Werner Sperber
Der CdC Aktiensnapshot hält die günstig bewertete GFT Technologies für fundamental aussichtsreich positioniert. Der Zertifikate und Optionsscheine Trader erkennt charttechnische Anzeichen, die auf eine Rückkehr des Aktienkurses von Singulus Technologies in den Trendkanal hindeuten. Cash hält langfristige Anlagen in Schwellenländern für zwingend notwendig. Hot Stocks Europe geht von einer Fortsetzung der Rallye bei Quanmax aus. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des CdC Aktiensnapshot gehen davon aus, dass sich die Geschäftslage für GFT Technologies in der zweiten Jahreshälfte weiter beleben wird. Der IT-Spezialist ist insgesamt aussichtsreich positioniert. Da der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr noch einmal angehoben hat, sind die Anteilscheine noch attraktiv bewertet. GFT Technologies ist eines der führenden IT-Dienstleistungsunternehmen im Finanzsektor. In der Sparte "Services" konzentriert sich die Gesellschaft auf die IT-Beratung sowie die Entwicklung von Anwendungen. Dabei tritt GFT weltweit als strategischer Partner für renommierte Unternehmen auf. Im Segment "Resourcing" vermittelt GFT IT-Spezialisten für Unternehmen aller Branchen. Zudem übernimmt GFT das komplette Management von IT-Dienstleistungsunternehmen. Dabei ist der Konzern mit insgesamt 20 Standorten in sieben Ländern international positioniert und die IT-Lösungen werden in mehr als 30 Ländern eingesetzt. Das GFT-Management hat Anfang des Jahres 2010 die Sparte "Software" verkauft. Seit Jahresbeginn sorgt eine stark anziehende Nachfrage aus dem Finanzsektor für eine Belebung der Geschäfte. Im ersten Halbjahr legte der Konzernumsatz um neun Prozent auf fast 115 Millionen Euro zu, wobei vor allem die Erlöse in der Sparte "Services" um 30 Prozent auf 56,2 Millionen Euro stieg. Das Vorsteuerergebnis erhöhte sich im Jahresvergleich um 68 Prozent auf 4,6 Millionen Euro und der Nachsteuergewinn stieg um mehr als 106 Prozent auf 3,3 Millionen Euro beziehungsweise 0,13 Euro je Aktie. Der Vorstand erwartet für die zweite Jahreshälfte einen Umsatz von 240 Millionen Euro und ein Vorsteuerergebnis von zehn bis elf Millionen Euro.
Änderung in einem Musterdepot von CdC Aktiensnapshot:
Die Verantwortlichen für das Trading-Musterportfolio wollen 700 Anteilscheine von Nanorepro zu höchstens 3,90 Euro aufnehmen.

Zertifikate & Optionsscheine Trader: Singulus will in den Aufwärtstrend zurück
Die Aktie von Singulus Technologies befindet sich seit April im Abwärtstrend, der sich nach Ansicht der Experten des Zertifikate & Optionsscheine Trader in der vergangenen Woche noch verstärkt hat. Inzwischen deuten Indikatoren, wie etwa die Stochastik, auf eine Chance für die Trendwende hin. Die Experten hoffen, dass die Aktie des Herstellers von Maschinen für die Solar- und Speichermedien-Industrie zumindest wieder auf ein Niveau oberhalb des im November 2009 etablierten Aufwärtstrends zurückkehrt. Diese nicht mehr intakte Aufwärtstrendlinie verläuft bei sechs Euro. Die Experten empfehlen den Kauf des endlos laufenden Call-Optionsscheins (WKN DB8 0ZM) der Deutschen Bank auf Singulus Technologies. Der Schein ist mit einer Basis bei 1,06 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 1,25 Euro und einem Hebel von derzeit 1,3 ausgestattet.
Änderung im Musterdepot des Zertifikate & Optionsscheine Trader:
Die 1.916 Call-Optionsscheine (WKN DB3 A73) auf Phoenix Solar sind mit einem Gewinn von 34 Prozent zu 1,25 Euro ausgestoppt worden.
Cash: "Schwellenländer sind als langfristige Anlagechance nicht wegzudenken"
In der neuesten Ausgabe von Cash empfiehlt Reinhard Berben, Geschäftsführer von Franklin Templeton Investments in Deutschland, Investments in Schwellenländern. Berben rät allerdings auch: "Anleger sollten ihr Kapital einem Fondsmanager anvertrauen, der die Unternehmen und Länder, in die er investiert, genau kennt und durch Unternehmensbesuche vor Ort bewertet." Die Emerging Markets spielen weltwirtschaftlich eine immer entscheidendere Rolle und bieten Anlegern dynamisches Wachstumspotenzial. Doch viele Investoren sind auf diesen Boom noch nicht vorbereitet. Jetzt könnte der richtige Zeitpunkt sein, um über ein Engagement beziehungsweise die Aufstockung nachzudenken. Die etablierten Schwellenländer und die neuen, aufstrebenden Märkte (Grenzmärkte oder Frontier Markets) wie etwa Nigeria, Vietnam oder Kasachstan produzieren bereits heute 47 Prozent der weltweiten Güter und Dienstleistungen - gemessen am Marktwert. Der IWF prognostiziert, dass dieser Wert bis zum Jahr 2015 auf 51 Prozent steigt. 82 Prozent der Weltbevölkerung leben in den Schwellenländern und diese Menschen benötigen zumindest eine grundlegende Versorgung - zum größten Teil von Anbietern vor Ort. Diese Nachfrage schafft Märkte für immer mehr Unternehmen, die Einheimische einstellen und so für noch mehr Nachfrage sorgen. Zudem lagern immer mehr Unternehmen aus den Industrieländern Produktion und Dienstleistungen in die Schwellenländer aus. Aufgrund des Aufschwungs investieren auch viele Regierungen in den Aufbau und Ausbau der Infrastruktur. Deswegen empfiehlt Berben den Kauf des von Mark Mobius verwalteten Fonds Templeton Frontier Markets (WKN A0R AK3), der seit Oktober 2008 rund 49 Prozent zulegte.
Hot Stocks Europe: Quanmax steht gut da
Die Wurzeln von Quanmax sind die Neuer-Markt-Konzerne Gericom, Maxdata und ChiliGreen. Seit dem Jahr 2008 arbeitet das Management daran, aus diesen drei Ursprungsunternehmen einen schlagkräftigen Konzern zu machen. Aufsichtsrats-Vorsitzender ist der Gründer und ehemalige Vorstand von Kontron, Hannes Niederhauser. Die drei Sparten von Quanmax sind der umsatzträchtige aber margenschwache Verkauf von Notebooks und PCs über Einzelhändler und Supermarktketten, der gewinnträchtigere Vertrieb an Geschäftskunden sowie das Geschäft mit Hard- und Software unter dem Spartennamen Anwendungen/Appliances. Nach Ansicht der Experten von Hot Stocks Europe zeigt die Neustrukturierung bereits erste Erfolge. Im Jahr 2009 gelang der Turnaround. Mit einem Umsatz von rund 60 Millionen Euro verdiente Quanmax 3,3 Millionen Euro. Der Vorstand prognostiziert für 2010 höhere Gewinnspannen, so dass bei Erlösen von 70 Millionen Euro ein Gewinn von 0,28 je Aktie erwirtschaftet werden soll. Im Jahr 2011 könnte Quanmax mehr als 100 Millionen Euro umsetzen. Die Experten halten das KGV von 10 für 2010 angesichts des starken Wachstums für moderat. Die Charttechnik ist derzeit fantastisch und liefert ebenfalls ein Kaufargument. Risikobereite Anleger sollten deshalb auf eine Fortsetzung der Rallye spekulieren.
Änderungen im Musterdepot des Chart Trader:
Die 1.281 Anteilscheine von Infineon und die 1.260 Aktien von IVG Immobilien sind mit einem Verlust von elf Prozent beziehungsweise zwei Prozent zu 4,70 Euro respektive 5,10 Euro ausgestoppt worden. Die 774 Papiere der Homag Group tauchen nun wieder in der Aufstellung auf, nachdem sie in der vorherigen Ausgabe verschwunden waren.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.