Werner Sperber
Der Austria Börsenbrief ist vorsichtig und schwärmt trotzdem von Miba. Der Zertifikate und Optionsscheine Trader glaubt an die Trendwende bei Singulus Technologies und hat ein passendes Derivat parat. Die Platow Börse ist überzeugt von den Musterdepotwerten Lanxess und Augusta Technologie. CdC Aktien-Snapshot freut sich darüber, dass Greiffenberger schneller auf den Wachstumspfad zurück ist als erwartet. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Austria Börsenbriefes verweisen auf eine attraktive Bewertung österreichischer Aktien auf Basis des KGV, ein hohes Gewinnwachstum, vorsichtige Investoren sowie fehlende Anlagealternativen und kommen so zu dem Schluss: Für den renditeorientierten Langfristanleger führt trotz aller Unsicherheiten kein Weg an der Aktie vorbei. Eine Investmentchance bietet derzeit die Aktie von Miba, für welche die Neubewertung noch nicht abgeschlossen ist. Das Zulieferunternehmen für die Motoren- und Fahrzeugindustrie hat ein sehr gutes erstes Halbjahr mit einem Rekordumsatz hinter sich. Schon alleine auf Basis des Halbjahresgewinns von 17,79 Euro beträgt das KGV nur 10. Trotz Rekordkursen sind die Anteilscheine damit ungewöhnlich günstig bewertet. Zudem sprechen auch die sehr gesunde Bilanz, die Übernahmen (jüngst die Hoerbiger Antriebstechnik), die bodenständige Geschäftspolitik, die Entwicklung der Nachfrage und der zuversichtliche Ausblick für das Unternehmen. Die Experten nehmen Abschläge für die zyklische Branche und die Marktenge der Aktie vor und sprechen Miba lediglich ein KGV von 7 zu. Sie schätzen den Gewinn je Anteilschein für das zweite Halbjahr nur auf zwölf Euro und somit das Ergebnis für das Gesamtjahr auf 30 Euro und kommen so noch immer auf ein Kursziel von 210 Euro.
Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das Österreich-Musterportfolio wollen 175 Vorzugsaktien von Miba zu höchstens 163 Euro aufnehmen.

Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: Singulus arbeitet an der Trendwende
Der Aktienkurs von Singulus Technologies ist seit Ende April in einer regelmäßigen Wellenbewegung zwischen zwei Abwärtstrendlinien gesunken. Doch nun ist die Notierung aus diesem Abwärtskanal nach oben ausgebrochen und hat die obere Linie mit einem höheren Tief und einem höheren Hoch überwunden. Damit zeigt der Singulus-Kurs nun eine charttechnische Trendwende an. Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader raten risikobereiten Anlegern deshalb zum Kauf des am 16. März 2011 fälligen Call-Optionsscheines (WKN CM1 5KC) der Commerzbank auf Singulus Technologies. Der Schein ist mit einer Basis von vier Euro und einem Hebel von derzeit 4,8 ausgestattet. Die Experten führen aber gleichzeitig den am 14. September 2011 ablaufenden Put-Optionsschein (WKN DE2 WK9) der Deutschen Bank an. Dieser Schein weist eine Basis von drei Euro und einen Hebel von aktuell 9,6 auf.
Änderung im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die 500 Call-Optionsscheine (WKN DZ6 WUD) auf SMA Solar Technology sind mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 0,95 Euro ausgestoppt worden.
Die Platow Börse: Die Musterdepotwerte wachsen
Der Vorstand von Lanxess hat die mittelfristigen Wachstumsziele bekanntgegeben. Bis zum Jahr 2015 soll das EBITDA organisch sowie durch Akquisitionen von den für das laufende Jahr angestrebten 800 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Dabei setzt das Management des Spezialchemiekonzerns vor allem auf die Kautschuk-Produkte und die Nachfrage aus den BRIC-Staaten. Die Experten der Platow Börse raten auch aufgrund des anhaltenden Aufwärtstrends weiterhin zum Einstieg mit einem Stoppkurs bei 33 Euro.
Auch der Vorstand von Augusta Technologie treibt das Wachstum mit Übernahmen voran. Der Konzern sichert sich aktuell durch den Kauf von 55,5 Prozent an P+S Technik den Zugang zu einem attraktiven Markt mit viel Potenzial und stärkt gleichzeitig das Kernsegment "Vision Technologie". P+S stellt unter anderem digitale Filmkameras her. Die Experten raten auch bei diesem Musterdepotwert weiterhin zum Kauf mit einer Absicherung bei 10,50 Euro.
Der CdC Aktien-Snapshot: Greiffenberger ist wieder das
Die Konjunktur im Maschinenbau erholt sich schneller als erwartet, wie auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) dokumentierte, indem er jüngst erneut die Prognose für die Branche angehoben hat. Die Experten des CdC Aktien-Snapshot stellen fest, dass die Greiffenberger AG vor diesem Hintergrund zurück auf einem profitablen Wachstumspfad ist. Die Unternehmensgruppe profitiert besonders von der international guten Positionierung in aussichtsreichen Marktnischen. Der Konzern arbeitet in aussichtsreichen Teilmärkten der Umwelttechnik und der Energieeffizienz und bedient damit weltweit Kunden in technologisch anspruchsvollen Märkten. Zu den Produkten der familiengeführten Industrieholding zählen unter anderem energiesparende Antriebe, Antriebslösungen für Windkraftanlagen, Biomasseheizungen und Kanalsanierungsprodukte. Die umsatzstärkste der drei Sparten ist die Antriebstechnik vor Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl und Kanalisierungstechnologie. Der Vorstand prognostiziert für das Jahr 2010 einen Umsatz von 130 Millionen bis 140 Millionen Euro und ein EBITDA zwischen 12,5 Millionen und 16,5 Millionen Euro. Zudem hat sich auch die finanzielle Situation verbessert. Zum 30. Juni erhöhte sich das Eigenkapital auf 25,3 Millionen Euro was einer gestiegenen Eigenkapitalquote von 21,8 Prozent entspricht. In der vergangenen Woche erhöhte Greiffenberger das Kapital und erlöste dabei 3,1 Millionen Euro brutto. Das frische Geld will der Vorstand vor allem für Zukäufe und Beteiligungen ausgeben, welche weitere Wachstumsimpulse bringen könnten.
Änderung im Realdepot des TradeCentre:
Simon Betschinger, Verantwortlicher für das Realdepot, erhöht das Kauflimit für die 800 Anteilscheine von KUKA auf 14,05 Euro.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.