Werner Sperber
Die Euro am Sonntag setzt auf den Sitzhersteller Grammer. Der Rohstoff-Report lässt Bär und Bulle los für Silber und Centrotherm Photovoltaics. Der Hot Stocks Investor bläst zur Aufholjagd von Uranium Energy. Die Börse am Sonntag ist unter Strom für Schneider Electric. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Lars Winter, Experte der Euro am Sonntag, erinnert daran, dass Grammer zwei Drittel des Umsatzes mit Sitzsystemen, Kopfstützen, Mittelkonsolen und Armlehnen für die Automobilindustrie erlöst. Nach einem krisenbedingt schwachen Jahr 2009 bescherte die rasante Erholung Grammer im vergangenen Jahr kräftige Zuwächse. Vorläufigen Zahlen zufolge stieg der Umsatz um 28 Prozent auf 929 Millionen Euro und das Nettoergebnis verbesserte sich von minus 24 Millionen auf plus 33 Millionen Euro. Damit übertraf das Automobil-Zulieferunternehmen die Schätzungen der Analysten. Am Mittwoch, 30. März, präsentiert Grammer die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Jahr und nach Meinung von Winter auch einen optimistischen Ausblick auf das Jahr 2011 - trotz steigender Rohstoffpreise. Demnach sollten als Ziel eine Milliarde Euro für den Umsatz und annähernd 45 Millionen Euro für den Gewinn angegeben werden. Der Experte vertraut dabei auch auf die stabilere und margenstärkere Sparte mit Sitzen für landwirtschaftliche Fahrzeuge, mit denen Grammer 15 Prozent der Konzernerlöse erzielt. Winter zitiert Christian Ludwig, Analyst des Bankhauses Lampe, der den Gewinn je Aktie für das laufende Jahr auf 2,50 Euro schätzt, was einem KGV im Branchenschnitt von 7 entspräche. Winter spekuliert zudem darauf, dass Grammer als Übernahmekandidat gehandelt wird und rät mit einem Kursziel von 25 Euro und einem Stoppkurs bei 13 Euro zum Kauf.
Änderungen in den Musterdepots des Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat 1.400 Anteilscheine von Solar Millennium zu 17,57 Euro aufgenommen. Im Momentum-Musterdepot von Sven Parplies sind die 456 Anteilscheine der Aareal Bank, die 320 Aktien von Vertex und die 380 Titel von Starbucks jeweils mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür hat Parplies 289 Papiere von SGL Carbon zu 34,43 Euro, 1.370 Anteilscheine von Nordex zu 7,28 Euro, 278 Titel von Centrotherm zu 35,80 Euro und 994 Papiere von Solarworld zu 10,03 Euro aufgenommen. Der Bestand von Solarworld ist mittlerweile mit Verlust ausgestoppt worden. Dafür möchte Parplies nun Anteilscheine von Süss Microtec, Gigaset und Micron Technology aufnehmen. Jens Castner, zuständig für das defensiv ausgelegte Musterportfolio, möchte 200 Anteilscheine von C-Quadrat zu höchstens 27 Euro aufnehmen.

Rohstoff-Report: Silber bekommt Besuch von Bären, Centrotherm von Bullen
Die Experten des Rohstoff-Reports gehen von einem zwischenzeitlich letzten Schub für den Silberpreis aus, der die Notierung bis auf 40 bis 41,50 Dollar je Feinunze tragen kann. Ab dieser Spanne ist aus charttechnischer Sicht mit einer deutlichen Korrektur zu rechnen. Der Silberpreis dürfte stark schwanken.
Der Aktienkurs von Centrotherm Photovoltaics hat den Widerstand bei 35,50 Euro überwunden und damit abschließend einen Boden ausgebildet. Die Experten des Rohstoff-Reports leiten aus diesem mittelfristigen Kaufsignal ein Kursziel von 53,65 Euro ab. Zwischenzeitliche Korrekturen, etwa bei Notierungen von 48,75 Euro, sollten berücksichtigt werden. Ein deutliches Verkaufssignal würde erst ab Kursen von weniger als 29,85 Euro entstehen. Nachfolgend wären weitere Kursverluste bis auf 23,34 Euro möglich.
Hot Stocks Investor: Uranium Energy steht vor der Erholungs-Rallye
Im Zuge des drohenden Super-GAUs in Japan brach der Aktienkurs von Uranium Energy vorübergehend auf drei Dollar ein. Das Allzeithoch im Jahr 2010 belief sich auf sieben Dollar. Das Unternehmen schaffte im vergangenen November den Aufstieg zum Uran-Produzenten. Die Experten des Hot Stocks Investor geben an, dass die Analysten den Gewinn je Aktie für die Jahre 2012 und 2013 im Schnitt auf 0,44 und 0,55 Dollar schätzen. Damit wäre die Aktie des schuldenfreien Unternehmens mit einem einstelligen KGV bewertet. Das Kursziel beträgt 4,30 bis 5,70 Euro.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Investor:
Die 140.000 Anteilscheine von Majestic Gold sind zum Einstandskurs von 0,15 Euro ausgestoppt worden. Die 15.000 Aktien von Alkane Resources sind mit einem Verlust von 15 Prozent zu 0,85 Euro ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben zudem ihre 22.500 Titel von Clenergen mit einem Minus von sieben Prozent zu 0,65 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 15.000 Papiere von Adriana Respurces zu 1,17 Euro aufgenommen und bei einem Euro abgesichert.
Die Börse am Sonntag: Schneider strebt mit Energie nach oben
Schneider Electric bezeichnet sich selbst als weltweit einzigen Spezialisten für Energiemanagement-Systeme mit ganzheitlichem Ansatz. Der französische Konzern sorgt dafür, dass die Kunden effizienter mit Energie umgehen und die Experten der Börse am Sonntag bezeichnen das als aussichtsreiches Geschäftsmodell. Die zunehmend teuerer werdende Energie muss bei weltweit weiter zunehmendem Verbrauch besser genutzt werden und das treibt das Geschäft von Schneider Electric voran. Langfristig orientierte Anleger sollten deshalb mit einem Stoppkurs bei 103 Euro einsteigen. Die Hauptversammlung soll am 21. April einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2 beschließen, entsprechend ändern (halbieren) sich dann auch die Angaben zu den Zertifikaten, welche risikobereite Investoren kaufen sollten. Zum einen raten die Experten zum endlos laufenden Long-Zertifikat (WKN CG3 N2Z) der Citigroup auf Schneider Electric. Dieser Schein ist mit einer Basis bei 93,49 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 96,70 Euro und einem Hebel von derzeit 4,6 ausgestattet. Das etwas konservativere, ebenfalls open end angelegte Long-Zertifikat (WKN CG3 G91) desselben Emittenten weist eine Basis bei 88,46 Euro, eine Totalverlust-Schwelle bei 91,70 Euro und einen Hebel von aktuell 3,8 auf. Kurspessimisten sollten das laufzeitlose Short-Zertifikat (WKN CG5 K0U) der Citigroup bevorzugen. Der Basispreis dieses Papiers beträgt derzeit 147,73 Euro, die Knock-out-Schwelle 138 Euro und der Hebel 3,7.
Änderungen im Musterdepot von Financial Fortune:
Bereits in der vorigen Ausgabe sind die 4.000 Anteilscheine von Fortress Paper mit einem Gewinn von 714 Prozent zu 38 Euro ausgestoppt worden. Aktuell sind die 100.000 Aktien von Arian Silver mit einem Plus von 34 Prozent zu 0,48 Euro ausgestoppt worden. Die 100.000 Titel von Brownstone Ventures verließen zum Einstandskurs von 0,60 Euro das Musterportfolio. Die 200.000 Papiere von Majestic Gold sind mit einem Verlust von fünf Prozent zu 0,162 Euro und die 50.000 Anteilscheine von Innocent mit einem Minus von 22 Prozent zu 0,40 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen 30.000 Aktien von Elemental Minerals zu 1,69 Euro sowie zwei Millionen Titel von WHL Energy zu 0,027 Euro aufgenommen.
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