Werner Sperber
4investors beschäftigt sich mit Infineon Technologies und Nordex. Die Actien-Börse Daily steht wie ein Fels zur Commerzbank. TradeCentre sieht noch immer schwarz für die deutsche Solarwelt und den Marktführer Solarworld. Focus Money wappnet sich mit einem Schluck Anheuser-Busch Inbev gegen die Inflation. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von 4investors erklären, der Aktienkurs von Infineon Technologies habe die Unterstützungszone bei mehr als 7,65 Euro bestätigt. Schafft der Kurs einen Anstieg auf mehr als 8,09 Euro, sind Notierungen von 8,21 bis 8,31 Euro möglich. Sinkt der Kurs jedoch auf weniger als 7,65 Euro, dürfte es bis zu den Unterstützungen bei 7,51 Euro und 7,33 Euro abwärts gehen.
Die Experten von 4investors gehen davon aus, dass sich das Chartbild von Nordex nun wieder deutlich verbessert. Bei Kursen von 6,10 bis 6,15 Euro hat sich die Aktie stabilisiert. Gelingt es, den Widerstand bei 6,95 Euro zu überwinden, sind Notierungen von 7,50 Euro möglich. Rutscht der Kurs jedoch unter die Unterstützungsmarke von 6,10 Euro, drohen weitere Rücksetzer bis auf 5,82 Euro und sogar 5,56 Euro.

Die Actien-Börse Daily: Die Commerzbank ist uneingeschränkt kaufenswert
Die Experten der Actien-Börse Daily raten zum Bezug der neuen Commerzbank-Aktien aus der Kapitalerhöhung beziehungsweise empfehlen uneingeschränkt den Kauf der Aktien der Commerzbank. Allerdings nur, wenn der Depotanteil der Commerzbank-Papiere nicht höher als zehn Prozent ist. Der Kauf der Anteilscheine scheine günstiger, denn die Marktlage könnte insgesamt über-verkauft sein. Zudem warnen die Experten, es gebe Leerverkäufe, welche in Deutschland offiziell verbotenen sind. Allerdings würden Hedgefonds und einige deutsche Banken dieses Verbot umgehen. Schließlich warnen die Experten vor Medienkommentaren, denn dort würden Journalisten ohne besondere Kenntnis und natürlich unter dem Eindruck der sensationellen Berichterstattung berichten.
TradeCentre: Abendrot für Solarworld
Die Experten von TradeCentre haben die Aktie von Solarworld wieder einmal zum "Aktienbären der Woche" gekürt, denn die Solar-Blase platzt. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der erste große Anbieter in Deutschland aus dem Markt ausscheidet. Selbst der deutsche Marktführer strauchelt und dürfte in den nächsten Quartalen ebenfalls Verluste ausweisen. Bereits die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz zum ersten Quartal waren schwächer als ein Jahr zuvor. Der operative Cashflow sackte auf minus 140 Millionen Euro ab. Bei nahezu stabilen Umsätzen erhöhte sich der Wert der Vorräte um etwa 100 Millionen Euro. Die flüssigen Mittel verringerten sich um 149 Millionen Euro. Das könnten erste Hinweise darauf sein, dass auch Solarworld mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen hat. Das Risiko bei Solarmodul-Produzenten ist unkalkulierbar.
Änderungen im Realdepot von TradeCentre:
Simon Betschinger, Verantwortlicher für das Realportfolio, hat seine 500 Anteilscheine von Dürr mit einem Gewinn von acht Prozent zu 26 Euro verkauft. Nun möchte er 2.000 Aktien der m-u-t AG zu höchstens 6,50 Euro kaufen.
Focus Money: Aktien schützen vor Inflation und ABInbev auch vor Durst
Wollen sich Anleger vor Geldentwertung schützen, sollten sie in Aktien investieren. Das ist nach Angaben der Experten von Focus Money die Lehre des vergangenen Jahrhunderts in Europa. Denn Aktien stellen den Gegenwert des unternehmerischen Sachkapitals dar, dessen realer Wert durch Inflation nicht beeinträchtigt wird. Allerdings müssen die Unternehmen ihre Verkaufspreise während einer Inflation richtig anpassen: Erhöhen sie zu schnell und zu stark, greifen die Konsumenten eher zu günstigeren Konkurrenzprodukten und die Firma verliert Marktanteile. Erhöhen sie zu wenig, sinkt die Gewinnspanne. Wer in Wachstumsmärkten tätig ist, gleicht sinkende Margen allerdings auch durch steigende Absatzzahlen aus. Anheuser-Busch Inbev ist ein solches Unternehmen, das gut in den wachstumsstarken Schwellenländern positioniert ist. Dort greifen die Menschen mit steigendem Wohlstand eher zu Markenprodukten und akzeptieren auch Preiserhöhungen. Der Brauereikonzern ist Marktführer in den USA und Brasilien und führender ausländischer Anbieter in der Volksrepublik China. Im ersten Quartal 2011 stieg der Umsatz um 8,1 Prozent auf sechs Milliarden Euro. Der Gewinn legte im Jahresvergleich um 103 Prozent auf 650 Millionen Euro zu. Analysten schätzen die KGVs für dieses und nächstes Jahr auf 16 und 14. Die Aktie sollte bis zu Notierungen von 46 Euro mit einem Stoppkurs bei 37,50 Euro gekauft werden.
Änderungen in einem Musterdepot im Börsenspiel von Focus Money:
Manuel Hölzle, Verantwortlicher für das Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money, möchte seine Bestände von Süss Microtec und MPH Mittelständische Pharma Holding aufstocken. Konkret will er weitere 300 Anteilscheine von Süss Microtec zu höchstens 11,50 Euro und zusätzliche 1.500 Aktien von MPH zu maximal 3,30 Euro aufnehmen.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio wollen ihre 500 Anteilscheine von Init Innovation in Traffic Systems AG mit Gewinn ausbuchen, da das Kursziel erreicht ist. Die Dividende von 0,60 Euro je Aktie, welche die Hauptversammlung am Dienstag, 24. Mai, beschlossen hat, wird dem Barbestand zugeschlagen.
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