Börsenwelt Presseschau: init Innovation in Traffic Systems, Technotrans, Autev und Enwave unter der Lupe
ÖkoInvest ist von der Geschäftslage bei init Innovation in Traffic Systems angetan. Die Platow Börse erwartet von der Aktie von Technotrans noch Druck nach oben. Der BetaFaktor hält die Zustände rund um die LED-Lichtfirma Autev für sehr düster. Focus Money gesteht dem kleinen Millionen-Unternehmen Enwave einen guten Teil vom Milliarden-Markt "Trockenprodukte" zu. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von ÖkoInvest erinnern daran, dass init Innovation in Traffic Systems am Freitag, 13. August, die endgültigen Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010 präsentieren will. Nach vorläufigen Zahlen erhöhte sich der Auftragsbestand zum 30. Juni um zirka vier Prozent auf 125 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um mehr als 36 Prozent auf 32,6 Millionen Euro, wobei dazu vor allem die zahlreichen Nachfolgeaufträge aus den USA und Deutschland beigetragen haben. Aufgrund des stärkeren Dollars und des stärkeren Arabischen Dirham legte das EBIT um rund 130 Prozent auf 6,3 Millionen Euro zu. Der Gewinn erhöhte sich um etwa 85 Prozent auf 3,7 Millionen Euro beziehungsweise 0,38 Euro je Anteilschein. Bei einem anhaltend günstigen Wirtschaftsumfeld will der Vorstand die Jahresprognosen übertreffen. Das Management hat 72 Millionen Euro an Erlösen und 13 Millionen Euro EBIT als Ziele für das Gesamtjahr ausgegeben. Bei solchen Wachstumsraten ist die init-Aktie weiterhin kaufenswert.

Die Platow Börse: Technotrans ist auf einem guten Weg
Die Druckindustrie kämpft seit einem Jahrzehnt gegen die Zeitungskrise und Konjunkturtäler. Zuletzt hatten die Konzerne an der Börse allerdings wieder Oberwasser, wobei Zuliefer-Unternehmen wie Technotrans noch im Hintertreffen sind. Das Papier kommt noch nicht recht voran. Dabei ist Technotrans nach Ansicht der Experten der Platow Börse auf einem guten Weg. In den Halbjahreszahlen stabilisierten sich die Erlöse bei 40,8 Millionen Euro. Netto ist ein kleiner Gewinn von 0,8 Millionen Euro erwirtschaftet worden. In den nächsten zwölf bis 18 Monaten dürfte sich der Aufschwung bei den Technotrans-Kunden bemerkbar machen, zumal der Konzern seine Kostenbasis deutlich gesenkt hat. Eine Belebung bei den Druckmaschinenbauern schlägt künftig also stärker auf das Ergebnis durch. Analysten schätzen den Gewinn je Aktie im Jahr 2011 auf mehr als 0,85 Euro, was einem KGV von 7 entspräche. Auch andere Kennzahlen sprechen für den Einstieg bis zu Kursen von 5,55 Euro. Zudem wagt Technotrans den Schritt in neue Anwendungsbereiche, um sich von der Abhängigkeit von den Druckmaschinen-Herstellern zu lösen. So kooperiert Technotrans künftig mit Termotek bei der Laserkühlung. Der Stoppkurs sollte bei 4,35 Euro gesetzt werden.
Der BetaFaktor möchte, dass Anlegern bei Autev ein Licht aufgeht
Die Experten von BetaFaktor gehen auf die Zustände um die Autev AG ein, welche die sogenannten AuLED-Leuchten für die Straßenbeleuchtung herstellt. Sie verweisen auf einen Tagesumsatz von rund 350.000 Aktien der im Freiverkehr gelisteten Aktien. Insgesamt hat das Unternehmen aus Brandenburg 712.500 Aktien ausgegeben, die aktuell jeweils um die 30,45 Euro kosten. Der Börsenwert beträgt demnach rund 22 Millionen Euro. Die Experten warnen: "Einer der besonders berüchtigten und leider auch sehr einflussreichen Börsenbriefe, der die LED-Aktie heute - sagen wir mal empfiehlt - nennt Autev den "Börsengang des Jahres". Witzig ist der Satz: Die Zeichnung der neuen Aktien lief extrem erfolgreich. Den Preis lässt der Autor einfach weg. Warum nur? Tatsächlich gab es im Juli 2010 eine Kapitalerhöhung: 142.500 Aktien zu 5,20 Euro. Die leichte Diskrepanz zum aktuellen Börsenkurs sehen Sie ja vermutlich. " Über Autev ist relativ wenig bekannt, insbesondere zu Finanzdetails. Die Experten verweisen aber auf das Jahr 2008, in dem das Unternehmen einen Gewinn von rund 300.000 Euro erwirtschaftet hat. Sie fahren fort: "Anscheinend besser informierte Journalisten als wir, die selbstlos gleich zwölf Seiten (!) zu Autev verfassen, sehen 2010 rund zehn Millionen Euro Umsatz bei zwei Millionen Euro Gewinn. Logisch, dass sich Umsatz und Profit in den Folgejahren vervielfachen werden und bald die ganze Welt in AuLED-Licht spazieren geht. Kleine Konkurrenten wie Osram und Co. werden das Nachsehen haben. " Die Experten erklären nun wieder ernsthaft, dass sie Autev fundamental kaum greifen können. Das Drumherum lässt jedoch nur den Schluss zu, dass man nicht mitmachen sollte, "außer Sie nehmen das "erste Kursziel" des ominösen Börsenbriefs Ernst: 160 Euro. Was ist dann eigentlich das zweite Ziel? "
Focus Money: Enwave kommt nun auch fundamental auf die Erfolgswelle
Das kanadische Unternehmen Enwave hat in den vergangenen Jahren das sogenannte Rev-Verfahren entwickelt und sich patentieren lassen, mit dem Lebensmittel und Grundstoffe für die Pharmaindustrie dehydriert werden. Das Rev-Verfahren ist dabei energiesparender und kostengünstiger als die bisherigen Methoden, wie etwa das Gefriertrocknen. Zudem bleiben die Eigenschaften der entwässerten Grundstoffe deutlich besser erhalten. Die Experten von Focus Money verweisen darauf, dass Enwave mit der dänischen Danisco und der schweizerischen Nestlé nun zwei namhafte Referenz-Kunden gewonnen hat. Enwave schätzt den Markt für Trockenprodukte im Jahr 2018 auf 165 Milliarden Euro. Sofern die Tests von Danisco und Nestlé positiv ausfallen, dürfte Enwave dann hohe Lizenzgebühren kassieren. Bis zu Notierungen von 1,20 Euro sind die Aktien deshalb mit einem Stoppkurs bei 0,85 Euro spekulativ kaufenswert.
Änderungen in den Musterdepots im Börsenspiel von Focus Money:
Eberhard Rohe, Verantwortlicher für das Musterportfolio der DAB Bank im Börsenspiel von Focus Money, hat seine 300 Anteilscheine von DS Norden mit einem Verlust von acht Prozent zu 30,13 Euro ausgebucht. Manuel Hölzle, zuständig für das Musterdepot der GBC AG, hat seine 1.000 Anteilscheine von C.A.T. Oil mit einem Verlust von zwei Prozent zu 7,03 Euro ausgebucht. Dafür hat er seinen Bestand von 3.500 Aktien der BHB Brauholding um 1.000 Stück zu 2,58 Euro aufgestockt. Zudem hat er 2.380 Titel von Balda zu 3,42 Euro neu aufgenommen. Nun möchte Hölzle noch 3.500 seiner 7.000 Papiere von Softline ausbuchen.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 2.500 Anteilscheine von Cinemaxx zu 2,59 Euro aufgenommen.
Änderungen im Musterdepot des Maydorn-Report:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 200 Anteilscheine von Payom Solar mit einem Gewinn von fünf Prozent zu 11,25 Euro und die 800 Aktien von China Sunergy mit einem Plus von zwei Prozent zu 4,49 Dollar beziehungsweise 3,42 Euro ausgebucht. Die Position mit 800 Titeln von Satcon ist um weitere 800 Stück zu 3,80 Dollar respektive 2,90 Euro aufgestockt worden.
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