Werner Sperber
Der Anlegerbrief performaxx glaubt an den Durchbruch von Global Ecopower. Die Börse am Sonntag wünscht "Guten Appetit" beim Kauf von Shoprite Holdings. Die Euro am Sonntag verspricht sich von der Norcom-Aktie eine Kursvedoppelung. Die Platow Börse geht vom Aufschwung im Maschinenbau und bei Homag aus. Trade24 setzt auf Aixtron. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Anlegerbriefes performaxx beziehen sich auf Gerüchte und die Meldung von Global Ecopower, einen Vorvertrag mit einem weltweiten Energiemarktführer zum Bau von acht Photovoltaikprojekten in Freilandmontage mit einer Leistung von 60 Megawatt (MW) abgeschlossen zu haben. Die endgültige Vereinbarung soll noch im Juni unterschrieben werden. Die Solarparks sollen bereits in den Jahren 2011 und 2012 an das Stromnetz angeschlossen werden. Dieses Projekt dürfte Global Ecopower schrittweise einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro und einen Rohertrag von etwa 14 Millionen Euro bringen. Nach der gescheiterten Kapitalerhöhung Anfang des Jahres könnte das Unternehmen dadurch seine Finanzbasis entscheidend stärken und hätte genügend Geld, um die geplanten Projekte auf den Weg zu bringen. Der Konzern plant die Entwicklung und den Betrieb von Photovoltaikkraftwerken. Die Hälfte der Anlagen soll an Dritte verkauft und die andere Hälfte auf eigene Rechnung betrieben werden, wodurch sich Global Ecopower zum margenstarken Produzenten von Solarenergie veredelt. Dabei bietet der französische Photovoltaikmarkt aufgrund der umfassenden staatlichen Förderung ein enormes Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren. Global Ecopower hat sich hierbei sehr gut positioniert und verfügt über eine vielversprechende Projektpipeline. Risikobereite Anleger sollten bereits jetzt einsteigen, vorsichtigere Investoren sollten den Abschluss des Vertrags abwarten.

Die Börse am Sonntag: Anleger sind "right (richtig)" bei Shoprite
Insgesamt haben sich die Handelsbedingungen in Afrika in den vergangenen Jahren verbessert, ohne, dass die Masse der Europäer davon Kenntnis genommen hätte. Die Geschäfte des Einzelhandelsunternehmens Shoprite Holding sind dabei prächtig gelaufen. Das Unternehmen ist in Afrika kontinuierlich und profitabel gewachsen - selbst während der Rezession. Dabei zahlte sich nach Ansicht der Experten der Börse am Sonntag aus, dass der Konzern mit verschiedenen Supermarktkonzepten und Marken, die vom Niedrigpreis- bis zum Hochpreissegment auf sämtliche Einkommensschichten setzt und somit die breite Bevölkerung zum Kundenkreis zählt. Shoprite ist im Jahr 1979 entstanden und hat sich seither zum größten Lebensmittel-Einzelhändler auf dem gesamten afrikanischen Kontinent entwickelt. Die Gesellschaft führt außerdem eigene Märkte, in denen Möbel, elektronische Geräte sowie Unterhaltungselektronik angeboten werden. Firmencredo ist es, sämtlichen Bevölkerungsschichten in Afrika Lebensmittel und Haushaltsprodukte in einem "Erste-Welt-Ambiente" anzubieten und das bei niedrigen Preisen. Insgesamt betreibt die Gesellschaft 1.146 Supermärkte und Geschäfte in Eigenregie, davon die meisten unter der Marke Shoprite, sowie 276 durch Franchisepartner. Abgerundet wird das Sortiment durch Kartenverkaufsstellen, 100 Apotheken und 73 Spirituosenläden. Abgesehen vom Heimatmarkt Südafrika ist das Unternehmen in 15 weiteren Ländern präsent, beispielsweise in Namibia, Sambia, Botswana und Lesotho. Künftig will das Unternehmen die Expansion weiter vorantreiben, um die führende Position in Afrika auszubauen. Dabei bevorzugt der Vorstand die Märkte insbesondere in den rohstoffreichen Ländern Westafrikas, denn dort dürfte der private Konsum am ehesten anziehen. Mit der Marktmacht und Finanzkraft hat Shoprite dazu beste Voraussetzungen. Seit dem Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 bis zum Ende des vergangenen Fiskaljahres 2008/09 ist der Umsatz um 99 Prozent auf 59,3 Milliarden Südafrikanische Rand (ZAR) gestiegen. Das EBIT legte um 216 Prozent auf 2,91 Milliarden Rand beziehungsweise rund 263 Millionen Euro zu und der Nettogewinn um mehr als 250 Prozent auf rund zwei Milliarden Rand respektive etwa 183 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Jahresvergleich um fast zwölf Prozent, wobei dabei zu berücksichtigen ist, dass der starke Rand die Exporte ins restliche Afrika verteuert haben, was Shoprite benachteiligt. Das EBIT stieg dennoch um 13,7 Prozent und der Nachsteuergewinn um elf Prozent auf 1,07 Milliarden Rand. Risikobereite Anleger sollten die in Deutschland marktenge Aktie mit einem Stoppkurs bei 6.950 Rand kaufen.
Die Euro am Sonntag: Norcom ist ein Cash- und Wachstumsschnäppchen
Norcom ist ein Spezialist für Mediensoftware und Kommunikationslösungen, der als neueste Innovation ein Redaktions- und Produktionssystem für Fernseh- und Radiosender auf den Markt gebracht hat. Georg Pröbstl, Experte der Euro am Sonntag, geht davon aus, dass dieses Produkt mit den neuen Vertriebs-Partnern eine wahre "Goldader" wird. Im ersten Quartal 2010 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 18,5 Prozent. Im Gesamtjahr prognostiziert Vorstandsvorsitzender Viggo Nordbakk einen Erlöszuwachs von mindestens 20 Prozent. Dabei ist in dieser Prognose ein bereits von Bundesanstalt für Arbeit vergebner Auftrag im Wert von zehn bis 15 Millionen Euro noch gar nicht enthalten. Am Mittwoch dürfte ein Gericht über den Einspruch eines Wettbewerbers zu dieser Bestellung befinden. Pröbstl schätzt den Gewinn je Aktie für 2010 auf 0,20 und für 2011 auf 0,30 Euro. Das entspräche einem KGV von 5 für das kommende Jahr. Er empfiehlt den Kauf mit einem Kursziel von 2,90 Euro und einem Stoppkurs bei 0,95 Euro.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv angelegte Musterportfolio, hat seine 2.380 Inline-Optionsscheine (WKN SG1 JXX) auf den DAX mit einem Gewinn von 14 Prozent zu 9,55 Euro ausgebucht. Dafür hat er 1.400 Anteilscheine von Bob Mobile zu 14,38 Euro aufgenommen und bei 11,70 Euro abgesichert. Sven Parplies, zuständig für das Momentum-Depot, hat seine 401 Papiere von Verisign und seine 373 Titel von Autodesk jeweils mit einem prozentual niedrig einstelligen Gewinn ausgebucht. Dafür hat er 291 Anteilscheine von NetApp und 1.600 Aktien von Singulus Technologies zu 30,65 Euro beziehungsweise 5,57 Euro aufgenommen.
Die Platow Börse: Homag profitiert vom Aufschwung und dem schwachen Euro
Der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) meldet einen Anstieg des Wertes von Auftragseingängen im April von 36 Prozent. Die Experten der Platow Börse schätzen, dass es bei der Homag Group ebenfalls gut gelaufen ist. Im ersten Quartal hat sich der Wert der neuen Bestellungen auf 166 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Orderbestand zum 31. März belief sich auf 201 Millionen Euro. Der Spezialist für Holzbearbeitungsmaschinen steigerte den Umsatz um mehr als 72 Prozent auf 165 Millionen Euro. Nach einem Nettoverlust im Vorjahreszeitraum verdiente Homag von Januar bis März diesen Jahres 1,2 Millionen Euro. Dazu haben auch die Verschlankung und die Einsparungen beigetragen. Neben der erhöhten Nachfrage profitiert Homag auch vom derzeit äußerst schwachen Euro, denn mehr als ein Drittel des Umsatzes stammt aus Staaten außerhalb der Euro-Zone. Die Experten schätzen, dass der Erlös im Jahr 2010 um 15 Prozent auf mehr als 600 Millionen Euro steigt und sie schließen sich Analysten an, die von einem Gewinn von 0,15 Euro je Aktie ausgehen. Im Jahr 2011 könnte das bilanziell solide Unternehmen 0,85 Euro je Anteilschein oder mehr verdienen, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld weiter aufhellt. Das würde einem KGV von 14 entsprechen. Anleger sollten aktuell und gegebenenfalls bei Notierungen von rund 11,90 Euro einsteigen und ihr Engagement bei zehn Euro absichern.
Trade24.de: Die Notierung von Aixtron dürfte weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen Aixtron mit Abstauberlimits bei 19,50 Euro zu kaufen.
Änderungen im Musterdepot des Emerging Markets Investor:
Die 20.000 Anteilscheine von Seanergy Maritime Holdings sind mit einem Gewinn von 15 Prozent zu 1,05 Euro ausgestoppt worden und sie 50.000 Aktien von Clenergen mit einem Verlust von 13 Prozent zu 0,68 Euro. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 2.000 Papiere von China Yuchai International zu 13,34 Euro aufgenommen. Nun wollen sie noch Aktien von SN Commodities vor dem Börsengang also pre-IPO zeichnen.
Änderungen im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die 4.400 Anteilscheine von Peregrine Pharma sind mit einem Verlust von 14 Prozent zu 2,55 Euro ausgestoppt worden.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die 700, 10.000 respektive 70.000 Anteilscheine von Euromicron, Prosperity Minerals und Colt Resources sind mit Verlusten von neun Prozent, 13 Prozent beziehungsweise 14 Prozent zu Kursen von 17,50 Euro, 1,60 Euro respektive 0,26 Euro ausgestoppt worden. Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben dafür 2.000 Aktien von ItN Nanovation zu 7,45 Euro aufgenommen und bei 6,75 Euro abgesichert.