Werner Sperber
Der BetaFaktor freut sich über die Rückkehr von Daniel Wild und rät risikobereiten Anlegern deshalb zum Einstieg bei E-Commerce Alliance. Der Frankfurter Börsenbrief geht von einem starken Wachstum von Yangzijiang Shipbuilding aus. Fuchs Kapitalanlagen glaubt an einen neuen Mega-Markt für Sandisk. Platow Derivate erkennt charttechnische Signale für einen Kursanstieg der Aktie von Aixtron und hat ein passendes Zertifikat parat. Trade24 setzt auf American Superconductor. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von BetaFaktor erinnern daran, dass bei E-Commerce Alliance plc (ehemals Getmobile Europe plc) seit September 2009 der Unternehmensgründer und ehemalige Vorstandsvorsitzende Daniel Wild wieder auf dem Chefsessel sitzt und den Konzern herumwirbelt. Nachdem Getmobile das Geschäft mit Handyverträgen verkauft hat, konzentriert sich E-Commerce Alliance nun auf das E-Commerce-Geschäft, was durch die vor kurzem vollzogene Umbenennung ausgedrückt werden soll. Das "neue" Unternehmen wird zur Holding für E-Commerce-Unternehmen umgebaut. Die Firma Getlogistic ist ein Logistik- und Fulfillment-Anbieter für E-Commerce-Unternehmen. Außerdem will Wild mit Hilfe dieses Unternehmens frühzeitig durchstartende E-Commerce-Unternehmen entdecken, bei denen es sich lohnt, einzusteigen. E-Commerce Alliance hält 95 Prozent am Prämienportal Premingo, das derzeit zu einer Art Sparplattform umgebaut wird. Mybestbrands.de gehört zu zehn Prozent zum Konzern. Das ist zwar vernachlässigenswert aber für die Unternehmensfamilie trotzdem hilfreich. An Shirtinator besitzt E-Commerce Alliance 37 Prozent. Diese profitable und stark wachsende Firma ist bereits die Nummer 2 beim Vertrieb von T-Shirts, die über das Internet gestaltet werden können. Das Kernstück von E-Commerce Alliance ist jedoch der Online-Shoppingclub Pauldirekt.de, von dem sich Wild für das laufende Jahr eine Umsatz-Verdreifachung auf 13,5 Millionen Euro erhofft. 2011 soll Pauldirekt die Gewinnschwelle erreichen. Wild prognostiziert für den Gesamtkonzern im laufenden Jahr einen Umsatz von 23 Millionen Euro und in etwa ein ausgeglichenes Ergebnis. Im Jahr 2011 sollen die Erlöse auf 30,6 Millionen Euro zulegen und das EBIT 1,1 Millionen Euro betragen. Derzeit beträgt der Börsenwert des weiterhin stark investierenden Konzerns 15,5 Millionen Euro und der Bestand an flüssigen Mitteln liegt bei 9,9 Millionen Euro. Die Experten raten deshalb zum Kauf mit einem ersten Kursziel von 2,50 Euro.

Der Frankfurter Börsenbrief: Yangzijiang Shipbuilding hofft auf die Auftragsflut
Im Februar haben erstmals wieder weniger Kunden Schiffbauaufträge in Asien storniert als im Vormonat. Yangzijiang Shipbuilding ist sogar etwas Besonderes, denn das chinesische Schiffbauunternehmen hat seit Beginn der Rezession keinen einzigen Auftrag verloren. Dafür dürfte das hervorragende Management des Konzerns verantwortlich sein, das hohe Anzahlungen durchsetzen kann, sehr enge Kundenbeziehungen unterhält und den Auftraggebern flexible Umbuchungsmöglichkeiten bietet. Nach Ansicht der Experten des Frankfurter Börsenbriefes deutet sogar vieles auf eine neue Auftragsflut im zweiten Quartal 2010 hin. Die meisten Reedereien arbeiten wieder profitabel und denken über Investitionen intensiv nach. Doch schon alleine mit den derzeit erhaltenen Orders sind die Schätzungen für den Umsatz von Yangzijiang Shipbuilding mehr als abgedeckt. Das Auftragsvolumen entspricht mit 5,6 Milliarden Dollar dem dreifachen Umsatz des Jahres 2009. Insofern ist das Risiko negativer Überraschungen bei Erlös und Ertrag relativ gering. Neue Aufträge und mögliche Übernahmen dürften sich demnach unmittelbar in steigenden Aktienkursen ausdrücken. Dass der Vorstand des Konzerns zudem ins Geschäft mit dem Abwracken alter Schiffe einsteigen will, ist in den bisherigen Prognosen noch gar nicht berücksichtigt. Die Experten schätzen den Gewinnbeitrag aus dem Abwracken ab dem Jahr 2012 auf 17,5 Millionen Dollar bei einem Gesamtgewinn von 337 Millionen Dollar. Risikobereite Anleger sollten die sehr marktenge Aktie kaufen.
Fuchs Kapitalanlagen: Sandisk schießt blitzartig nach oben und erschließt sich einen weiteren riesigen Markt
Flash-Speicher sind der standardmäßig verwendeten Festplatte technologisch überlegen. Sie sind kleiner, leichter und robuster, arbeiten leiser und benötigen weniger Strom als herkömmliche Festplatten. Da sich ihre Schreib- und Lesegeschwindigkeit zuletzt stark verbesserte, fahren gute Flashspeichercomputer auch schneller hoch und wieder herunter als Geräte, die mit einer Festplatte arbeiten. Sandisk ist Weltmarktführer für Flash-Speicher und auch der Aktienkurs des US-Unternehmens ist seit Dezember 2009 "blitzartig" um 85 Prozent angestiegen. Die Experten von Fuchs Kapitalanlagen halten die Anteilscheine mit einem KGV von 12,5 für das Jahr 2011 aber noch immer für günstig bewertet, denn der Bedarf an den Sandisk-Produkten etwa für den USB-Stick oder die Datenkarten in Mobiltelefonen oder Fotoapparaten ist hoch. Die Nutzer solcher Geräte möchten immer mehr Speicherplatz und diesem Wunsch hat Sandisk mit der kürzlich auf den Markt gebrachten Speicherkarte mit einem Fassungsvolumen von 64 Gigabyte entsprochen. Auf dieser Karte können beispielsweise Videos mit einer Gesamtlänge von 80 Stunden aufgezeichnet werden. Zudem soll Gerüchten zufolge der Computerhersteller Apple sein neues Mobiltelefon iPhone mit dieser Karte ausrüsten. Falls das stimmt, müsste die Apple-Konkurrenz wohl ebenfalls ähnlich leistungsstarke Speichermedien in ihren Geräten einsetzen. Die Nachfrage nach Flashspeichern dürfte entsprechend robust bleiben. Im Computermarkt hat sich der Flashspeicher alleine aus Kostengründen noch nicht flächendeckend gegen die Festplatte durchgesetzt, doch in einigen Jahren wird sich der Preisunterschied erheblich verringert haben. Sandisk erschließt sich damit ein weiterer riesiger Markt . Die Aktie sollte auch deshalb mit einem Kursziel von 45 Dollar und einem Stoppkurs bei 29,80 Dollar gekauft werden.
Platow Derivate: Aixtron zieht wieder an
Die seit mehr als einem Jahr gigantisch gestiegenen Kurse der Aktie von Aixtron sind nach Ansicht der Experten von Platow Derivate von den jüngst vorgelegten Zahlen fundamental gestützt worden. Dabei haben sowohl der Umsatz als auch der Gewinn sowie die Prognosen des Spezialmaschinenbau-Konzerns überzeugt, denn das operative Wachstum dürfte anhalten. Branchenexperten zufolge soll die Nachfrage nach LED-Anlagen in den Jahren 2010 bis 2012 um durchschnittlich 20 Prozent per anno steigen. Trotz zunehmender Konkurrenz dürfte Aixtron von einer solchen Entwicklung überdurchschnittlich stark profitieren, denn das Unternehmen hält einen Anteil von 70 Prozent am weltweiten Markt für die Herstellung von Maschinen zur Produktion dieser Leuchtdioden. Insbesondere die zunehmende Verwendung von LEDs in der Beleuchtungsindustrie dürfte das Geschäft von Aixtron beflügeln. Die Bewertung der Aktie ist mit einem KUV von 4,6 für das Jahr 2010 ist zwar ambitioniert, dennoch haben Analysten jüngst ihre Kursziele deutlich erhöht. Auf die anschließende Rallye folgte eine Korrektur, die den Kurs unter das Niveau der Unterstützung bei 26,70 Euro drückte. Die nächste Unterstützung befindet sich bei 25,70 Euro. Die Charttechnik und Indikatoren sprechen nun für einen neuen Anstieg in Richtung des zuletzt markierten Hochs bei 29 Euro. Deshalb raten die Experten zum gestaffelten Einstieg in das endlos laufende Mini-Long-Zertifikat (WKN CG8 QNX) der Citigroup auf Aixtron. Der Nachkauf sollte gegebenenfalls bei Kursen von 0,44 Euro für das Derivat erfolgen, was einem Aktienkurs von 25,70 Euro entspricht. Der Stoppkurs wird bei 24 Euro gesetzt. Der Schein ist mit einer Basis bei 21,51 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 23 Euro und einem Hebel von derzeit 4,2 ausgestattet.
Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 800 Mini-Long-Zertifikate (WKN AA1 3J3) auf Gold zu 14,50 Euro aufgenommen und bei 12,90 Euro abgesichert. Zudem haben sie 2.800 Mini-Long-Zertifikate (WKN CG8 QNX) auf Aixtron zu 0,52 Euro eingebucht und den Stoppkurs bei 0,26 Euro gesetzt. Nun wollen sie noch weitere 4.200 dieser Derivate auf Aixtron zu höchstens 0,44 Euro aufnehmen.
Trade24.de: Der Aktienkurs von American Superconductor dürfte weiter steigen
Die Experten von Trade24.de empfehlen die Aktie von American Superconductor als "Internationaler Top-Favorit spekulativ" zum Kauf. Der Wert zeigt relative Stärke, der Intraday-Chart ist annehmbar und die Handelsumsätze sind relativ hoch. Der anfängliche Stoppkurs sollte bei 31 Dollar gesetzt werden.
Änderungen im Musterdepot des Trend Invest Report:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio haben 550 Anteilscheine von Epigenomics zu 2,70 Euro aufgenommen und bei 1,90 Euro abgesichert. Nun wollen sie noch 1.250 Aktien von B2Gold zu höchstens 1,20 Euro sowie 4.000 Titel von Aspiro zu maximal 0,21 Euro einbuchen.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben 601 Anteilscheine von C.A.T. Oil zu 7,95 Euro aufgenommen.