Werner Sperber
Zertifikate Kompakt ist davon überzeugt, dass Gold- und Silberinvestments mittelfristig aussichtsreich bleiben und stellt entsprechende Derivate vor. Der Austria Börsenbrief ist zwar von SAP enttäuscht, bleibt aber bei der positiven Einstufung für die Aktie. Der Zertifikate + Optionsscheine Trader sieht Potenzial für die Notierung von Puma und hat ein passendes Derivat parat. Der Rohstoff-Report zeigt die Short- und Long-Chancen bei Paramount Gold and Silver auf. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Zertifikate Kompakt verweisen auf die enormen Gewinnchancen, welche sich wagemutigen Investoren eröffnen, die mit den heftigen Kursschwankungen bei Gold- und Silber-Werten umgehen können. Gold und Silber bleiben mittelfristig aussichtsreich. Bei Engagements in Minengesellschaften sollten Anleger die Förderkosten im Auge behalten. Silberminen-, Entwickler- und Explorer-Aktien eignen sich wegen des enormen Risikos für erfahrene Investoren. Entsprechend empfehlen die Experten das endlos laufende Zertifikat (WKN DB2 GGM) der Deutschen Bank auf den Index Solactive Global Gold Mining zum Kauf sowie das am 6. Oktober 2015 fällige Zertifikat (WKN EB0 J8N) der Erste Group Bank auf einen Aktienkorb, bestehend aus Gold-Produzenten, das am 17. Dezember 2012 ablaufende Zertifikat (WKN VT0 0SM) der Bank Vontobel auf einen Aktienkorb, bestehend aus Silberminen-Werten, das open-end Zertifikat (WKN SG1 0XA) der Société Générale auf den Index Solactive Gold and Silver Developer und schließlich das ebenfalls endlos laufende Zertifikat (WKN DE4 EXP) der Deutschen Bank auf den Index Solactive Mining Explorers. Timothy Geithner, Finanzminister der USA, sieht sich derzeit zu "außergewöhnlichen Maßnahmen" gezwungen, um den drohenden Bankrott der weltweit führenden Wirtschaftsmacht bis Anfang August aufzuschieben. Eigentlich wäre die USA schon ab Mitte Mai zahlungsunfähig, weil zu diesem Zeitpunkt die Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar erreicht wird. Ohne neue Ermächtigung des Kongresses darf der Staat keine zusätzlichen Kredite mehr aufnehmen. Dafür ist jedoch eine Einigung zwischen den Demokraten, die den Senat dominieren, und den Republikanern, die im Repräsentantenhaus die Mehrheit haben, nötig. Kommt es zu keinem Kompromiss, wären die USA in wenigen Monaten zahlungsunfähig. Sollte dieses unrealistische Szenario eintreten, würde wohl eine Flucht aus Dollar-Staatsanleihen einsetzen, die Gold und Silber in ungeahnte Kursregionen katapultieren könnte. Die Furcht vor steigenden Inflationsraten dürfte die Edelmetall-Preise bei anhaltend niedrigen Zinsen ebenfalls verteuern.

Der Austria Börsenbrief: Mit SAP geht es holprig aufwärts
Die Erwartungen an die Zahlen von SAP sind zuletzt deutlich gestiegen. Der Softwarekonzern hat diese Erwartungen nach Angaben der Experten des Austria Börsenbriefes mit den Ergebnissen für das erste Quartal 2011 enttäuscht. Immerhin hat der Vorstand seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Allerdings erscheinen diese Ziele nun ambitioniert. Die Analysten von Goldman Sachs sehen nach dem Kursrückgang eine gute Einstiegschance und geben das Kursziel mit 60 Euro an. Auch die Experten sind von den Ergebnissen enttäuscht, bleiben aber bei der Einschätzung, dass der Aktienkurs von SAP den leider immer wieder auch holprigen Anstieg zu neuen Höhen fortsetzen dürfte.
Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das international ausgerichtete Musterportfolio haben 2.500 Anteilscheine von KHD Humboldt zu 7,23 Euro aufgenommen.
Der Zertifikate & Optionsscheine Trader: Puma ist auf dem Sprung
Der Aktienkurs von Puma hat Mitte Oktober vorigen Jahres ein Allzeithoch bei 267,10 Euro erreicht. Der nachhaltige Ausbruch über die Marke des Vorgängerhochs bei 265 Euro misslang jedoch. Zwischenzeitlich korrigierte die Notierung bis zur Unterstützung bei 196 Euro. Nach der Vollendung eines doppelten Bodens, dem Überwinden der steileren Abwärtstrend-Linie sowie einem Kaufsignal des Indikators MACD (Moving Average Convergence/Divergence) stieg der Kurs bis auf 227 Euro, wo sich ein Widerstand befindet. Seither sind die Handelsumsätze mit der Aktie gesunken, was die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader als Bestätigung der Aufwärtsbewegung werten. Sollte die Notierung die Hürde bei 227 bis 228,13 Euro überwinden, ergibt sich Kurspotenzial bis zur Abwärtstrend-Linie, welche bei 237,26 Euro verläuft. Die nächsten Widerstände befinden sich bei 255,50 Euro sowie 265 bis 267,10 Euro. Ein Stoppkurs bietet sich bei 207 Euro an. Risikobereite Anleger sollten den endlos laufenden Call-Optionsschein (WKN DB8 HJ0) der Deutschen Bank auf Puma kaufen. Der Schein ist mit einer Basis bei 166,67 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 183,20 Euro und einem Hebel von derzeit 3,8 ausgestattet.
Änderungen im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 2.306 Long-Zertifikate (WKN AA1 1UB) auf den DAXglobal BRIC mit einem Verlust von 26 Prozent zu 1,16 Euro ausgebucht und ihre 270 Long-Zertifikate (WKN BN6 PTF) auf das Währungspaar Euro/Schweizer Franken mit einem Minus von 45 Prozent zu 4,43 Euro aus dem Depot genommen.
Rohstoff-Report: Paramount mit Short- und Long-Chancen
Seit dem Hoch bei 4,52 Dollar im März konsolidiert der Aktienkurs von Paramount Gold and Silver die vorherige Rallye. Nach Angaben der Experten des Rohstoff-Reports hat sich bei 3,01 Dollar eine Unterstützung herauskristallisiert, welche jüngst unterschritten worden ist. Daraus leitet sich ein Kursziel von 2,45 bis 2,50 Dollar ab, wo die Notierung auf die Aufwärtstrendlinie treffen würde. Von diesem Niveau aus könnte sich der Kurs bis auf 2,85 bis 3,01 Dollar erholen. Wenn der Widerstand bei 3,10 Euro überwunden würde, sind auch Kurse von 3,53 bis 3,65 Dollar und sogar 4,52 Dollar möglich. Sinkt die Notierung allerdings auf weniger als 2,45 Dollar auf Wochenschluss-Basis, dürfte der Kurs bis auf 2,02 bis 1,92 Dollar fallen, von wo aus die Rallye gestartet ist. Erst dieses Niveau bezeichnen die Experten als Kaufbereich, von wo aus der Kurs wieder steigen sollte. Das mittelfristige Chartbild würde sich erst bei Kursen von weniger als 1,92 Dollar leicht eintrüben.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben ihre 209 Anteilscheine am DAXglobal BRIC ETF (WKN A0M U3U) mit einem Verlust von sieben Prozent zu 45,97 Euro ausgebucht. Dafür haben sie 457 Aktien von Klöckner & Co zu 23,95 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 21,46 Euro gesetzt.
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