Werner Sperber
Platow Derivate bleibt für den Aktienkurs von HeidelbergCement optimistisch und hat ein passendes Derivat parat. Der Frankfurter Börsenbrief geht von wenigstens zwischenzeitlichem Rückenwind für Nordex aus. Fuchs Kapitalanlagen schwärmt immer noch von Gerry Weber International. Das Zertifikatejournal möchte mit der France Télécom 30 Prozent anstatt nur acht Prozent verdienen und das sogar bei sinkenden Kursen. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Platow Derivate erinnern daran, dass die Anleger nach der Vorlage der Quartalszahlen von HeidelbergCement kurzfristig Gewinne mitgenommen haben. Da Analysten den Ausblick für das laufende Jahr positiv bewerteten, kam es bei Notierungen knapp oberhalb der seit September 2010 gültigen Aufwärtstrendlinie zu Käufen, was zu Notierungen führte, welche höher liegen als der Rekordwert aus dem vergangenen Jahr bei 52,20 Euro. Da die Experten die aktuell sehr stabilen Aktien-Notierungen von HeidelbergCement im Branchenvergleich für unverändert niedrig bewertet ansehen und mittelfristig weiteres Potenzial für den Kurs erwarten, raten sie zum Kauf des endlos laufenden Long-Zertifikates (WKN GS3 PJ8) von Goldman Sachs auf HeidelbergCement. Der Schein ist mit einer Basis bei 35,57 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 38 Euro und einem Hebel von derzeit 3,3 ausgestattet. Der Stoppkurs sollte bei Aktien-Notierungen von rund 47 Euro platziert werden. Der nächste Widerstand für die Aktie liegt bei mehr als 69 Euro.
Änderungen in den Musterdepots von Platow Derivate:
Im Derivate-Musterportfolio sind die 380 Bull-Zertifikate (WKN CM5 J3W) auf Gildemeister mit einem Gewinn sowie die 880 Short-Zertifikate (WKN SG1 Z3K) auf den US-T-Bond und die 6.700 Call-Optionsscheine (WKN DE5 ADN) auf Gerry Weber International jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterdepot 1.250 Put-Optionsscheine (WKN DE3 JX3) auf die Deutsche Lufthansa zu 4,54 Euro (Stoppkurs bei 3,30 Euro), 2.500 Long-Zertifikate (WKN GS3 PJ8) auf HeidelbergCement zu 1,65 Euro (Stopp bei 1,10 Euro) und 1.100 Long-Zertifikate (WKN BN8 A2K) auf Qiagen zu 2,71 Euro (Stoppkurs bei 1,78 Euro) aufgenommen.
Im Alpha-Turbo-Musterdepot sind die 2.700 Alpha-Turbo-Long-Zertifikate (WKN DZ2 NZC) auf eine bessere Entwicklung der Aktie der Münchener Rückversicherung als die des Leitindex DAX' mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 840 Long-Zertifikate (WKN DZ2 QP8) auf Solarworld/DAX zu 1,52 Euro (Stoppkurs bei 0,40 Euro), 1.600 Long-Zertifikate (WKN DZ2 QP2) auf QSC/DAX zu 1,32 Euro (Stoppkurs bei 0,58 Euro), 3.000 Short-Zertifikate (WKN DZ2 QRG) auf Axel Springer AG/DAX zu 1,18 Euro (Stoppkurs bei 0,73 Euro) und 2.700 Short-Zertifikate (WKN DZ2 QRM) auf Tognum/DAX zu 1,15 Euro (Stoppkurs bei 0,60 Euro) aufgenommen. Nun sollen weitere 580 Long-Zertifikate auf Solarworld/DAX zu höchstens 1,22 Euro eingebucht werden.

Der Frankfurter Börsenbrief: Nordex erholt sich
Auch wenn das chronisch margenschwache Geschäft von Nordex mit Windkraftanlagen einen Wachstumsmarkt bedient, kommt es zu Flauten. Andererseits belebte sich die Geschäftslage jüngst, weshalb die Experten des Frankfurter Börsenbriefes auf eine Erholung des Aktienkurses bis auf neun Euro setzen und dazu raten, den Stoppkurs bei 5,68 Euro zu setzen.
Fuchs Kapitalanlagen: Gerry Weber ist günstiger als die Konkurrenz
Das Ende Oktober abgelaufene Geschäftsjahr 2009/10 von Gerry Weber International ist das erfolgreichste der Unternehmensgeschichte gewesen. Das Mode-Unternehmen ist nach Ansicht der Experten von Fuchs Kapitalanlagen insgesamt breiter aufgestellt als zahlreiche Konkurrenten. Der Konzern deckt mit mehreren Marken die gesamte Wertschöpfungskette von der Kollektionsidee bis zum Verkauf in Kaufhäusern, Franchise-Läden und eigenen Geschäften ab. Auch deshalb gibt das Management für das laufende Fiskaljahr ambitionierte Wachstumsziele vor. Die Experten stufen die Aktie trotz des starken Wachstums als defensives Investment ein, denn selbst während der Wirtschaftskrise erhöhte das Unternehmen die Profitabilität und den absoluten Gewinn. Die Eigenkapitalquote bewegt sich seit Jahren bei deutlich mehr als 50 Prozent und die Anteilscheine befindet sich zu 45 Prozent im Eigentum der beiden Gründer Gerhard Weber und Udo Hardieck. Insgesamt ist die Aktie mit einem KGV für das laufende Wirtschaftsjahr von 13 deutlich günstiger bewertet als die vergleichbarer Unternehmen. Deshalb sollten Investoren die Aktie mit einem Kursziel von 46,71 Euro und einem Stopp-Loss bei 30,55 Euro kaufen.
Das Zertifikatejournal: Der Dividendenwert France Télécom lockt
Europaweit gleichen sich nach Ansicht der Experten des Zertifikatejournals die Probleme von Telekommunikationsunternehmen: Aufgrund des harten Wettbewerbs und den deshalb preisreduzierten Angeboten sinken die Gewinnspannen im Geschäft mit dem Festnetz, dem Mobilfunk und den schnellen Internetzugängen. Ehemalige Monopolisten wie die France Télécom haben in diesem Umfeld keine Chance auf steigende Kurse. Die Aktie der France Télécom verlor auf Sicht von einem Jahr rund 4,5 Prozent und auf Sicht von drei Jahren knapp 30 Prozent an Wert. Aufgrund der hohen Cashflows können Telekom-Firmen allerdings hohe Dividenden auszahlen. Analysten schätzen die Ausschüttung in den Jahren 2011 und 2012 auf jeweils 1,40 Euro pro Aktie, was einer Dividendenrendite von 8,6 Prozent entspricht. Vor diesem Hintergrund halten die Experten den Einstieg in ein Bonus-Zertifikat für interessant und empfehlen den Kauf des am 22. Juni 2012 fälligen capped Bonus-Zertifikates (WKN SG1 SK6) der Société Générale auf die France Télécom zum Kauf. Wenn der Aktienkurs bis zum Laufzeitende nicht auf 13 Euro oder weniger sinkt, erhält der Zertifikate-Anleger von der Bank 23 Euro zurückbezahlt. Das entspricht einer Rendite von 33,1 Prozent beziehungsweise von 24,5 auf ein Jahr gerechnet. Die Barriere von 13 Euro befindet sich noch unterhalb der Tiefmarke von 14,12 Euro aus dem Sommer 2010. Allerdings zahlt die France Télécom bis zum Laufzeitende noch drei Dividenden aus, welche zu Abschlägen im Aktienkurs führen.
Änderung in einem Musterdepot des Hanseatischen Börsendienstes:
Die Verantwortlichen für das Aktien-Musterportfolio haben 300 Anteilscheine von Celesio zu 18,61 Euro aufgenommen.
Änderungen in Musterdepots des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 200 Anteilscheine von Gilead Sciences mit einem Verlust von zwei Prozent zu 27,51 Euro ausgebucht. Die Verantwortlichen für das langfristig orientierte Musterdepot haben 1.900 Anteilscheine von Patrizia Immobilien zu 5,20 Euro aufgenommen.
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