Werner Sperber
Der Zertifikate & Optionsscheine Trader spekuliert mit einem Derivat auf fallende Kurse von Infineon Technologies. 4investors beschäftigt sich mit der Commerzbank und Solar Millenium. Der Austria Börsenbrief hält Mayr-Melnhof Karton für einen Top-Wert der österreichischen Börse. Der Rohstoff-Spiegel setzt auf Saturn Minerals, auch, weil das Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit den First Nations setzt.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Traders erinnern daran, dass der Aktienkurs von Infineon Technologies bereits im Juli unterhalb der 200-Tagelinie notierte, aus einer ansteigenden Dreiecks-Formation herausfiel und die langfristige Aufwärtstrendlinie unterschritt. Zudem kam es im Indikator MACD auf Wochenbasis zu einem Verkaufssignal. Die Notierung dürfte die Unterstützungen bei 5,40 Euro und 5,30 Euro erneut testen. Risikobereite Anleger sollten deshalb mit einem Kursziel von 4,13 Euro und einem Stoppkurs bei 6,07 Euro auf fallende Kurse spekulieren. Dafür eignet sich das endlos laufende Bear-Zertifikat (WKN CK2 SFQ) der Commerzbank auf Infineon Technologies. Der Schein ist mit einer Basis bei 6,90 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 6,60 Euro und einem Hebel von derzeit 4,4 ausgestattet.

4investors: Erholung für die Commerzbank und Solar Millenium sind möglich
Wenn der Aktienkurs der Commerzbank die Widerstände bei 1,93 Euro und 1,96 Euro überwinden kann, dürfte die Notierung bis zu den nächsten Hürden bei 2,03 und 2,09 Euro beziehungsweise danach bei 2,31 Euro und 2,35 Euro ansteigen. Die Experten von 4investors mahnen allerdings auch: Wenn der Kurs den ersten Widerstand nicht übersteigen kann, drohen weitere Kursverluste am unteren Ende des Bollinger-Bandes entlang, welches derzeit bei knapp 1,76 Euro verläuft.
Die Experten von 4investors verweisen darauf, dass sich die Aktie von Solar Millenium nach dem heftigen Kurssturz erholt hat. Der Kurs befindet sich allerdings weiterhin unterhalb des unteren Endes des Bollinger-Bandes, das bei stark fallender Tendenz derzeit bei 5,32 Euro verläuft. Vor diesem Hintergrund dürfte sich der Aktienkurs weiter erholen. Die nächste Hürde befindet sich beim ehemaligen Allzeittief bei 6,11 Euro.
Der Austria Börsenbrief: Alles halb so schlimm bei Mayr-Melnhof
Zwar hat die Mayr-Melnhof Karton AG den Umsatz im ersten Halbjahr 2011 deutlich gesteigert, verhaltene und rückläufige Auftragszahlen sowie zunehmender Wettbewerb haben aber die Gewinnspannen belastet. Der Vorstand erwartet weiter steigenden Druck auf die Margen. Die Experten des Austria Börsenbriefes erinnern allerdings daran, dass der Konzern starke Kunden bedient, welche in stabilen Branchen tätig sind. Somit sollte Mayr-Melnhof gut für eine schwierige Konjunkturphase gerüstet sein, zumal neben dem Geschäftsmodell auch die Bilanz robust und sehr stark ist. Da auch die aktuelle Bewertung mit einem KGV von 11 sehr gesund ist, bleibt die Aktie ein Top-Wert an der österreichischen Börse.
Der Rohstoff-Spiegel: Saturn macht Kohle mit "Insidern"
Saturn Minerals sucht auf der 2.600 Quadratkilometer großen Liegenschaft "Saskatoba" in Kanada nach Kohle, Erdöl und Ölschiefer. Im März entdeckte das Unternehmen im Projekt "Overflowing" im Karolina-Becken eines der größten, jemals in Kanada gefundenen Kohleflöze und nannte es "Saturn Seam". Die für diese Gegend enorm energiereiche Thermal- oder Kraftwerks-Kohle füllt knapp unter der Erdoberfläche große Gruben und Löcher. Overflowing ist durch eine nahe Autobahn und eine nahe Bahnstrecke erschlossen. Die Experten des Rohstoff-Spiegels verweisen darauf, dass das von ihnen als sehr fähig angesehene Management von Saturn Minerals derzeit noch günstig andere Projekte kaufen kann. Da dieses Management 20 Prozent an den Aktien hält, hat es ein starkes Interesse am Erfolg des Unternehmens. Ein großer Vorteil von Saturn ist die enge Zusammenarbeit mit den First Nations (im deutschen gebräuchlich: Indianer). Vorstandsvorsitzender Stan Szary hat es zum Unternehmensziel gemacht, die Entwicklung des Gebietes zu fördern, gegebenenfalls über ein Gemeinschaftsunternehmen. Die First Nations, seit Jahrtausenden "Insider" in diesem Gebiet, vergeben als Grundeigentümer dazu die Förderlizenzen. Risikobereite Anleger sollten bei Saturn einsteigen.
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