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Börsenwelt Presseschau: Hewlett-Packard, Centrotherm, Berentzen und der ÖkoDAX unter der Lupe

Werner Sperber

Fuchs Kapitalanlagen erklärt: Hewlett-Packard ist der preisgünstigste Konzern im Dow Jones. Platow Derivate hält die Aussichten für die Aktie von Centrotherm Photovoltaics für strahlend schön und hat einen passenden Schein parat. Der Frankfurter Börsenbrief findet den Einstieg von Aurelius bei Berentzen interessant. Das Zertifikatejournal beschäftigt sich mit dem ÖkoDAX. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.


Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen erklären nach dem blendenden ersten Quartal des Ende Oktober ablaufenden Fiskaljahres 2010/11: Das KGV des größten Computerherstellers der Welt für das Jahr 2012 beträgt 7,3. Damit ist Hewlett-Packard (HP) der preisgünstigste Konzern im Dow Jones. Auf eine derart niedrige Bewertung kommen nicht einmal die im US-Leitindex vertretenen Banken. Das hat aber auch Gründe: HP muss neue Geschäftsbereiche erschließen, um künftig zu wachsen. Das Geschäft mit Druckern, Notebooks und PCs verliert schrittweise an Bedeutung und asiatische Anbieter dominieren mit ihren preiswerteren und qualitativ hochwertigeren Produkten zunehmend den Markt. Wie viele Konkurrenten auch, verstärkt sich HP in den zukunftsträchtigen Sparten IT-Dienstleistungen, Software und Server. Dieses Geschäft richtet sich hauptsächlich an Firmen und verspricht höhere Margen als der klassische Endkundenmarkt. Nach der Übernahme des Smartphone-Produzenten Palm verfügt HP auch über ein Standbein im schnell wachsenden Markt für mobile Kommunikation sowie ein leistungsstarkes Betriebssystem für Tablet-PCs. HP möchte im Sommer einen eigenen tragbaren, stiftbedienbaren Computer mit eben dem Palm-Betriebssystem Web OS auf den Markt bringen. Die Experten halten weitere Zukäufe im Softwarebereich für möglich. Zwar mahnt der Aktienchart noch zur Vorsicht, doch sollte die Konsolidierung bei Kursen um 24 Euro enden und Notierungen in Richtung 35 Euro durchstarten. Die Unterbewertung von HP ist zu offenkundig, deshalb sollten Anleger mit einem Kursziel von 34,70 Euro und mit einem Stopp-Loss bei 23,45 Euro einsteigen.


Platow Derivate: Ein bisschen Sonne scheint immer über Centrotherm

Aufgrund des drohenden Super-GAUs im japanischen Fukushima stehen Unternehmen auf der Sonnenseite der Börse, welche sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen. Dazu zählt auch Centrotherm Photovoltaics, ein Konzern, der im Ausrüstungssektor der Solarindustrie tätig ist. Die Experten von Platow Derivate erklären, dass sich der Aktienkurs von rund 36 Euro im vergangenen Jahr als hartnäckiger Widerstand erwiesen hatte. Mittlerweile ist daraus eine starke Unterstützung geworden, an der die Notierung jüngst wieder nach oben drehte. Die Marke von etwa 36 Euro ist demnach das perfekte Niveau für einen Stoppkurs. Bei rund 38 Euro (entspricht etwa einem Kurs von 0,79 Euro für den unten angeführten Call) ist dieser Stopp-Loss zudem fast doppelt soweit entfernt wie die 14-Tages-ATR, demnach hat der Kurs noch Luft, um zu konsolidieren. Die ATR (Average True Range) ergibt sich aus den Durchschnittslinien folgender Werte: dem Abstand zwischen dem heutigen Hoch und dem heutigen Tief; dem Abstand zwischen dem gestrigen Schlusskurs und dem heutigen Hoch oder dem Abstand zwischen dem gestrigen Schlusskurs und dem heutigen Tief. Dieser Indikator steigt auch, wenn es große Kursschwankungen gibt, egal in welche Richtung. Damit stellt die ATR die Grundlage für das Volatilitäts-Ausbruchs-System (Volatility-Break-out-System) dar. Bei diesem System erzeugt ein deutlicher Wechsel sowohl im Preis- als auch Volatilitätsniveau ein Handelssignal in Richtung des erfolgten Ausbruchs. Der Ausstieg aus der Position erfolgt, wenn die Schwankungen an Stärke verlieren. Einem hohen Prozentsatz an profitablen Trades steht bei diesem System ein geringer Gewinn pro Trade gegenüber. Die Trades sind in aller Regel schnell und kurz und partizipieren somit nicht an den großen Trends. Das nächste Ziel für die Aktie beträgt 44 Euro, nachdem der Kurs bereits eine kurzfristige Abwärtstrendlinie überwunden hat. Die Experten raten risikobereiten Anlegern zum Einstieg in den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DE5 R9G) der Deutschen Bank auf Centrotherm Photovoltaics. Der Schein ist mit einer Basis bei 30,11 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 33,05 Euro und einem Hebel von derzeit 3,7 ausgestattet.

Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:

Im Derivate-Musterportfolio sind die 2.200 Short-Zertifikate (WKN BC1 KFL) auf die Deutsche Bank 514000 mit einem Verlust von 22 Prozent zu 0,52 Euro ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen haben zudem ihre 875 Short-Zertifikate (WKN VT1 LX8) auf die Deutsche Lufthansa 823212 mit einem Minus von 17 Prozent zu 2,21 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 3.000 Call-Optionsscheine (WKN DE5 R9G) auf Centrotherm zu 0,79 Euro (Stoppkurs bei 0,54 Euro), 1.800 Bear-Zertifikate (WKN CK0 MEU) auf IVG Immobilien 620570 zu 1,89 Euro (Stoppkurs bei 1,55 Euro) und 1.750 Call-Optionsscheine (WKN DE5 P3C) auf Brenntag A1DAHH zu 1,79 Euro (Stoppkurs bei 1,31 Euro) aufgenommen. Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 3.400 Alpha-Turbo-Short-Zertifikate (WKN DZ0 CPB) auf eine schlechtere Entwicklung der Aktie von Puma 696960 als der deutsche Leitindex DAX mit einem Verlust von sechs Prozent zu 1,98 Euro ausgestoppt worden. Auch die 2.000 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 QT4) auf das Paar Volkswagen Vorzüge 766403 /DAX sind mit einem Minus von 41 Prozent zu 0,98 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 1.900 Alpha-Short-Zertifikate (WKN DZ2 REF) auf das Paar ProSiebenSat.1 Media 777117 /DAX zu 1,19 Euro aufgenommen und bei 0,51 Euro abgesichert. Nun möchten sie noch 4.300 Alpha-Long-Zertifikate (WKN DZ2 QNQ) auf das Paar Kabel Deutschland KD8888 /DAX zu höchstens 1,52 Euro einbuchen.


Der Frankfurter Börsenbrief: Aurelius nimmt einen Schluck Berentzen

Berentzen ist seit 253 Jahren im Schnapsgeschäft tätig und mittlerweile eine der führenden Getränkegruppen in Deutschland. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz zwar um 8,5 Prozent auf fast 159 Millionen Euro, das operative Ergebnis (EBIT) stieg allerdings um 39,7 Prozent auf 10,2 Millionen Euro. Der Gewinn erhöhte sich um mehr als 116 Prozent auf 8,6 Millionen Euro. Zudem verringerte Berentzen die Nettoverschuldung auf Null Euro und erhöhte die Eigenkapitalquote von 38,5 auf 45,7 Prozent. Der Börsenwert beträgt rund 30 Millionen Euro. Die Experten des Frankfurter Börsenbriefes verweisen auf  ein "interessantes Signal", das Aurelius gesetzt hat, als die Beteiligungsgesellschaft für etwa 2,54 Millionen Euro Aktien von Berentzen kaufte. Das passt gut zur spannenden langfristigen Charttechnik.


Das Zertifikatejournal: Fürs Gewissen und den Geldbeutel: ÖkoDAX

Seit dem drohenden Super-GAU im japanischen Fukushima beherrscht ein Thema die Medien: neue Energien. Für Anleger, die ihren Fokus auf alternative Energien legen möchten, bietet die Deutsche Börse rückwirkend zum 21. März 2003 einen eigenen Index an, den ÖkoDAX. Insgesamt werden im ÖkoDAX zehn deutsche Unternehmen geführt, welche aus der Branche der erneuerbaren Energien stammen. Die höchste Gewichtung fällt mit 12,4 Prozent auf Q-Cells, gefolgt von Solarworld mit zwölf Prozent. Der ÖkoDAX startete mit 100 Punkten, von wo aus der Index bis Juli 2007 zum Allzeithoch von 850,76 Zählern anstieg. Danach ging es steil bis auf 200 Punkte abwärts. Seit Mitte Februar erholt sich der ÖkoDAX jedoch wieder und notiert derzeit auf seinem Jahreshoch. Die Experten des Zertifikatejournals verweisen darauf, dass Anleger, die direkt in den ÖkoDAX investieren möchten, das über das Index-Zertifikat (WKN CK0 RCA) der Commerzbank machen können. Das Zertifikat bezieht sich auf den Performance-Index, die Dividenden fließen also voll dem Investor zu.

Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:

Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 160 Anteilscheine von Agnico-Eagle Mines zu 45,965 Euro aufgenommen.

Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.  

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