Werner Sperber
Die Actien-Börse Daily nimmt die "Ohrfeige" für GAGFAH als Chance wahr. Der Austria Börsenbrief lobt BASF und rät vom Kauf ab. Der Anlegerbrief performaxx fühlt Datron auf den Zahn. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Actien-Börse Daily erinnern daran, dass die Stadt Dresden den Immobilienkonzern GAGFAH verklagen möchte. (Anmerkung der Redaktion: Nach Auffassung der Kommune hat das Unternehmen gegen eine Sozialcharta verstoßen, die im Jahr 2006 ausgehandelt worden ist, als GAGFAH das städtische Wohnungsunternehmen Woba übernommen hat. Die fälligen Vertragsstrafen summieren sich theoretisch auf bis zu 1,06 Milliarden Euro.) Nun strebt GAGFAH einen Vergleich mit der Stadt an. Das sei für die Experten in Ordnung, schließlich sei zu berücksichtigen, dass die Menschen im Osten mit US-amerikanischen Denkvorstellungen natürlich nicht klarkommen. Der Absturz der Aktie um zwölf Prozent sei eine Ohrfeige. Anleger, welche die Aktie kaufen wollen, sollen auf Abstauberkurse bei etwas mehr als fünf Euro spekulieren.

Der Austria Börsenbrief: Die günstige BASF-Aktie links liegen lassen
Auch nach einer Kurs-Verdreifachung seit März 2009 gibt es für die Experten des Austria Börsenbriefes noch gute Argumente für den Kauf der Aktie von BASF. Der Chemie-Gigant überzeugt mit einem Rekordquartal zum Auftakt des laufenden Jahres. Die Analysten stufen die Anteilscheine zuhauf positiv ein. Die Unternehmensinsider kaufen BASF-Aktien. Das KGV von 10 ist günstig. Allerdings befürchten die Experten, dass BASF mit dem zyklischen Geschäft derzeit den Höhepunkt des Aufschwungs erreicht hat. Zudem scheint auch die Börsenbegeisterung den Zenit erreicht zu haben. Der Aktienkurs von BASF kann sicher noch einige Zeit steigen, doch sollten Anleger nun generell vorsichtig sein. Derzeit raten die Experten vom Kauf ab.
Der Anlegerbrief performaxx fühlt Datron auf den Zahn
Datron ist im April an die Börse gegangen, weshalb sich die Experten des Anlegerbriefes performaxx nun mit dem Spezialmaschinenbau-Unternehmen beschäftigen. Der Konzern hat sich auf Nischen konzentriert, wobei vor allem der Markt für Dental-Fräsmaschinen große Potenziale eröffnet. Die Wachstumsziele des Managements sind ambitioniert, aber sie sind zu erreichen. Langfristig orientierte Anleger sollten schwache Börsenphasen für erste Käufe nutzen. Datron entwickelt, baut und vertreibt Dosier-, Fräs-, und Dentalfräsmaschinen. Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzender Arne Brüsch erkennt vor allem im Geschäft mit diesen Dentalfräsmaschinen enormes Wachstumspotenzial, obwohl diese Sparte erst acht Prozent zum Konzernumsatz beiträgt. Sowohl in Europa als auch in den USA wächst der Dentaltechnikmarkt um rund 34 Prozent jährlich. Da es einen beständigen Kostendruck für die Hersteller von Zahnersatz gibt, ist eine automatisierte Herstellung reizvoll. Datrons Dentalfräsmaschinen sind im Vergleich zu denen der Konkurrenz zumeist kleiner, leichter, einfacher zu bedienen und flexibler einzusetzen. Bei Datron überzeugen nach dem Krisenjahr 2009 aber auch die anderen Sparten. Auch die Kundenbetreuung nach dem Verkauf der Maschinen steuert einen stabilen und margenstarken Umsatzbeitrag von derzeit 15 Prozent bei. Datron soll in die USA expandieren, wo derzeit der Vertrieb aufgebaut wird und später auch produziert werden soll. Als weiterer Wachstumstreiber sollen auch Übernahmen dienen. Insgesamt sollen die Erlöse in den kommenden fünf Jahren von derzeit 21 Millionen auf 100 Millionen Euro steigen. Die EBIT-Marge soll von neun auf bis zu 20 Prozent zulegen.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das kurzfristig ausgelegte Musterportfolio haben 1.300 Call-Optionsscheine (WKN CG1 D5V) auf Salesforce.com zu 2,66 Euro eingebucht.
Änderung im Musterdepot des Chart Trader:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 335 ihrer 625 Anteilscheine von Douglas wohl mit Gewinn ausbuchen.
Die zehn aussichtsreichsten, interessantesten oder innovativsten Anlagetipps der "Börsenwelt" sind - ausschließlich - im wöchentlich erscheinenden "Börsenwelt Börsenbrief" zu finden.