die Emerging Markets noch großes Ausbau-Potenzial für Mobilfunk und Internet haben. Staaten und Unternehmen investieren kräftig in Bildung, Forschung und Entwicklung. Laut der Bank-Studie profitieren bestimmte Geschäftsfelder vom Megatrend Wissensgesellschaft besonders. Dazu gehören Softwarefirmen, Bildungseinrichtungen, Telekommunikationsunternehmen, Hersteller von Telekommunikationsgeräten, Netzwerkinfrastruktur und Datenspeicher sowie Medien und Firmen, welche sich auf Datensicherheit und -organisation spezialisiert haben. Um die Zukunftsmärkte zu erschließen, müssen Geräte und Lösungen angeboten werden, die auf die jeweilige Kaufkraft zugeschnitten sind. Sowohl Nokia als auch Sony Ericsson haben besonders kostengünstige Mobiltelefone mit speziellen Eigenschaften (unter anderem in Bezug auf den Empfang und die Stromversorgung) entwickelt. Profiteuer eines Ausbaus der Breitband-Internet-Infrastruktur sind zum Beispiel Netzwerkausrüster Cisco Systems oder die Kabelproduzenten Corning und Huber & Suhner. Mit dem Ausbau der Internet-Infrastruktur wächst auch der Bedarf an Datenspeichern. Deshalb dürfte Speichersystemanbieter EMC ebenso gute Geschäfte machen, wie IBM als Anbieter von Software und IT-Diensten, wie den für das sogenannte Cloud Computing benötigten Rechenzentren. Um sich vor Angriffen aus dem Internet zu schützen, benötigen die Nutzer zudem die Virenschutzprogramme etwa von Symantec oder McAfee.

4investors: Weiter Gefahr für die Commerzbank und die Deutsche Bank
Der Aktienkurs der Commerzbank ist in einem festen Marktumfeld weiter gesunken. Die nächste, kleinere Hürde liegt bei 2,52 bis 2,55 Euro. Wenn die Notierung diesen Widerstand überwindet, könnte sich der Kurs nach Ansicht der Experten von 4investors schnell erholen. Die wichtigen Hürden befinden sich bei 2,63 bis 2,71 Euro sowie bei 2,90 bis 3,00 Euro. Bei 2,22 Euro findet sich eine Unterstützung, die das nächste Kursziel in dem derzeit noch intakten Abwärtstrend ist.
Die Experten von 4investors verweisen darauf, dass sich der Aktienkurs der Deutschen Bank oberhalb der Unterstützung bei 35,92 Euro stabilisiert hat, obwohl diese Marke zwischenzeitlich unterschritten worden ist. Allerdings droht noch immer ein Rückgang auf weniger als 35,92 Euro und 35,66 Euro. Wenn das passiert, dürften wohl auch die Unterstützungen bei 33,57 Euro bis 32,66 Euro nur einen schwachen Halt auf dem Weg bis 27 Euro beziehungsweise 26 Euro darstellen. Erst wenn der Kurs die Widerstände bei 37,14 Euro und bei 37,50 bis 37,85 Euro überwindet, würde sich die charttechnische Lage entspannen und die Hürde bei 38,60 Euro ins Visier bringen.
Focus Money: Bertrandt muss raus aus dem Dreieck
Bertrandt bietet der Automobilbranche, der Luftfahrtindustrie, der Elektroindustrie oder den Energieversorgern Ingenieurs-Dienstleistungen an. Die Geschäfte florieren und der Konzern hat in dem Ende September ablaufenden Geschäftsjahr 2010/11 bereits 1.500 Mitarbeiter eingestellt. Analysten der Bank Lampe zufolge sollen alleine diese neuen Angestellten im kommenden Fiskaljahr einen Umsatzbeitrag von 112,5 Millionen Euro erwirtschaften. Charttechnisch hat sich eine Dreiecksformation gebildet. Wenn die obere Begrenzung überwunden wird, sind weitere Kurssteigerungen wahrscheinlich. Die Analysten geben das Kursziel mit 73 Euro an, die Experten von Focus Money den Stoppkurs mit 48,20 Euro.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Gerhard Martin, verantwortlich für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, hat 300 Anteilscheine von Lanxess zu 60,04 Euro aufgenommen. Nun bucht er seine 1.260 Aktien von TUI aus und möchte sich auch für mindestens je 24,90 Euro von seinen 500 Titeln von Südzucker trennen. Dafür will er 250 ETFs (WKN A0N 62F) auf Silber einbuchen. Manuel Hölzle, zuständig für das Musterdepot der GBC AG, möchte seinen Bestand von 4.500 Papieren von Windsor um weitere 1.000 Anteilscheine zu höchstens 2,40 Euro aufstocken.
Trading Kompakt: Ein knappes Gut: Anlagemöglichkeiten in Bio-Lebensmitteln
Vor allem in den etablierten Märkten wie Europa und den USA sorgt der Trend eines bewussten, gesünderen und nachhaltigeren Lebensstils für großes Interesse an Lebensmitteln aus kontrolliert ökologischer Herstellung. Es gibt zwar nach wie vor Kritiker der meist teureren Bio-Produkte, allerdings sprechen die Wachstumstrends der vergangenen Jahre eine deutliche Sprache: Bio-Nahrungsmittel sind keine Mode-Erscheinung. Den Experten von Trading Kompakt zufolge besteht entsprechend weiteres Wachstumspotenzial, das größer ist als bei konventionell produzierten Lebensmitteln. Investoren haben es allerdings schwer, Anlagemöglichkeiten zu finden, denn es gibt nur wenige börsennotierte Bio-Firmen. Eine Möglichkeit ist der Kauf des Zertifikates (WKN DB6 GQB) der Deutschen Bank auf den Index Solactive Organic Food. Allerdings werden selbst in diesem Index nur acht Werte gelistet, von denen drei auch noch sehr stark gewichtet sind. Die drei hoch gewichteten Titel sind Green Mountain Coffee Roasters, Hansen Natural und Whole Foods Markets. Die anderen fünf Werte sind: United Natural Foods, Dean Foods, Hain Celestial Group, Wessanen und die Christian Hansen Holding.
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