Börsenwelt Presseschau: Klöckner & Co, ThyssenKrupp und Voestalpine, Sky Deutschland und Adidas, Air Berlin sowie Masterflex unter der Lupe
Die Platow Börse beschäftigt sich mit Klöckner & Co, ThyssenKrupp und Voestalpine. Börse Online will mit Sky Deutschland und einem Derivat auf Adidas abheben. Der Aktionärsbrief fliegt auf Air Berlin. Aktien-Strategie hält Masterflex für kaufenswert. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse erinnern an die seit Monaten auf vollen Touren laufende Stahlproduktion. Von Januar bis Mai erhöhte sich die in Deutschland hergestellte Menge Rohstahl im Jahresvergleich um 2,3 Prozent auf 19,3 Millionen Tonnen. Im Mai waren die Kapazitäten der deutschen Stahlkonzerne fast vollständig ausgelastet. In Europa legte die Produktionsmenge von Januar bis April um 5,7 Prozent auf 61,4 Millionen Tonnen zu und weltweit um acht Prozent auf 500 Millionen Tonnen. In den kommenden Monaten dürfte sich die Lage zwar beruhigen, doch die Aussichten für das Gesamtjahr sind mehr als rosig. Dennoch sank der Aktienkurs des Stahl-Handelsunternehmens Klöckner & Co. Einer der Gründe dafür ist sicherlich die jüngst erfolgte Kapitalerhöhung, bei der sich ein Teil der Aktionäre verabschiedet hat. Ein Neueinstieg sollte erst nach einer Kursberuhigung ins Auge gefasst werden. Der Aktienkurs von ThyssenKrupp hebt sich dagegen derzeit charttechnisch positiv hervor. Sowohl der kurzfristige Aufwärtstrend seit Mitte März, als auch der langfristige seit Anfang 2009 sind intakt. Dazu kommen positive Analysten-Kommentare und eine hervorragende operative Entwicklung in den ersten sechs Monaten des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres 2010/11. Mit einem KGV von 16 für das aktuelle Fiskaljahr ist die Aktie zwar vergleichsweise teuer bewertet, die Experten gestehen den Titeln dennoch weiteres Kurspotenzial zu. Der Stoppkurs sollte bei 28 Euro gesetzt werden. Nachdem sich beinahe alle Analysten positiv zur österreichischen Voestalpine geäußert haben, ging es zuletzt aufwärts mit dem Aktienkurs. Die Geschäfte laufen ebenfalls gut. In dem Ende März ablaufenden Wirtschaftsjahr 2011/12 soll der Umsatz um neun Prozent auf 11,9 Milliarden Euro und der Gewinn je Aktie um 40 Prozent auf 4,26 Euro steigen. Daraus lässt sich ein KGV von konkurrenzlosen 8 ableiten. Der Stopp-Loss sollte bei 27,50 Euro platziert werden.

Börse Online: Sportlich aufwärts für Sky Deutschland und Adidas
Nach einem lang anhaltenden Kursverfall, hat die Aktie von Sky Deutschland seit Herbst vergangenen Jahres eine Aufholjagd gestartet. Jüngst überwand die Notierung dabei eine seit dem Jahr 2008 gültige Abwärtstrendlinie. Damit ist nach Angaben der Experten von Börse Online der Weg frei bis zum Widerstand bei 4,50 Euro, dem Hoch aus dem Jahr 2009. Als Anhalt für die Stoppmarke dient die 90-Tage-Linie. Das Kursziel beträgt demnach 4,50 Euro und der Stoppkurs sollte bei 2,90 Euro gesetzt werden.
Die Experten von Börse Online gehen zwar davon aus, dass die Sponsoren und Ausrüster der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland gute Geschäfte, vielleicht sogar sehr gute Geschäfte machen. Doch die richtig großen Veranstaltungen sind erst die Olympischen Spiele in London sowie die Männer-Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine im nächsten Jahr. Erst dann dürfte Adidas einen Schub erfahren. Anleger sollten sich allerdings schon jetzt mit dem am 24. Februar 2012 fälligen capped Bonus-Zertifikat (WKN TB6 HKN) von HSBC Trinkaus auf Adidas positionieren. Wenn der Aktienkurs nicht auf oder unter die Marke von 40 Euro sinkt, bezahlt die Bank 54 Euro zurück.
Änderungen in den Musterdepots von Börse Online:
Die Verantwortlichen für das dynamisch orientierte Musterportfolio haben ihre 180 Anteilscheine der Hamburger Hafen und Logistik AG HHLA mit einem Verlust von zehn Prozent zu 29,73 Euro ausgebucht. Im Trend-Musterdepot sind die 600 Anteilscheine von Telegate mit einem Gewinn von fünf Prozent zu 7,88 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.500 Put-Optionsscheine (WKN DZ2 L1Z) auf das Währungspaar US-Dollar/Japanischer Yen zu 3,31 Euro aufgenommen und bei 2,20 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 1.250 Aktien von Sky Deutschland zu höchstens 3,55 Euro einbuchen.
Der Aktionärsbrief: Einstieg in die abgestürzte Air Berlin
Die Experten des Aktionärsbriefes erklären, Air Berlin greife mit dem Bündnis "Oneworld" die konkurrierende Vereinigung "Star Alliance" der Deutschen Lufthansa an. Air Berlin vereinbarte mit British Airways, einem Gründungsmitglied von "Oneworld", ein umfassendes innereuropäisches Abkommen, das der zweitgrößten deutschen Fluglinie einen direkten Zugang zu den zentralen Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick und London City Airport einräumt. Diese Flughäfen waren von Deutschland aus bisher fast ausschließlich mit Lufthansa-Flügen zu erreichen. Nun gilt eine erweiterte Code-Sharing-Allianz mit American Airways. Damit kann Air Berlin den Wachstumsmarkt USA deutlich öfter anfliegen. Der stetige Zuwachs an Code-Sharing-Flügen macht das Streckennetz von Air Berlin deutlich attraktiver und könnte den nötigen Impuls für eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen bringen. Dennoch sollten nur sehr risikobereite Anleger um das Allzeittief bei drei Euro einsteigen und das Engagement bei 2,40 Euro absichern.
Änderungen in den Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben 300 Vorzugsaktien von Sartorius zu 34 Euro aufgenommen. Im Allround-Musterdepot sind die 100 Anteilscheine von Nexans zum Einstandskurs von 62,80 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 50 Titel von HTC zu 100 Euro eingebucht und bei 90 Euro abgesichert.
Aktien-Strategie: Jetzt ist Zeit für Masterflex
Vor einigen Wochen ist der Aktienkurs von Masterflex stark gestiegen. Die Experten von Aktien-Strategie rieten damals dazu, eine Korrektur abzuwarten, die nun erfolgt ist. Jetzt spricht die Charttechnik für wieder anziehende Notierungen und die Anteilscheine sind mit einem KGV von 12 für das nächste Jahr auch günstig bewertet. Das Kursziel beträgt 8,50 Euro und der Stoppkurs sollte bei 4,60 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die 600 Anteilscheine von Basler sind mit einem Verlust von zwölf Prozent zu 12,52 Euro ausgestoppt worden. Zudem haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio ihre ebenfalls 600 Aktien von ISRA Vision mit einem Gewinn von 29 Prozent zu 17 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 1.000 Titel von MBB Industries zu 7,01 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 5,85 Euro gesetzt. Nun möchten sie noch ihre 1.000 Papiere von Technotrans aus dem Depot nehmen. Dafür wollen sie 300 Anteilscheine von Bechtle zu höchstens 28,45 Euro sowie 1.500 Aktien von Masterflex zu maximal 5,65 Euro aufnehmen.
Änderung im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen 597 Anteilscheine von Süss Microtec zu höchstens 9,06 Euro aufnehmen und bei 7,20 Euro absichern.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig orientierte Musterportfolio haben 77 Anteilscheine von HTC zu 103,50 Euro aufgenommen.
Änderung im Musterdepot von Fuchs Kapitalanlagen:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 100 Anteilscheine von Berkshire Hathaway zu 52,67 Euro aufgenommen und bei 44,51 Euro abgesichert.
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