BetaFaktor: Greater China kämpft gegen Vorbehalte
Die Experten des BetaFaktor sind von ihrem Realdepotwert Greater China Precision Components auch aufgrund der Zahlen für das erste Halbjahr weiter überzeugt. Sie fragen sich allerdings, wann die Papiere ihren Nebenwerte-Malus verlieren und die Vorbehalte gegen chinesische Aktien, die ausschließlich in Deutschland an der Börse geführt werden, abgebaut werden. Der Umsatz des Mobilfunkgehäuseherstellers stieg im ersten Halbjahr um 30 Prozent auf 9,5 Millionen Euro und der Gewinn erreichte mit 1,4 Millionen Euro Vorjahresniveau. Die Verkaufspreise sind zwar weiter unter Druck, dennoch sind die Experten für 2010 optimistisch, da der Konzern die Produktion ausweiten und damit die Stückkosten senken dürfte. Das KGV für 2009 schätzen die Experten auf 6, wobei dieser Wert im kommenden Jahr deutlich sinken sollte. Auch die tadellose Bilanz ist ein wesentlicher Grund für den Kauf der Aktie: Einem Börsenwert von 18 Millionen Euro steht Anlagevermögen im Wert von 18 Millionen Euro gegenüber und zehn Millionen Euro an Bargeld. Langfristige Schulden gibt es nicht und die kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen acht Millionen Euro. Die Experten geben ein Kursziel von deutlich mehr als einem Euro aus, beim Börsengang betrug der Emissionspreis immerhin 3,80 Euro.
Platow Börse: KTG rechnet: Halbjahr 1 mal 3 ist Gesamtjahr
Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender von KTG Agrar, errechnet sich seine Prognose für 2009 nach der Formel: Erstes Halbjahr mal 3 ergibt Gesamtjahr. Im ersten Halbjahr hat KTG die Gesamtleistung im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 26,3 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 58 Prozent auf 3,6 Millionen Euro zu. Die Landwirtschaftsgesellschaft profitierte dabei von niedrigen Preisen für Dünger und Saatgut. Nun will der Konzern weiter expandieren und bereits Anfang 2010 eine Fläche von mehr als 30 000 Hektar bewirtschaften, wobei Ostdeutschland und Litauen weiter im Fokus sind. Die Biogasproduktion will KTG mit zwei neuen Anlagen verdoppeln. Auch wenn die Gesellschaft derzeit von der subventionierten Einspeisevergütung profitiert, brauche Biogas in drei Jahren keine Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG mehr, so Hofreiter. Die 250 Euro Ausgleichszahlungen je Hektar nimmt er aber gerne an. Für das kommende Jahr möchte KTG zudem zum ersten Mal eine Dividende zahlen. Weitere Zukäufe sind ebenfalls geplant. Die Experten der Platow Börse raten langfristig orientierten Anlegern deshalb zum Einstieg.
Prior Börse: Bechtle fasst Fuß im Geschäft mit Behörden
Das IT-Dienstleistungsunternehmen Bechtle hat mit der Firma Dataport zwei Rahmenverträge geschlossen. Demnach richtet Bechtle IT-Arbeitsplätze ein und bestückt Rechenzentren mit Hardware. Mit diesem Vertrag fasst Bechtle zunehmend Fuß in der öffentlichen Verwaltung, die vom Konjunkturprogramm profitiert. Die Experten der Prior Börse billigen der günstig bewerteten Aktie von Bechtle weiteres Nachholpotenzial zu, zumal der Konzern bilanziell sehr gesund aufgestellt ist. Selbst wenn die Experten einen rezessionsbedingten Gewinnrückgang von 45 auf 32 Millionen Euro im laufenden Jahr unterstellen, beträgt das KGV nur 12. Im kommenden Jahr dürften sich die Ergebnisse wieder verbessern. Zudem lockt eine Dividendenrendite von zirka drei Prozent.
Änderungen im Musterdepot der Prior Börse:
Egbert Prior möchte den Bestand an 900 Stada-Aktien aus dem Musterportfolio ausbuchen, nachdem die Papiere charttechnisch angeschlagen sind.
Focus Money: Wirecard wächst rasant
Wirecard bietet seinen Kunden Zahlungssysteme etwa für den Online-Zahlungsverkehr an. Das Geschäftsmodell ist ausbaufähig und krisenresistent. Ferdinand Bertram, Redakteur von Focus Money, sieht auch charttechnische Gründe für den Kauf der Aktie, nachdem der Widerstand bei 6,80 Euro überwunden worden ist. Hauptsächlich verweist er aber auf das Wachstum: Von einem geschätzten Umsatz von 232 Millionen Euro und einem Gewinn von 0,48 Euro je Aktie für das laufende Jahr, sollen die Erlöse im Jahr 2011 auf 317 Millionen Euro und das Ergebnis je Anteilschein auf 0,66 Euro steigen. Der Experte rät dazu, die Aktie zu kaufen und dann liegen zu lassen. Den „fairen Wert“ gibt er mit 12,30 Euro an.
Änderungen in den Musterdepots von Focus Money:
Manuel Hölzle, verantwortlich für das Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money, will den Bestand von 200 Daimler-Aktien nach der Kursrallye ausbuchen. Dafür möchte er 2.000 Anteilscheine von Greiffenberger zu höchstens fünf Euro einbuchen. Diese Papiere seien vom Markt noch nicht wieder entdeckt worden und hätten deutliches Erholungspotenzial. Uwe Zimmer, zuständig für das Musterdepot der Meridio AG, möchte sich vom Bestand von 500 Solarworld-Titeln trennen. Dafür möchte er aus fundamentalen, wie charttechnischen Gründen 100 Aktien der Allianz aufnehmen. Eberhard Rohe, DAB Bank, hat bereits seine Bestände an Biogas Nord und an Ege Gübre (ISIN TRAEGGUB91E8) mit jeweils sehr deutlichem Gewinn ausgebucht. Dafür möchte er 2.500 Anteilscheine des griechischen Bauunternehmens Ellaktor aufnehmen.