Werner Sperber
CdC Aktiensnapshot ist von der Stärke von M.A.X. Automation beeindruckt. Der Zertifikate und Optionsscheine Trader baut mit einem Derivat auf Strabag. Die Platow Börse erkennt viel Luft nach oben für den Freenet-Kurs. Der Anlegerbrief performaxx beschäftigt sich mit dem Börsengang von Kinghero. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des CdC Aktiensnapshot verweisen auf die aussichtsreiche Positionierung und breite Aufstellung der mittelständischen Beteiligungsgesellschaft M.A.X. Automation in den Bereichen Umwelttechnik und Industrieautomation. Dadurch hat M.A.X. Automation den starken Einbruch im Jahr 2009 bemerkenswert gut bewältigt. Die finanziell solide Holding prüft zudem derzeitig intensiv Firmenzukäufe, um das breite Leistungsspektrum zu erweitern. Derzeit zieht die Maschinenbau-Konjunktur stark an, was auch dem Konzern zu einem Aufwärtstrend verhilft. Alle Tochtergesellschaften nehmen für sich eine gute Wettbewerbsposition in ihrer jeweiligen Nische in Anspruch. M.A.X. Automation setzt in der Entwicklung der einzelnen Gesellschaften auf ein "nachhaltiges" Wachstum, das insbesondere durch verstärkte Auslandsaktivitäten vorangetrieben werden soll. Bereits jetzt wird mehr als die Hälfte der Umsätze im Ausland erlöst. Nach vorläufigen Zahlen legte der Wert der Auftragseingänge im ersten Halbjahr deutlich im zweistelligen Prozentbereich zu. Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um 6,4 Prozent auf 78,8 Millionen Euro. Die Einsparungen und Effizienzsteigerungen aus dem Vorjahr führten dazu, dass sich das EBIT von minus 2,1 Millionen auf plus 1,8 Millionen Euro verbesserte und das Nettoergebnis von minus 1,9 Millionen auf plus eine Million Euro. Im Sektor Umwelttechnik ist das Recycling der Kernbereich des Tochterunternehmens Vecoplan AG, das mit einem Jahresumsatz von mehr als 70 Millionen Euro die größte Gesellschaft der Holding ist. Steigende Rohstoffpreise machen die Wiederaufbereitung auch unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten immer interessanter. Im Segment Industrieautomation entwickeln die Tochterfirmen technisch anspruchsvolle Systemlösungen, um die Produktionsprozesse ihrer Kunden effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Die IWM Automation beispielsweise ist spezialisiert auf Fertigungs- und Montageanlagen für die Automobilindustrie, NSM Magnettechnik ist einer der technologisch führenden Anbieter von Handlings- und Fördersystemen für Metalle.

Zertifikate & Optionsscheine Trader: Strabag baut an der Erholung
Wenn es dem Aktienkurs von Strabag gelingt, den Widerstand bei 17,60 Euro zu überwinden, gehen die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader von weiter steigenden Notierungen aus, die zunächst bis zur Hürde bei 19 Euro und danach bis zur Abwärtstrendlinie bei derzeit 19,97 Euro führen kann. Der Stoppkurs sollte bei 16,40 Euro platziert werden. Risikobereite Anleger sollten den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DB8 LEU) der Deutschen Bank auf Srabag kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 9,62 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 10,55 Euro und einem Hebel von derzeit 2 ausgestattet.
Änderung im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die 198 Call-Optionsscheine (WKN DZ1 L5L) auf das Währungspaar Dollar/Schweizer Franken sind mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 120,78 Euro ausgestoppt worden.
Die Platow Börse: Freenet ist so frei und bereitet sich auf Kurszuwächse vor
Nach Ansicht der Experten der Platow Börse haben die Anleger nur geringe Erwartungen an die Zweitquartals-Zahlen von Freenet, die der Mobilfunkkonzern am 11. August vorlegen will. Zwei andere Aspekte dürften für Investoren spannender sein: Vorstandsvorsitzender Christoph Vilanek hatte im Frühjahr eine Dividende von mindestens 0,80 Euro je Anteilschein in Aussicht gestellt. Insofern sollte der Cashflow bereits zum Halbjahr Hinweise geben, wie realistisch dieses Szenario ist. Zumal einige Analysten sogar auf eine Ausschüttung von einem Euro pro Aktie für das Jahr 2010 hoffen. Daraus ergibt sich eine Dividendenrendite von fast zehn Prozent. Zweitens sorgen die zwei Großaktionäre Drillisch und United Internet weiter für Übernahme-Spekulationen. Zusammen halten sie rund 16,6 Prozent an Freenet. Drillisch-Vorstandsvorsitzender Paschalis Choulidis nannte die Freenet-Beteiligung zuletzt ein gutes Investment. Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender von United Internet, hält sich dagegen bedeckt. Für ihn ist eine Übernahme von Freenet möglicherweise attraktiv, denn auf Grund der Marktmacht von Freenet könnte United Internet seine Stellung im Neukundengeschäft stärken. Charttechnisch bildet die Freenet-Aktie derzeit einen Boden bei acht Euro aus, der ebenso zum Einstieg einlädt. Die Freenet-Aktie sollte jetzt und gegebenenfalls bei Notierungen von rund 7,90 Euro gekauft werden. Der Stoppkurs sollte bei 6,85 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot der Platow Börse:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 850 Anteilscheine von Lanxess zu 38,10 Euro aufgenommen und bei 28 Euro abgesichert. Nun wollen sie noch weitere 400 Lanxess-Aktien zu höchstens 36 Euro einbuchen. Zudem sollen 1.500 Titel von Nemetschek zu maximal 22,20 Euro und weitere 800 Stück für weniger als 21,30 Euro aufgenommen werden.
performaxx: Kinghero kann zum heldenhaften König im Depot werden
Die chinesische Modemarke "Kinghero" strebt den Börsengang im Entry Standard der Börse Frankfurt am Main für den 6. August an. Bis morgen, 4. August, sind die maximal 2,07 Millionen Aktien (WKN A0X FMW) noch in einer Preisspanne zwischen 14,50 bis 18,50 Euro zu ordern. So kann das schuldenfreie Modeunternehmen brutto maximal 38,3 Millionen Euro einsammeln. Dabei stammt nur die mögliche Mehrzuteilungsoption aus dem Besitz des Firmengründers und jetzigen Vorstandsvorsitzenden Zhang. Die Experten des Anlegerbriefes performaxx halten das Angebot für attraktiv und raten deshalb dazu, die Aktien zu zeichnen beziehungsweise sie gegebenenfalls an der Börse zu kaufen. Die Konsortialbanken, BankM und Silvia Quandt & Cie, geben den "fairen Wert" mit rund 21,80 Euro an, also rund einem Viertel bis zur Hälfte mehr als die Preisspanne. Zum einen haben kurzfristig ausgerichtete Anleger so die Chance auf spekulative Zeichnungsgewinne. Für Investoren mit einem längeren Zeithorizont eignet sich die Aktie von Kinghero auch als spekulative Depotbeimischung aus einer konservativen Branche. Zudem locken die Wachstumsraten von China. Die im Jahr 1986 gegründete Modemarke "Kinghero" ist unter den Top Ten der chinesischen Modeausstatter und hat bereits zahlreiche Preise errungen. Der Konzern Kinghero ist in drei Viertel der chinesischen Provinzen mit insgesamt mehr als 100 Läden und so genannten Shop-in-Shops vertreten. Das Geld aus dem Börsengang möchte das Unternehmen nutzen, um selbst betriebene Geschäfte (Flagship-Stores) aufzubauen. Dabei bleibt die gesamte Gewinnspanne bei Kinghero. Die Zielgruppe des Konzerns sind Arbeitnehmer aus der Mittelschicht mit einem Monatseinkommen von mindestens 300 Euro. Damit hat Kinghero in den vergangenen Jahren Zuwachsraten von rund 40 Prozent per anno erreicht, denn zum einen wächst der Wohlstand der Chinesen kontinuierlich und zum anderen ist der Trend zur Verstädterung intakt. Dieses Wachstum ist deutlich höher als das der chinesischen Textilindustrie, wobei schon alleine diese Branche weitaus deutlicher zulegt als das ohnehin schon erstaunlich hohe Bruttoinlandsprodukt. Zudem ist Kinghero mit einer EBIT-Marge von 27 Prozent im Jahr 2009 und 30 Prozent im ersten Quartal 2010 extrem profitabel. Die Eigenkapitalquote beträgt hohe 75 Prozent. Sowohl die Erweiterung der Wertschöpfungskette, die durch die Übernahme zweier Fabriken bewerkstelligt werden soll, als auch der Ausbau des Vertriebsnetzes und der Ladenstruktur dürften Erlöse und Erträge in den nächsten Jahren weiter kräftig zulegen lassen. Nach einem Umsatz von 49 Millionen Euro im Jahr 2009 schätzen die Konsortialbanken den Erlös im laufenden Jahr auf 72 Millionen Euro und für 2011 auf 91 Millionen Euro. In der Mitte der Zeichnungsspanne dürften den Schätzungen zufolge die Gewinne je Aktie bei 2,05 Euro im laufenden Jahr und 2,50 Euro im nächsten Jahr liegen, was KGVs von 8 beziehungsweise 7 bedeuten würde. Die Nettogewinne seien dabei nicht wie bei vielen chinesischen Start-Ups durch eine befristete Steuerfreiheit verfälscht und damit ganz normal mit anderen Branchen-Peers zu vergleichen. Kinghero vergleicht sich mit H&M sowie Zara, die beide in punkto Preissegment und Markenstellung in Peergroup-Nähe Kingheros angesiedelt sind. Allerdings kommt kein Unternehmen der Peergroup auf eine EBIT-Marge von 27 Prozent.
Änderungen in den Musterdepots des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das Trendfolge-Musterportfolio haben 100 Put-Optionsscheine (WKN SL1 GCF) auf Gold zu 10,69 Euro aufgenommen. Die Verantwortlichen für das langfristig ausgerichtete Musterdepot haben 1.100 Aktien von Nabaltec zu 4,55 Euro eingebucht. Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgelegte Musterportfolio haben ihre 600 Anteilscheine von Dürr mit einem Gewinn von 15 Prozent zu 20,90 Euro ausgebucht sowie ihre 500 Titel von Solyrhybrid mit einem Plus von 33 Prozent zu 8,88 Euro. Dafür sind 230 Aktien von Delticom zu 18,22 Euro aufgenommen worden.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Jens Castner, zuständig für das defensive Musterportfolio, hat 70 Dividenden-Discount-Zertifikate (WKN GS2 X2T) zu 89,20 Euro aufgenommen. Im Momentum-Musterdepot sind die Anteilscheine von Continental, Drägerwerk und Wacker Chemie mit Verlusten von einem, drei und sieben Prozent zu 48,23 Euro, 51,19 Euro sowie 123,30 Euro ausgestoppt worden. Dafür will Sven Parplies, der das Depot betreut, nun Aktien von Virgin Media sowie von NetApp einbuchen. Im offensiv ausgerichteten Musterportfolio sind die 6.250 Anteilscheine von Nanorepro mit einem Verlust von elf Prozent zu 3,58 Euro ausgestoppt worden. Dafür hat der Depotverantwortliche, Joachim Spiering, 260 Aktien von Linde zu 89,75 Euro aufgenommen, sowie 1.900 Titel von ProSiebenSat.1 zu 12,43 Euro, 1.160 Papiere von Schweizer Electronic zu 19,77 Euro und 770 Indien-Zertifikate (WKN GS0 KEY) zu 30,03 Euro. Die Stoppkurse liegen bei 80 Euro, 12,60 Euro und 20 Euro. Nun will Spiering noch 1.015 Anteilscheine von Nemetschek aufnehmen und den Stopp-Loss bei 21 Euro platzieren.
Änderung im Musterdepot des Emerging Markets Investor:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 2.000 Anteilscheine von Sibir Telecom mit einem Gewinn von 19 Prozent zu 8,90 Euro ausgebucht.
Änderung im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 6.450 Anteilscheine von Compugen zu 3,10 Euro aufgenommen und bei 2,50 Euro abgesichert.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die 1.000 Anteilscheine von Bob Mobile sind mit einem Verlust von zehn Prozent zu 17 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 6.000 Aktien von CE Global Sourcing zu zwei Euro sowie 150.000 Titel von Mykogreen Biotechnology zu 0,10 Euro aufgenommen.
Änderung im Musterdepot des Hanseatischen Börsendienstes:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen 5.000 Anteilscheine von Heiler Software zu höchstens 1,40 Euro aufnehmen.
Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das international angelegte Musterportfolio wollen 275 Vorzugsaktien von Sto zu höchstens 71,50 Euro aufnehmen.
Änderung im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 774 Anteilscheine der Homag Group zu 13,05 Euro aufgenommen und bei 11,90 Euro abgesichert.
Änderungen im Musterdepot des Maydornreport:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 800 Anteilscheine von China Sunergy zu 3,36 Euro sowie 950 Aktien von Kandi Technologies zu 2,95 Euro aufgenommen.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.