Werner Sperber
Die Euro am Sonntag glaubt nach dem Kurssturz bei Infineon Technologies nun wieder an steigende Notierungen. Das Millionendepot hat eine deutliche Unterbewertung bei Kizoo entdeckt. Hot Stocks Europe ist vom Ten-Bagger Dialog Semiconductor so überzeugt, dass der Wert ins Musterdepot kommt. Die Platow Börse erkennt charttechnische Chacnen beim künftigen Musterportfoliowert Go Yellow Media. Trade24 setzt auf Cancom IT Systeme. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Die Experten der Euro am Sonntag setzen nach den Kursverlusten bei Infineon Technologies auf nun wieder steigende Kurse. Das Kursziel beträgt 4,20 Euro und der Stoppkurs sollte bei 2,70 Euro gesetzt werden. Die Rücksetzer folgten Gerüchten, wonach Infineon einen Auftrag von Apple verloren hätte, wonach der in München ansässige Halbleiterkonzern Mobilfunkchips an den US-amerikanischen Computer-Hersteller liefern würde. Ein Infineon-Sprecher widersprach dem allerdings: „Wir haben keinen Auftrag verloren." Die Experten zitieren die Analysten von Morgan Stanley, wonach Infineon im Vergleich mit anderen Zulieferern von Apple ein Gewinner sein würde. Sie schätzen das Umsatzwachstum von Infineon im Geschäft mit den Chips für das iPhone von Apple in diesem Jahr auf 85 Prozent und im Jahr 2010 auf weitere 54 Prozent.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtetet Musterportfolio, hat die 935 Anteilscheine von Roth & Rau mit einem Gewinn von 20 Prozent zu 26,65 Euro ausgebucht. Die 5.000 Aktien von Heliad Equity Partners sowie den 1.000 Titeln von Aixtron haben die Stoppkurse gegriffen. Bei Heliad blieb bei einem Stoppkurs von 4,10 Euro ein Gewinn von vier Prozent und bei Aixtron bei Notierungen von 17,55 Euro ein Plus von 75 Prozent. Sven Parplies, Verantwortlicher für das Momentum-Musterdepot, wird seine 398 Aktien von Broadcom und seine 308 Anteilscheine von Citrix Systems ausbuchen und durch Papiere von Dialog Semiconductor und Evotec ersetzen.
Das Millionendepot: Kizoo ist das unterbewertete Discount-Papier für United Internet
Die Zahlen für das dritte Quartal von Kizoo (ehemals Combots, davor web.de) sind wie erwartet ausgefallen. Dennoch hat sich bei der Präsentation dieser Ergebnisse nach Ansicht von Gerd Weger, Verantwortlicher für Das Millionendepot, wieder gezeigt, dass die Aktie erheblich unterbewertet ist. Zum einen ist sie quasi ein Discount-Zertifikat auf die Aktien von United Internet, denn Kizoo hält noch mehr als 22 Millionen Aktien von United Internet, seit web.de an United Internet verkauft worden ist. Damit ist Kizoo zweitgrößter Aktionär von United Internet nach Ralph Dommermuth. Der Wert dieser Beteiligung beträgt aktuell 209 Millionen Euro und schon das ist deutlich mehr als die Marktkapitalisierung von Kizoo, welche derzeit bei 166 Millionen Euro liegt. Wer Aktien von United Internet kaufen will, bekommt sie über den Umweg von Kizoo praktisch 20 Prozent günstiger. Seit den Tiefstständen im März haben die Anteilscheine von United Internet rund 120 Prozent an Wert gewonnen, während die Kizoo-Papiere noch nicht einmal 50 Prozent zugelegt haben. Zusätzlich weist die nur minimal verschuldete Kizoo mit den Drittquartalszahlen einen Anstieg der flüssigen Mittel und festverzinslichen Wertpapiere von 56,4 auf 60,3 Millionen Euro aus. Die Folgen einer gescheiterten Unternehmenspolitik früherer Jahre sind mittlerweile kaum mehr zu spüren. Nun ist Kizoo eine Beteiligungsgesellschaft, welche vorsichtig Engagements prüft.
Änderungen im Millionendepot:
Gerd Weger, Verantwortlicher für Das Millionendepot, hat 12.000 Anteilscheine von Kizoo zu 5,22 Euro aufgenommen, dazu 5.000 Turbo-Call-Optionsscheine (WKN DB7 QY7) auf den DAX zu 2,58 Euro sowie 2.000 Aktien der Deutschen Börse AG zu 55,22 Euro.
Hot Stocks Europe: Die Kursrallye von Dialog Semiconductor hält an
Seit Empfehlungen auch von den Experten von Hot Stocks Europe hat sich der Aktienkurs von Dialog Semiconductor in den vergangenen Monaten mehr als verzehnfacht. Im dritten Quartal steigerte das Unternehmen den Umsatz im Vergleich zum zweiten Quartal um 34 Prozent auf 59 Millionen Dollar und den Nettogewinn 363 Prozent auf 8,8 Millionen Dollar beziehungsweise 0,18 Dollar je Aktie. Der Vorstand hat zudem die Prognosen für das laufende Jahr bestätigt. Demnach sollen bei einer Gewinnspanne von zehn Prozent mehr als 200 Millionen Dollar erlöst werden. Analysten haben daraufhin ihre Schätzungen erhöht. In der Spitze gehen sie nun von einem Ertrag von 0,66 Dollar je Anteilschein für 2009 und von 0,91 Dollar für 2010 aus. Die Kursziele betragen zwischen 9,22 und 11,96 Euro. Die Kursrallye gehe demnach weiter.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die 15.000 Anteilscheine von London Mining sind mit einem Gewinn von 180 Prozent zu 2,80 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 3.000 Aktien von Dialog Semiconductor zu 6,10 Euro aufgenommen und bei 5,50 Euro abgesichert.
Der Platow Börsen: Charttechnische Chance bei Go Yellow Media
Der Aktienkurs von GoYellow Media hat in den vergangenen Tagen auf die Untergrenze des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals aufgesetzt. Das ist bei vergleichbaren Szenarien in der jüngeren Vergangenheit stets mit kräftigen Gegenbewegungen einhergegangen, wie die Experten der Platow Börse erklären. Unterstützung für neuerliche Kurssteigerungen bietet neben der Charttechnik zudem das operative Geschäft. Anfang Dezember startet das Unternehmen, begleitet von einer großen Marketingkampagne, einen Verbindungsdienst unter der Rufnummer 11 80 00. Dort werden Anrufer an einen Gesprächspartner vermittelt, ohne dessen Telefonnummer mitgeteilt zu bekommen. Damit zielt Go Yellow vor allem auf die Millionen Handybesitzer ab, welche aus Sorge vor unerwünschten Anrufen ihre Mobilfunknummern nicht im Telefonbuch eintragen lassen. Bereits 2010 könnte das Projekt für einen Umsatz zwischen fünf und zehn Millionen Euro sorgen und damit das zweite große Standbein werden. Zudem plant das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte 2010 den Umbau des Portals PeterZahlt.de zu einem Internettelefonie-Anbieter - ähnlich dem Modell des US-Marktführers Skype. Entsprechend soll es künftig teilweise kostenpflichtige Verbindungen zum Fest- und Mobilfunknetz geben. Die Experten schätzen das KGV für 2010 auf 15 und für das Jahr 2011 auf günstige 7. Deshalb raten sie bei Kursen von bis zu 6,80 Euro zum Zukauf. Der Stoppkurs sollte bei 5,40 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot der Platow Börse:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 3.000 Anteilscheine von Kontron zu acht Euro ausgebucht. Die 2.800 Aktien von EADS sind mit einem Verlust von 5,5 Prozent zu 12,70 Euro ausgestoppt worden. Dafür sind 4.500 Papiere von VTG zu einem Mischkurs von 9,73 Euro sowie 2.100 Titel von Gerry Weber International zu 21,80 Euro aufgenommen worden. Die Stoppkurse für VTG respektive Gerry Weber betragen 7,70 Euro beziehungsweise 16,80 Euro. Die Verantwortlichen wollen weiterhin 6.500 Aktien von Go Yellow Media zu höchstens 6,80 Euro einbuchen.
Trade24.de: Die Aktie von Cancom IT Systeme dürfte weiter steigen
Cancom IT Systeme hat den Gewinn im dritten Quartal im Jahresvergleich auf das Rekordniveau von einer Million Euro verdoppelt. Klaus Weinmann, Vorstandsvorsitzender des mittlerweile drittgrößten IT-Unternehmens im deutschsprachigen Raum, sprach im Interview mit Financial.de von einem „rasanten Stimmungswechsel" im dritten Quartal. Insbesondere die 100 Millionen Euro Dienstleistungsumsatz, die Cancom abrechnen kann, sind einer der großen ertragsstabilisierenden Faktoren. Die Analysten von SES Research stufen die Aktie weiterhin mit „Kaufen" ein und haben das Kursziel von 2,80 Euro auf 3,70 Euro erhöht. Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von Cancom IT Systeme als „Top-Favorit, hoch spekulativ" zum Kauf. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 2,60 Euro gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die 3.800 Anteilscheine von Evotec sind mit einem Gewinn von 17 Prozent zu 1,90 Euro ausgestoppt worden. Nun wollen die Verantwortlichen für das Musterportfolio 500 Aktien von Vita34 zu höchstens 5,15 Euro aufnehmen und das Engagement bei 4,10 Euro absichern. In den vergangenen tagen korrigierten die Notierungen einen Kursausbruch. Dabei waren die Handelsumsätze mit den Aktien aber deutlich rückläufig, was dafür spricht, dass kein großer Verkaufsdruck auf der Aktie lastet. Somit sollte sich die Aufwärtsbewegung fortsetzen, wobei sich die nächsten Widerstände bei 6,30 und 7,35 Euro befinden.
Änderungen im Musterdepot des Zertifikate und Optionsscheine Trader:
Die 150 Mini-Future-Long-Optionsscheine (WKN GS5 YLB) auf WTI Crude Oil sind mit einem Minus von sechs Prozent zu 14,79 Euro ausgestoppt worden und die zwischenzeitlich aufgenommenen Call-Optionsscheine (WKN DB2 TA3) auf das Währungspaar Euro/Britisches Pfund mit einem Verlust von 29 Prozent zu 4,35 Euro.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die 3.000 Anteilscheine von Seakinetics im kurzfristig ausgerichteten Musterportfolio sind mit einem Verlust von 30 Prozent zu 0,35 Euro ausgestoppt worden.
Änderungen in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das Österreich-Musterportfolio haben weitere 400 Anteilscheine der Österreichischen Post zu 21,15 Euro aufgenommen. Damit ergibt sich ein Mischkurs von 20,56 Euro.
Änderungen im Musterdepot des Emerging Markets Investor:
MyStarU.com hat sich umbenannt in Subaye und einen Reverse-Aktiensplit im Verhältnis 100:1 durchgeführt. Entsprechend sind nun im Musterportfolio nicht mehr 180.000 Anteilscheine von MyStarU.com mit einem Einstandkurs von 0,125 Euro aufgeführt sondern 1.800 Aktien von Subaye mit einem Aufnahmekurs von 12,50 Euro. Die 50.000 Titel von Sunkar Resources sind mit einem Verlust von fünf Prozent zu 0,40 Euro ausgestoppt worden und die 6.666 Aktien von China Wind Systems mit einem Gewinn von 15,5 Prozent zu 3,20 Euro. Die Verantwortlichen für das Musterdepot haben zudem 15.000 Anteilscheine von GC China Turbine zu 1,69 Euro aufgenommen und den Stoppkurs bei 1,40 Euro gesetzt.
Änderungen im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die 26.500 Anteilscheine von Lobeck Medical sind mit einem Verlust von 26 Prozent zu 0,33 Euro ausgestoppt worden.