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Börsenwelt Presseschau: K+S, Infineon Technologies und Commerzbank sowie Barco unter der Lupe

Werner Sperber

4investors sehen Chancen für eine Rückkehr der Bullen zu K+S. Die Actien-Börse Daily bezeichnet Infineon Technologies für eher entwicklungsschwach und die Commerzbank als clever. Focus Money will dreidimensionale Gewinne mit Barco erzielen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von 4investors verweisen darauf, dass der Aktienkurs von K+S in den vergangenen Tagen korrigiert hat. Diese technische Reaktion ist eine Folge des vorangegangenen Anstiegs bis auf 53,21 Euro. Gestern, 16. November, hat die Konsolidierung mit 48,33 Euro im Tagestief beziehungsweise 48,40 Euro auf Basis des Schlusskurses neue Verlaufstiefs verzeichnet. Damit sinkt die Notierung in Richtung einer wichtigen Unterstützung unterhalb der 38-Tage-Linie, die zurzeit bei 47,85 Euro verläuft. Diese Unterstützungszone zieht sich bis in den Bereich knapp unterhalb der Marke von 47 Euro. In dieser Ausgangslage halten es die Experten von 4investors für ein bullishes Zeichen, wenn der Kurses wieder auf mehr als  49,60/50,45 Euro steigen würde, insbesondere wenn zuvor die Unterstützungszone bestätigt wird.


Actien-Börse Daily: Infineon & Commerzbank sind Nicht-Clever & Smart        

Infineon Technologies will zum ersten Mal seit zehn Jahren eine Dividende zahlen, nachdem das Schlussquartal in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 überraschend gut ausgefallen ist. Das Management möchte der Hauptversammlung eine Gewinnbeteiligung von 0,10 Euro je Aktie vorschlagen. Der Halbleiterkonzern setzte 1,4 Milliarden Euro um und verdiente 390 Millionen Euro. In diesem Ergebnis ist die im Sommer für 1,1 Milliarden Euro an Intel verkaufte Handychip-Sparte noch enthalten. Infineon übertraf mit diesen Zahlen die Schätzungen der Analysten. Vorstandsvorsitzender Peter Bauer erwartet für das laufende erste Quartal des Fiskaljahres 2010/11 einen stabilen bis leicht rückläufigen Umsatz im Vergleich zum vierten Quartal 2009/10. Im gesamten Wirtschaftsjahr 2010/11 soll der Umsatz dagegen um fast zehn Prozent zulegen. Die Experten der Actien-Börse Daily erklären, sie hätten ein Problem mit der Aktie, da der Börsenwert 6,5 Milliarden Dollar und das KGV 17 betragen, denn Infineon verdient nicht wirklich Geld. Infineon ist der größte Chip-Hersteller Europas und weltweit die Nummer 4. Aber die Qualität von Forschung und Entwicklung wird nur sehr begrenzt positiv beurteilt. Im Vergleich zur internationalen Konkurrenz ist die Aktie nicht preiswert. Risikobereite Anleger sollten nur einen echten Rücksetzer nutzen, um eine Anfangsposition einzugehen.

Die Experten der Actien-Börse Daily erklären, sie wüssten nicht recht, wer cleverer war, die Bundesregierung oder die Commerzbank. Die SPD, die Grünen und die Linke würden sich ärgern, dass die Bank die Zinszahlung auf die stille Einlage bei dem Finanzinstitut aus Steuerzahler-Geld vermeidet. Die Experten erklären weiter, dem Commerzbank-Vorstandsvorsitzenden Martin Blessing und dem Management gebühre ein Kompliment, da sie die legalen Möglichkeiten ausnutzen, welche sich aus den Unterschieden zwischen der Rechnungslegung nach dem deutschen HGB (Handelsgesetzbuch) und dem internationalen Standard IFRS (International Financial Reporting Standards) ergeben. Damit vermeidet die Commerzbank so lange in gekonnter Form Gewinne, bis sie stark genug für eine Kapitalerhöhung ist. Die Bank braucht für die Ablösung der stillen Einlage einen Börsenkurs für die Altaktien von rund zehn Euro. Mit diesem Kurs nebst einem Abschlag müsste der Emissionserlös etwa 60 bis 65 Prozent der stillen Einlage ablösen können. Den Rest würde die Commerzbank aus einer Nachfinanzierung oder dem Gewinn aufbringen, wobei es wichtig ist, dass die Bank bis dahin ihre risikogewichteten Aktiva reduziert, um eine bessere Kernkapitalquote zu erreichen. Die Experten werden deshalb insgesamt immer zuversichtlicher für die Perspektive der Commerzbank im nächsten Jahr und zitieren ein chinesisches Sprichwort: "Wer lange genug wartet, gewinnt immer!"

Focus Money: Barco hat den 3D-Durchblick

Das belgische Unternehmen Barco stellt Produkte zur Kommunikation, Automatisierung sowie graphische Artikel her. Barco fertigt auch Filmprojektoren und nachdem die digitale Technik nun auch die Kinos erobert gehen die Experten von Focus Money davon aus, dass an Barco kein Weg vorbeiführt. Vorstandsvorsitzender Eric van Zele verkündete Mitte Oktober den jüngsten Großauftrag in einem riesigen Markt. Barco liefert noch bis zum Jahresende 150 Filmprojektoren für die AHL Group und versorgt den weltweit fünftgrößten Kinobetreiber bis zum Jahr 2014 mit weiteren 1.100 Geräten. Die Analysten der BNP Paribas gehen davon aus, dass die weltweit noch mehr als 83.000 Kinosäle mit der veralteten Filmspulentechnik auf absehbare Zeit auf die neue digitale Technologie umgerüstet werden, wobei Barco einen Marktanteil von 45 Prozent hat. Demzufolge schätzen die Analysten den Umsatz von Barco für dieses Jahr auf 788 Millionen Euro, für 2011 auf 895 Millionen Euro und für 2012 auf mehr als eine Milliarde Euro. Der Gewinn je Aktie dürfte in diesem Jahr 2,42 Euro betragen und im nächsten 3,75 Euro, was KGVs von 18 beziehungsweise 12 entspräche. Nachdem der Aktienkurs die gleitende 50-Tagelinie überwunden und damit ein Kaufsignal erzeugt hat, raten die Experten weiterhin zum Einstieg mit einem Stoppkurs bei 40,50 Euro.

Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:

Manuel Hölzle, Verantwortlicher für das Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money, hat seinen Bestand von 14.000 Anteilscheinen von KPS um weitere 5.000 Aktien zu 0,86 Euro sowie seine 3.100 Titel der Beteiligungsgesellschaft Max21 um weitere 2.400 Papiere zu 2,70 Euro aufgestockt. Die neuen Misch-Einstandskurse für die nun 19.000 beziehungsweise 5.500 Aktien betragen 0,70 Euro respektive 2,72 Euro. Zudem hat Hölzle 5.000 Anteilscheine der MPH Mittelständische Pharma Holding zu 2,21 Euro eingebucht. Eberhard Rohe, zuständig für das Musterdepot der DAB Bank, möchte seine 580 Aktien von Spirax-Sarco ausbuchen und dafür 1.950 Aktien der m-u-t AG aufnehmen.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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