Werner Sperber
Für den Anlegerbrief performaxx ist Gerry Weber ein internationaler Musterknabe. Die Platow Börse schließt sich DWS an und setzt weiter auf Aixtron. Die Euro am Sonntag spekuliert mit einem Derivat auf die schlanke und erfolgreiche Zukunft von KUKA. Der Rohstoff-Spiegel spielt im "zweiten Teil" des Uran-Booms die Karte Uranerz Energy. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten des Anlegerbriefes performaxx erklären, dass bei Gerry Weber International derzeit alle Weichen auf Expansion gestellt sind. Dabei bleibt das Einzelhandelsgeschäft der Wachstumsmotor. Zum Jahresende 2010 betrieb das Modeunternehmen weltweit bereits mehr als 400 konzerneigene "Houses of Gerry Weber". In den kommenden Jahren sollen pro anno weitere 65 bis 75 eigene und 60 bis 70 als Franchise geführte Filialen hinzukommen. Aufgrund dessen prognostiziert der Vorstand für die kommenden drei Ende Oktober ablaufenden Geschäftsjahre einen jeweils prozentual zweistelligen Umsatzzuwachs, wobei der Gewinn noch stärker zulegen dürfte. Die EBIT-Marge soll von zwölf auf 15 Prozent steigen, was nicht einmal Musterknabe Hugo Boss schafft. Deshalb bleibt die Aktie von Gerry Weber mit einem ersten Kursziel von 40 Euro kaufenswert.
Änderungen in den Musterdepots des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 3.600 Call-Optionsscheine (WKN CM9 EME) auf Nestlé mit einem Verlust von einem Prozent zu 1,24 Euro ausgebucht. Zudem haben sie sich mit einem Minus von ebenfalls einem Prozent zu 1,79 Euro von ihren 3.000 Anteilscheinen von HCI Capital sowie mit einem Gewinn von 64 Prozent zu 13,81 Euro von ihren 504 Bull-Zertifikaten (WKN CM6 Y96) auf Gold getrennt.
Die Platow Börse: LED's dance mit Aixtron
Nachdem darüber spekuliert wird, dass der US-Konkurrent Cree Interesse hätte den Maschinenbau-Konzern Aixtron für 38 Euro je Aktie zu kaufen, legten die Anteilscheine auf den höchsten Stand seit April 2010 zu. Da auch der US-Dollar an Stärke gewonnen hat, unterstützt das die Notierungen des überwiegend in US-Dollar abrechnenden Konzerns mit Sitz in Aachen. Zudem erinnern die Experten der Platow Börse an die hervorragenden Drittquartals-Zahlen und die starken Prognosen. Demnach darf von einer "dritten Investitionswelle" auf dem LED-Beleuchtungsmarkt ausgegangen werden, für den Aixtron die Maschinen baut, und welche bis zum Jahr 2012 starten könnte. Die Fondsgesellschaft DWS hat zu Jahresbeginn ihre Beteiligung an dem TecDAX-Konzern auf mehr als fünf Prozent aufgestockt, da sie dem Aktienkurs wohl noch Potenzial zubilligt. Da der Kurs eine charttechnische Hürde überwunden hat, raten die Experten dazu, die Aixtron-Aktie auf dem Abstauber-Niveau von 29,20 Euro zu kaufen und den Stoppkurs bei 24,50 Euro zu setzen.
Die Euro am Sonntag: KUKA-Turnaround-Spekulation mit Hebel
Walter Bickel, ein ausgewiesener Restrukturierungs-Experte, ist zum Jahreswechsel 2010/11 aus dem Vorstand von KUKA ausgeschieden, weil er seine Aufgabe, die Kosten des Roboter-Produzenten nachhaltig zu senken, so gut erfüllt hat, dass nicht einmal eine Neubesetzung dieses Postens nötig ist. Vorstandsvorsitzender Till Reuter und Finanzvorstand Stephan Schulak gehen angesichts eines Auftragsbestandes von 700 Millionen Euro optimistisch ins neue Jahr. 2011 soll der Turnaround gelingen, denn die Automobilhersteller müssen viel Geld in neue Anlagen investieren. Petra Maier, Expertin der Euro am Sonntag, erinnert zwar daran, dass der Aktienkurs von KUKA seit August schon zugelegt hat. Sie hält aber Notierungen von zunächst 25 Euro für wahrscheinlich, wenn der Jahresabschluss 2010, der am 2. Februar vorgestellt werden soll, für anhaltend gute Stimmung sorgt. Deshalb rät sie risikobereiten Anlegern zum Kauf des endlos laufenden Bull-Zertifikates (WKN CM8 M11) der Commerzbank auf KUKA. Der Schein ist mit einer Basis bei 13,94 Euro, einer Knock-out-Schwelle bei 14,86 Euro und einem Hebel von derzeit 4,8 ausgestattet.
Änderungen in den Musterdepots der Euro am Sonntag:
Joachim Spiering, Verantwortlicher für das offensiv ausgerichtete Musterportfolio, hat seine 260 Anteilscheine von Delticom mit Gewinn sowie seine 2.000 Aktien von Klassik Radio mit Verlust ausgebucht. Dafür hat er 8.000 Titel von 4SC zu 3,51 Euro und 2.000 Papiere von Medion zu 13,55 Euro aufgenommen. Nun will er noch 1.450 Put-Optionsscheine (WKN DB7 RG5) auf den Euro aufnehmen. Sven Parplies, zuständig für das Momentum-Musterdepot, hat seine 45 Anteilscheine von Priceline, seine 108 Aktien von Pfeiffer Vacuum, seine 463 Titel der Aareal Bank und seine 1.460 Papiere von Infineon Technologies jeweils wohl mit Gewinn ausgebucht. Dafür hat er 3.325 Anteilscheine von QSC zu 3,30 Euro, 644 Aktien von Dialog Semiconductor zu 17,03 Euro, 6.493 Titel von Sky Deutschland zu 1,69 Euro und 168 Papiere von Joy Global zu 65,29 Euro aufgenommen.
Der Rohstoff-Spiegel: Uran-Boom, Teil II, mit Uranerz Energy nutzen
Triuranoctoxid ist der wichtigste Bestandteil von Uranerzen und das erste Zwischenprodukt, das beim Abbau von Uranerzen gewonnen wird. Das Erz wird in Erzmühlen zerkleinert und das Erzpulver in Schwefelsäure ausgewaschen. Der Preis für ein pound (453,59 Gramm) Uranoxid (Uran-IV, -VI-Oxid, U3O8, Tri-Uran-Oct-Oxid) ist im vergangenen halben Jahr um rund 55 Prozent von 40 auf 62,50 US-Dollar gestiegen. Tim Roedel, Chefredakteur des Rohstoff-Spiegel, geht demnach davon aus, dass der Uranmarkt nach dem Jahr 2007 einen zweiten Boom erlebt. Hauptpreistreiber sei die Volksrepublik China. Bislang wurde geschätzt, dass China im Jahr 2011 etwa 5.000 Tonnen Uran und damit ein Zehntel der weltweiten Produktionsmenge aufkaufen wird, obwohl das Land nur ein Vierzigstel der weltweiten Atomanlagen betreibt. Da China Guangdong Nuclear Power von Areva in den nächsten zehn Jahren weitere 20.000 Tonnen Uran für 79 Dollar je pound bestellt hat, geht man in China wohl davon aus, dass der Weltmarktpreis wohl weit über dieses Niveau zulegen dürfte. Uran wird ab dem Jahr 2013 noch durch einen weiteren Grund teuerer werden, denn dann läuft die Verpflichtung Russlands ab, abgerüstete Uranbestände aus Atomwaffen auf dem freien Markt zu verkaufen. Trotz dieser Argumente ist die kanadische Uranerz Energy eines der wenigen Unternehmen, welches in den USA in den kommenden Monaten eine erste Mine samt Verarbeitungsanlage bauen und betreiben dürfen. Der Konzern erhielt Anfang Januar 2011 die Genehmigung der Umweltbehörde des US-Bundesstaates Wyoming (permit to mine of the WDEQ, Wyoming Departement of Environmental Quality). Bis zum Bau der ersten Anlagen auf dem Projekt "Nichols Ranch" in Wyoming muss nur noch die US-Nuklearbehörde (NRC, Nuclear Regulatory Commission) den Abbau genehmigen, was nur wenige Wochen dauert, falls es keine Einsprüche gibt. Aktuell ist nichts hinsichtlich etwaiger Bedenken dritter Parteien bekannt, sodass Uranerz Energy wohl in Kürze die endgültige Produktionserlaubnis bekommt. Die Mine könnte somit im ersten Halbjahr 2012 in Produktion gehen. Uranerz Energy verfügt nach der Finanzierung im Dezember über 36 Millionen Dollar an flüssigen Mitteln, während die Kosten für die Mine auf 35 Millionen Dollar geschätzt werden. Das Investmenthaus Dundees Securities schätzt die anfängliche Fördermenge auf 600.000 bis 800.000 pound U3O8 und die Förderkosten auf vergleichsweise niedrige 23 Dollar je pound. Nachdem die russische ARMZ Uranium Holding Co. (JSC Atomredmetzoloto) Ende Dezember 2010 bekannt gegeben hat, nun 51 Prozent am Konzern Uranium One zu halten, welcher direkt neben Uranerz Energy tätig ist, wird auch über eine Übernahme von Uranerz Energy spekuliert. Es dürften jedoch auch nordamerikanische und chinesische Konzerne Interesse an einem weit fortgeschrittenen Uran-Unternehmen wie Uranerz Energy haben. Die Aussicht auf einen Produktionsstart zu Beginn des nächsten Jahres, ein weiter anziehender Uranpreis und anhaltende Übernahmespekulationen dürften weiter für Kursphantasie bei Uranerz Energy sorgen.
Änderungen im Musterdepot von Financial Fortune:
Die 40.000 Anteilscheine von Clenergen sind mit einem Gewinn von 83 Prozent zu 1,10 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 100.000 Aktien von Brownstone Ventures zu 0,60 Euro sowie 40.000 Titel von Hunnu Coal zu 0,88 Euro aufgenommen und die Stoppkurse bei 0,50 Euro beziehungsweise 0,75 Euro gesetzt.
Änderungen im Musterdepot des Hot Stocks Investor:
Die 40.000 Anteilscheine von Riverstone Resources und die 60.000 Aktien von Petrodorado sind mit einem Verlust von vier Prozent beziehungsweise einem Gewinn von 20 Prozent zu 0,54 Euro respektive zu 0,48 Euro ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 50.000 Titel von Caza Gold und 30.000 Papiere von Crusader Resources zu 0,351 Euro beziehungsweise zu 0,734 Euro aufgenommen und die Stoppkurse bei 0,30 Euro respektive bei 0,65 Euro gesetzt.
Änderungen im Musterdepot des Emerging Markets Investor:
Die Verantwortlichen haben, wie üblich, auch für das Jahr 2011 ein völlig neues Musterportfolio aufgelegt, das auf dem Papier mit 100.000 Euro ausgestattet worden ist. Die Zusammensetzung des Musterdepots sieht zunächst so aus: 150.000 Anteilscheine von Baobab Resources zu 0,13 Euro, 2.500 Aktien von Quepasa zu 7,30 Euro, 250.000 Titel von Plexmar Resources zu 0,081 Euro, 25.000 Papiere von Brownstone Ventures zu 0,69 Euro sowie 2.000 Valoren der Creativ Group zu 9,50 Euro. Die Stoppkurse wurden bei 0,10 Euro beziehungsweise bei sechs Euro, 0,07 Euro respektive bei 0,55 Euro und schließlich bei 8,50 Euro gesetzt.
Änderungen im Musterdepot von Global Biotech Investing:
Die Verantwortlichen haben, wie üblich, auch für das Jahr 2011 ein völlig neues Musterportfolio aufgelegt, das auf dem Papier mit 100.000 Euro ausgestattet worden ist. Die Zusammensetzung des Musterdepots sieht zunächst so aus: 4.000 Anteilscheine von Spectrum Pharma zu 4,77 Euro, 2.100 Aktien von Vivus zu 7,23 Euro, 22.500 Titel von Renovo zu 0,667 Euro, 7.000 Papiere von Evotec zu 2,831 Euro sowie 13.500 Bull-Zertifikate (WKN DB6 SNZ) auf Morphosys zu 0,74 Euro. Die Stoppkurse wurden bei 4,20 Euro beziehungsweise bei sechs Euro, 0,58 Euro respektive bei 2,45 Euro und schließlich bei 0,68 Euro gesetzt.
Änderungen im Musterdepot von Hot Stocks Europe:
Die Verantwortlichen haben, wie üblich, auch für das Jahr 2011 ein völlig neues Musterportfolio aufgelegt, das auf dem Papier mit 100.000 Euro ausgestattet worden ist. Die Zusammensetzung des Musterdepots sieht zunächst so aus: 3.000 Anteilscheine von SAF Holland zu 6,05 Euro, 1.500 Aktien von Paragon zu 9,20 Euro, 35.000 Titel von Greenland Mineral & Energy zu 0,74 Euro, 150.000 Papiere von Baobab Resources zu 0,123 Euro sowie 150.000 African Eagle Resources zu 0,15 Euro. Die Stoppkurse wurden bei 5,20 Euro beziehungsweise bei 7,50 Euro, 0,60 Euro respektive bei 0,10 Euro und schließlich bei 0,11 Euro gesetzt.
Änderungen in einem Musterdepot im Börsenspiel von Focus Money:
Im Musterportfolio der GBC AG im Börsenspiel von Focus Money sind die 2.500 Anteilscheine von Softline mit einem Gewinn von 48 Prozent zu 2,75 Euro ausgestoppt worden. Der Depotverantwortliche Manuel Hölzle will nun 300 seiner 700 Aktien von Kinghero ausbuchen, um die seiner Ansicht nach zu hohe Gewichtung zu senken. Dafür will er 10.000 Papiere von 7Days Music Entertainment zu höchstens 1,05 Euro aufnehmen.
Änderungen in Musterdepots von Börse Online:
Die Verantwortlichen für das dynamisch ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 1.200 Call-Optionsscheine (WKN BN6 QTC) auf den DAX mit Gewinn zu 4,61 Euro ausgebucht und durch ebenfalls 1.200 Call-Optionsscheine (WKN BN6 QTF) auf den DAX zu 4,10 Euro ersetzt. Die Verantwortlichen für das Trend-Musterdepot haben 1.000 Inline-Optionsscheine (WKN SG1 UGG) auf Brent-Öl zu 3,75 Euro aufgenommen und bei 1,50 Euro abgesichert.
Änderungen in Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 2.000 Anteilscheine der Beteiligungsgesellschaft Max21 mit einem Verlust von zwei Prozent zu 2,58 Euro ausgebucht. Nun wollen sie ihre Bestände von 250 Aktien von Bet-at-home.com um weitere 100 Titel auf dann insgesamt 350 Anteilscheine sowie ihre 2.000 Aktien von Mensch und Maschine um zusätzliche 1.000 Valoren auf dann 3.000 Anteilscheine aufstocken. Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot haben 150 Anteilscheine von Gategroup zu 40,20 Euro eingebucht und bei 34 Euro abgesichert.
Änderungen im Musterdepot von Platow Derivate:
Die 350 Long-Zertifikate (WKN BN6 L3M) auf Bayer und die 3.300 Long-Zertifikate (WKN VT0 WAU) auf die Vorzugsaktie von Fresenius sind mit Verlust und die 260 Long-Zertifikate (WKN TB8 6QA) auf Siemens mit Gewinn ausgestoppt worden. Dafür haben die Verantwortlichen für das Musterportfolio 620 Put-Optionsscheine auf das Währungspaar Euro/Dollar (WKN DE3 XJA) zu 6,34 Euro, 3.500 Long-Zertifikate (WKN AA1 UYP) auf Bwin Interactive Entertainment zu 1,01 Euro sowie 14.500 Short-Zertifikate (WKN DZ6 WST) auf Rhön Klinikum zu 0,60 Euro aufgenommen. Sie haben die Stoppkurse bei vier Euro beziehungsweise 0,72 Euro respektive 0,53 Euro gesetzt.
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