Werner Sperber
Der Zertifikate + Optionsscheine Trader mag es sanft, wenn es um die Trendbewegungen von Gold und Aixtron geht, und hat vier passende Derivate parat. Die Actien-Börse Daily spannt den Bogen von Immobilienfonds über Anleihen und Rentenfonds zum DAX und United Internet. Der Austria Börsenbrief ist von Barrick Gold überzeugt. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Zertifikate & Optionsscheine Traders verweisen darauf, dass in der vergangenen Woche mit dem Goldpreis auch andere Anlageinstrumente an Wert verloren haben, welche traditionell Sicherheit suggerieren. Der Goldkurs erreichte die obere Aufwärtstrendkanal-Linie bei 1.400 Dollar je Feinunze und korrigierte. Eine Unterstützung liegt bei 1.250 Dollar, wo bald auch die untere Trendkanal-Linie kreuzen wird. Dieses Niveau bietet sich daher für eine sanfte Landung an, wenn der Trend anhält. Entsprechend empfehlen die Experten den Ende Dezember fälligen Call-Optionsschein (WKN DE3 F0S) der Deutschen Bank auf Gold zum Kauf. Die Basis und die Knock-out-Schwelle betragen 1.300 Dollar je Unze Gold und der Hebel liegt derzeit bei 32,1. Nur sehr risikobereite Investoren, die von einem weiteren Preisrückgang von Gold ausgehen, sollten den am 6. Dezember fälligen Put-Optionsschein (WKN TB9 K7B) von HSBC Trinkaus kaufen. Dieser Schein ist mit einer Basis und einer Knock-out-Schwelle von 1.350 Dollar und einem Hebel von aktuell 77,8 ausgestattet.
Der Aktienchart von United Internet zeigt eine Seitwärtsbewegung mit sanfter Abwärtstendenz. In den vergangenen beiden Monaten erhöhte sich der Kurs und hat nun die 200-Tage-Linie erreicht. Etwas oberhalb dieser Linie kann man eine Abwärtstrendlinie einzeichnen, die ebenfalls zu überwinden ist. Die nächsten Tage dürften bei Aixtron daher spannend werden. Kurs-Optimisten beachten die Aufwärtstrendlinie als Stoppmarke, welche derzeit bei 21,20 Euro verläuft. Sie sollten den open end Call-Optionsschein (WKN DE2 YRX) der Deutschen Bank auf Aixtron kaufen. Der Schein weist eine Basis bei 17,10 Euro, eine Knock-out-Schwelle bei 18,80 Euro und einen Hebel von derzeit 3,5 auf. Kurs-Pessimisten sollten auf den ebenfalls endlos laufenden Put-Optionsschein (WKN DB9 TRC) desselben Emittenten setzen. Dieser Schein ist mit einer Basis bei 27,84 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 25,05 Euro und einem Hebel von aktuell 5,2 ausgestattet.

Die Actien-Börse Daily: Von Immobilienfonds bis United Internet
Die Experten von Actien-Börse Daily gehen davon aus, dass sich "das Drama der offenen Immobilien-Fonds" noch verschärfen wird. Wenn nicht ganz starke Banken hinter diesen Fonds stehen, werden noch einige zumachen. Auch die Anleihen sind keine Anlage-Alternative. Die Bond-Hausse dürfte beendet sein und aus Anlagen mit höchster Sicherheit werden nun Anlagen mit höchstem Risiko. Deshalb werden die Rentenfonds Probleme bekommen. Wie soll ein Rentenfonds, der vornehmlich Staatsanleihen im Portfolio hat, rückläufige Anleihekurse auffangen oder gar ein positives Endergebnis erreichen? Im DAX wäre eine Korrektur logisch, nachdem der Index in den vergangenen fünf Wochen 13 Prozent zugelegt hat. Ein ausschließlich charttechnisch bedingter Rückgang um fünf Prozent beziehungsweise auf 6.300 Punkte wäre möglich und würde wohl vor allem die Werte betreffen, die sich während der Sommermonate besonders gut entwickelt haben. Allerdings ist eine Konsolidierung nicht zwingend, denn der Anlage-Druck des "großen Kapitals" ist zu hoch. Damit sind die Experten bei den Aktien-Favoriten angelangt. Die Analysten von Merrill Lynch zählen United Internet dazu. Bei einer Marktkonsolidierung ist der Konzern unter den vergleichsweise kleineren Internetfirmen zweifellos am besten aufgestellt. Der "Große unter den Kleinen" hat mehrere Möglichkeiten seine bisherigen Beteiligungen etwa an Freenet oder Versatel auszubauen, oder aber andere Firmen zu übernehmen und Teile davon weiter zu reichen. Allerdings ist das KGV-Bewertungsniveau der Aktie von United Internet schon hoch, weshalb es nun vor allem auf die strategischen Entscheidungen ankommt.
Der Austria Börsenbrief: Bei Barrick Gold zeigt alles aufwärts
So lange auf die weltweite Schuldenproblematik und die Wachstumsschwäche der USA damit reagiert wird, immer schneller ungedecktes Papiergeld zu produzieren, so lange kann der Goldpreis als weltweite Ersatzwährung in Krisenzeiten eigentlich nur weiter steigen. Mit dieser Begründung raten die Experten des Austria Börsenbriefes zum Kauf der Aktie von Barrick Gold. Die Zinsanhebung in China dürfte nur für eine kurze Verunsicherung sorgen. Auch wenn es jüngst eine Korrektur im Goldpreis und im Aktienkurs von Barrick Gold gegeben hat, ist der mittel- bis langfristige Aufwärtstrend sowohl bezüglich des Goldpreises als auch bezüglich des Aktienkurses von Barrick Gold intakt.
Änderung in einem Musterdepot des Austria Börsenbriefes:
Die Verantwortlichen für das international angelegte Musterportfolio haben 650 Anteilscheine von Barrick Gold zu 35 Euro aufgenommen.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.